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Valle
di Moleno |
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Langes,
wenig
besuchtes Seitental der Riviera.

Valle di Moleno von der Bocchetta di Lèis, 14.August 2009
Der Talweg führt von Moleno steil und in recht guter Qualität die
orografisch linke Flanke des Tales nach Róura hinauf. Dort - bei P.909
- findet sich eine Abzweigung nach rechts: Der dort ansetzende
mehrheitlich gute Pfad führt über Paron, Fronn und Alpe di Visghéd auf
die Alpe di Sbordan. Auf den Lichtungen der Maiensässe muss er jeweils
gesucht werden. In Paron besteht eine gute Abzweigung nach Bolgri, in
Fronn eine eher schlechte nach Pianascio, während diejenige unterhalb
der Alpe di Visghéd nach Pianascio in gutem Zustand ist. Bei der Alpe
di Visghéd zweigt der noch sichtbare, rot markierte Pfad zur Alpe di Pianezzo
ab.
Auf
der
Alpe di Sbordan zweigt ein undeutlicher Pfad - an den Ruinen von P.1856
vorbei - zur Cima di Visghéd ab. Die Cima di Visghéd kann indessen auch
von der Alpe di Pianezzo erreicht werden. Diese Alp ist über ein
umfangreiches Wegenetz mit Prosito verbunden, Einzelheiten entnehme man
der Landeskarte. Ferner kann man von Sbordan über die
Alpe del Fòch zur Alpe Nuovo gelangen, Einzelheiten findet man beim Val
di Lodrino.
Der Hauptweg setzt sich von Sbordan über den Sattel P.1728 zur Alpe
Pianascio fort, wobei sich im Sattel eine Verzweigung befindet: Der
rechte obere Pfad führt zu den Hütten bei P.1788, der linke untere zum einstürzenden
Stall bei P.1690. Von den unteren Hütten setzt sich früher ein Weg
Richtung Mott di Bréugh fort, er ist praktisch verschwunden. Wenige Reste
des einstigen Weges über Motta Tonda nach Alpe
di Lai sind hingegen noch vorhanden, Details
siehe unten. Von den oberen Gebäuden bei P.1788 kann man problemlos auf
die Cimetta di Pianascio steigen, wo ein einzelner Ski das Gipfelsignal
bildet (sein Gegenstück steht auf dem Filo delle Lettere), doch ist der
Weiterweg von hier zur Alpe di Lèis eher schwierig. Stattdessen benutzt
man mit Vorteil folgende Route: Man schlägt auf kurzem Abschnitt den
guten Pfad, der in die Alpe Drosina di sopra führt (und die Verbindung
mit dem Val
Drosina herstellt) biegt aber
nach kurzer Wegstrecke in einen ebenen Pfad ein, der auf die Weiden auf
1800m südlich von Drosina di sopra führt. Man kann diese Stelle
alternativ auf einer Pfadspur direkt von der Alpe Drosina di sopra
erreichen. Von hier suche man die Trittspur, die mit einigen roten
Markierungen versehen, sich zwischen Felsbändern und Erlenfluren
hindurchschlängelt und auf den Gipfel des Filo delle Lettere führt, wo
sich der zweite Ski befindet. Von hier geht man in den Sattel zwischen
dem Gipfel und P.2122, um dann hart südseits des Grates entlang von roten
Markierungen und Blechtäfelchen unter
P.2122
hindurch auf die freien Flächen der Alpe
Lèis zu traversieren. Man hüte sich davor, von der
beschriebenen
Route abzuweichen, man würde sonst in ausgedehnte
Erlenfluren gelangen.

