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Val
Calanca |
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Langes,
bewohntes Seitental der Mesolcina.
Besonders der Talschluss ist sehr
wild und von komplizierter Struktur. Die Fahrstrasse des Tales führt
bis
Pian d'As. Detaillierte Informationen über das Val Calanca finden sich
auch im Büchlein "Bergwanderungen
auf alten Pfaden" von Wilfried Graf
und im Buch "Val
Calanca" von Ueli Hintermeister und Silvia Fantacci.
Die ASAC betreut
den "Sentiero alpino" sowie die Hütten Buffalora,
Alp de Fora,
Ganan und Pian
Grand. Die Capanna Buffalora scheint
derzeit
nur während den Bewartungszeiten geöffnet zu sein. Die Vereinspolitik
der ASAC ist
bedauerlicherweise wenig konstant, oft undurchsichtig und
lässt regelmässige Änderungen erwarten.
Die Seitentäler Val de l'Ör, Val Ganan, Val Largè
und Val di Passit sind separat beschrieben. Für die orografisch linke Talseite südlich
des Fil de Nomnom sei hier nur auf die Landeskarte, den SAC-Clubführer und das Büchlein von
Wilfried Graf verwiesen. Man kann ausnahmslos mit guten oder akzeptablen
Pfaden rechnen.

Abendstimmung vom Fil de Dragiva (Blick auf Piz de Groven und Cima de Nomnom),
21.August 2004
Foto: Manuel Haas
Auf die rechte Talflanke soll etwas näher eingegangen werden: In der
Region Monti di San Carlo und Val de Mosghé finden sich viele alte
Pfade, die meistens noch in gutem bis akzeptablem Zustand sind. Die
Landeskarte liefert ein vollständiges Bild. Von besonderem Interesse
ist hingegen der Aufstieg von Buseno über Scata und Galona zur Zanella.
Der Pfad ist im Verfall begriffen, im Bereich Scata müssen
ausgedehnte Brombeergestrüppe durchstiegen werden. Giuseppe Brenna liefert
eine Beschreibung des Pfades im SAC-Clubführer.
Zu beachten ist, dass die
Landeskarte den Pfad im Detail etwas ungenau wiedergibt. Auf der
Zanella trifft man auf die Fahrstrasse Arvigo - Alp di Stabveder.
Für die Region Monti di Arvigo und Alp di Rossiglion kann wieder auf
die Landeskarte und den SAC-Clubführer verwiesen werden. Es sei
angemerkt, dass der Pfad von der Alp di Rossiglion in den Sattel bei
P.2650 zwischenzeitlich verschwunden ist.
Von Landarenca führt der meist gute und markierte Wanderweg über Boliv,
Piöv di Fuori und durch das Val del Galbines auf die Bocchetta di
Pianca Geneura, wo man ins Val
d'Osogna gelangt. Über die weglose Bocchetta di Piöv di
Fuori kann man ins Val Cresciano wechseln. Bei
Lego und im Bosco di Castaneda münden akzeptable Pfade von Bodio ein. In
Piöv di
fuori ein solcher von Masciadon. Von Piöv di fuori führt ein eher guter
Pfad über Piöv di dent mit Unterbrechungen zur Hütte von Biancalan, wo
ein bescheidener Weg von Santa Domenica einmündet. Der Hauptpfad führt
in Kehren durch die Lawinenverbauungen und durch den Camin de Biancalan,
eine enge Felsspalte, die den Durchschlupf auf die Weiden der Alp de Naucal
zulässt.
Über die angrenzende Bocchetta di Vedrign oder den Pass Giümela gelangt
man ins Val Pontirone. Eine
lange Querung, die nicht immer von guter
Pfadqualität ist, leitet von der Alp de Naucal über die Alpen
Cascinarsa und Stabiorel auf die Alp de Remia. Für die Zugänge zu
diesen Alpen aus dem Tal siehe die Landeskarte. Das Gebäude der Alp
de Remia ist immer offen, und kann - sofern nicht von Gruppen
oder
Schulen
in Beschlag genommen - als Unterkunft dienen.
Der Pfad setzt sich in guter Qualität bis Belvedere fort, wo er
bedeutend schlechter wird. Er leitet, in Pian Grand die Einmündung von
Valbella passierend, auf die Alp de Remolasch. Hier münden die
sporadisch markierten, nicht immer ausgeprägten Pfade von Valbella (via
P.1594) und von Pian de l'Isolan ein. Von der Alp kann man auf
unterbrochenen Pfadspuren in den Passo del Ramulazz steigen, wo man ins Val Combra oder ins Val
Madra gelangt. Früher setzte sich die Querung
von der Alp de Remolasch bis auf die Alp de Revi fort. Ich habe bisher
noch nicht festgestellt, ob noch ein Pfad vorhanden ist.

Cima
de Nomnom,
12.Februar 2004
Foto: Manuel Haas
Die einst zerstörte Brücke über die Calancasca auf Höhe
Pian d'As wurde im September 2009 wiederaufgebaut. Über den Weiterweg zur
Alpe de la Bedoleta sind jedoch keine Details bekannt.
Vom Ende der Fahrstrasse in Pian d'As steigt man auf eher gutem Pfad
auf den Motta d'As, wo sich wenig danach die akzeptable Abzweigung zur
Alp de Revi befindet. Geradeaus erreicht man die Alp de Lögna, wo sich
verschiedene Möglichkeiten ergeben: Rechts gelangt man ins Val di
Passit, das separat beschrieben ist. Links auf eher bescheidenen,
teilweise
verbuschten Pfaden über die Alp de Pertüs nach Purtulina Bassa und
P.1863, wo kein Weiterkommen im Talgrund möglich ist. Die Alp de Pertüs
besitzt auch einen alten verbuschten Zugang von der Alp de Revi. Und von
Purtulina Bassa konnte man früher auf einem heute gänzlich verbuschten
Pfad nach Purtulina Alta steigen.
Bereits wenig vor der Alp de Lögna, nämlich südlich des
Ri d'Arbeola zweigt der ehemalige Alpweg nach Arbeola ab: Über den
Rücken führt eine nicht immer gut sichtbare Wegspur zur Ruine
von Corte di Fondo bei P.1758. Auf 1580m Höhe muss dabei ein Felsband
durch eine Art verschneidungsartiges Kamin (II+) überwunden werden.
Die einstigen Kunstbauten sind eingestürzt, am oberen Ende erkennt
man noch Mauern. Die Stelle ist obligatorisch und nicht einfach. Von der
Ruine traversiert man zunächst waagrecht nach Nordosten und trifft
auf die Reste eines Wegtrassees. Es beginnt nach einigen Metern zu steigen
und verliert sich in einem ausgedehnten und dichten Erlenbestand. Es wird
notwendig den gesamten Erlenbestand zu durchqueren, was sich als äusserst
mühsam erweist. In der zweiten Hälfte des Bestandes trifft man
auf einer Höhe von 2000m zwischen Felsbändern wieder auf das
gut begehbare Wegtrassee; es ist darum ratsam sich von einer übersichtlichen
Stelle wenig nach Corte di Fondo bereits entsprechend zu orientieren. Vom
wiedergefundenen Trassee werden in Kürze die offenen Flächen
der Alpe d'Arbeola erreicht. Bei P.2019 befinden sich die umfangreichen
Ruinen von Corte di Lago, auf einer Höhe von 2140m an der Route zur
Bocca de Rogna trifft man auf diejenigen von Corte di Cima.
Von der Alp de Lögna geradeaus weitergehend erreicht man auf
eher gutem und markiertem Pfad durch Erlenfluren die Alp Rodond (verschlossene
Jägerhütte), wo eine Abzweigung zu P.2000 besteht. Dem praktisch kaum mehr
sichtbaren Hauptweg
folgend erreicht man P.2124, wo sich die Routen gabeln: Links auf
einem
schlechten Pfad in
den
Talgrund des hinteren Val Calanca bei P.1945, rechts auf kaum sichtbaren
Spuren zum Lagh de Stabi. Besonders in der Gegenrichtung schwierig aufzufinden.
Vom Lagh de Stabi kann man weglos auf den Pass de Omenit (Tre Uomini) steigen,
wo sich der Übergang in die Mesolcina öffnet.
Man kann aber auch auf Pfadspuren zum See P.2330 weitergehen, wo sich früher
eine Unterkunft (fest installiertes Zeltbiwak) befand. Dieser See kann
auch auf weiss-rot markierten Wegspuren direkt vom Pass de Omenit via
La Guardia erreicht werden. Vom See gelangt man auf unterbrochenen
Pfadspuren über die Calancasca, deren Überquerung schwierig sein kann,
auf die rechte Talflanke. Verblasste Markierungen leiten über die
oberen Weiden der Alp de Stabi, wo mehrmals Pfadspuren aus dem Talgrund
einmünden, und Purtulina Alta nach La Presa d'Acqua. Die Orientierung
auf dieser Route ist schwieriger als es die Landeskarte erwarten
lässt. Man hüte sich davor, zu früh und zu tief abzusteigen.

Talschluss Calanca mit Puntone dei Fración und Zapporthorn, von
La Guardia, 14.Oktober 2005
Vom Talhintergrund bei Bec de Stabi kann man den Passo di Giumello
gewinnen, oder den Gletscherausrüstung erfordernden Pass de Stabi
überschreiten, um auf die Alpe di Giumello im Val
Malvaglia weiterzugehen.
Von I Pianon de Revi gelangt man eher mühsam und weglos auf den Passo
di Revi, wo man ins Val Madra absteigen kann.
Von La Presa d'Acqua führen zwei verschiedene
Pfadspuren, von denen eine mit verblassten Markierungen versehen ist,
in die Alp de Revi. Eine andere Spur führt zu den Weiden der Alp del
Pianasc.