Blick von der Alpe di Visghèd nach Gariss und Moroscetto mit Cima dell'Uomo,
12.August 2009
Zurück zum Talweg in Róura: Wenig vor P.941 zweigt ein deutlicher Pfad
ab, er führt nach Bolgri, dass auch auf undeutlichem, teilweise
verwachsenen Pfad von der Alpe
di Ripiano erreicht werden kann. Von Bolgri führt ein schlecht
sichtbarer Pfad nach Bui, der sich einst nach Fronn fortsetzte. Er
ist weitgehend verschwunden, doch kann man auch durch hohe Vegetation
weglos hinaufsteigen.
Der Talweg führt an Monti della Valle vorbei zur markanten Bogenbrücke
über den Riale di Moleno bei der Alpe di Ripiano. Das Trassee des einstigen orografisch
linken Talweges nach Prosecco ist noch vorhanden, aber überwachsen. Jenseits
der Bogenbrücke mündet
der
ebenfalls gute orografisch rechte Talweg von Cher ein. Der Pfad führt
in guter Qualität weiter zur Verzweigung bei P.1073. Links hinauf geht
es auf eher gutem Pfad mit einst zwei Varianten (die
Kunstbauten der unteren Variante sind weggebrochen)
zur Capanna
Alpe Gariss. Der Weg setzt sich auf die Alpe
Cusale fort,
von wo
eine offiziell markierte Pfadspur ansetzt, die bis in die Bocchetta d'Albagno
führt,
die
den Übergang ins Valle di Gorduno und ins Valle
di Sementina vermittelt. Bei der Höhenkurve 1700m zweigt ferner eine Trittspur
ab,
die zur Bocchetta d'Erbea und zur Bocchetta della Cima dell'Uomo führt,
die den Übergang ins Valle
di Cugnasco und
ins Val della
Porta vermittelt. Einst verband ein Pfad die Alpe Cusale via Cortino mit
der Alpe Moroscetto; von den Jägern werden noch die jeweiligen Anfangsabschnitte
des Pfades geputzt. Doch ist der mittlere Abschnitt, der den Nordostgrat der
Cima
dell'Uomo
bei ca 2030m überschreitet, vollständig
von
Erlen
und
Haselsträuchern überwuchert und entsprechend mühsam und zeitraubend
zu begehen.
Bei P.1073 kann man den Talfluss überschreiten, zum orografisch linken Talweg
gelangen, diesem wenige Meter abwärts folgen und findet dort auf der nächsten
Rippe die Wegfragmente, die den Anfang des einstigen Pfades via Motta Tonda nach
Alpe
di
Pianascio kennzeichnen. Er verschwindet bald, und das Auffinden der obligatorischen
Durchschlüpfe, namentlich bis zur Höhenkurve 1350m, gestaltet sich nicht ganz
einfach (ganz vereinzelt sehr alte Schnittspuren), vgl. die Landeskarte 276 von
1951.
Der
Talweg
setzt
sich
von
P.1073
zur Alpe
di Lai fort, wo eine weitere, offiziell markierte
Abzweigung zum Weg zur Alpe
Gariss besteht. Dem Pfad durch das Haupttal
weiter folgend, erreicht man über die Alpe Confienn das Rifugio auf der Alpe
Lèis.
Von hier bestehen eine
Reihe von Möglichkeiten: Die Route über den Filo delle Lettere ins Val Drosina wurde
bereits beschrieben. Der Übergang über die Bocchetta del Vallone ist nicht
ratsam.
Über die Bocchetta di Scendorino führt eine anspruchsvolle und mühsame
Route
zur Alpe Piotta. Einfacher überschreitet man den Nordostgrat des Poncione
di
Piotta auf teilweise rot markierter Route mit Wegresten.
In die Bocchetta di Lèis, die den Wechsel ins Val
Carecchio erlaubt, gelangt man mühsam auf kaum mehr
vorhandenem
Pfad durch ausgedehnte Alpenrosenbestände. Wer den Poncione di Piotta zum Ziel
hat, erreicht ihn deutlich weniger mühsam auf der rot markierten Route ab
der
Bochetta di Scendorino. Von
der
Alpe
Lèis
führt
ein
guter Pfad hinüber nach Moroscetto,
von wo auf Trittspuren die
Bocchetta Cazzane erreicht wird, die ins Val
della Porta hinüberführt.

Blick von der Bocchetta Cazzane zum Filo delle Lettere, 9.Februar 2004
Foto: Manuel Haas
Von der Bocchetta Cazzane quert die Via
Alta Verzasca auf Schafpfaden
in die Bocchetta di Lèis, sie führt dann weiter auf den Gipfel
des Poncione di Piotta. Die in der Landeskarte eingezeichneten
Wegfragmente südlich und südöstlich von P.2332 sind Schafpfade ohne
grösseren alpinistischen Wert. Die alten direkten Pfade von Lèis und Moroscetto
in die Bocchetta di Lèis sind am verfallen, aber noch begehbar.
Von Preonzo gelangt man auf gutem Weg über Cassinetta nach Cher (auf
alten Karten ist auch ein Pfad via Colgia und Porta verzeichnet, er
wurde von mir bisher nicht erkundet), wo der orografisch rechte Talweg
nach Alpe di Ripiano abzweigt. Der Pfad von Cher nach Teid ist wegen
eines Bergsturzes im Valegión gesperrt und unterbrochen, der Durchgang
ist gefährlich. Möchte man nach Alpe di Ròscera, so kann man entweder
auf einem von mir noch nicht erkundeten Pfad von Cher via Cantéi
dorthin gelangen, oder von Nàseri im Valle di
Gnosca auf recht gutem Weg hinaufsteigen. Der Weg setzt sich
in
akzeptabler Qualität nach Alpe
di Pertignaga fort, kurz zuvor mündet
von links die Wegspur von der Alpe d'Aspra (Valle
di Gnosca) über Alpe di Merengetto ein. Von Pertignaga
zweigt eine
nur sporadisch sichtbare Wegspur zu den schon lange aufegebenen Ruinen der Alpe
di
Ravallo
ab. In Pertignaga
biegt man links ab, um auf schlecht erkenntlichem Pfad über einen
Sattel bei P.1684 zur Capanna
Alpe Gariss zu gelangen.

Alpe di Ravallo, 13.August 2009