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Val de Montogn |
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Langes,
selten besuchtes Seitental der Mesolcina.
Das obere Tal wird als Val Gamba bezeichnet.
Es wird zusammen mit dem Val de Campel separat beschrieben. Eine 16km
lange Fahrstrasse führt von Cabbiolo bis zur Alp
de Montogn. Sie
ist mit einem Fahrverbot belegt. Auf telefonische Anfrage erteilt
jedoch die Gemeindeverwaltung Lostallo eine Durchfahrtserlaubnis.
Von Cabbiolo führt der alte Talpfad einst in akzeptabler Qualität über Cran
und Lombred zum Bacino Val
d'Arbola (P.1155), doch ist er nach Unwettern stark in Mitleidenschaft
gezogen worden; u.a. ist die grosse Treppe bei der Schlüsseltreppe in Lombred
zerstört und durch eine Leiter ersetzt. Man überschreitet
den Staudamm und gelangt auf der Fahrstrasse zur Alp de Montogn. Ein alter
Pfad
führte
vom Bosch de Rovel bei 1070m direkt nach Rivascia hinüber. Er ist verfallen
und es ist nicht ratsam, ihm zu folgen. Hingegen ist der obere Teil des alten
Pfades durch den unteren Bosch di Mont noch in guter Qualität vorhanden.
Von der Alp de Montogn hat man eine Reihe von Möglichkeiten: Ein
verfallener Pfad führt nach Bedolé hinunter, bis zu den Trümmern einer
Seilbahnstation und eines einstigen Steinbruchs. Ein Weiterweg ist hier
allerdings nicht möglich. Ein anderer Pfad leitet in guter Qualität und
in vielen Kehren zur Wasserfassung auf 1180m hinunter. Man kann dort
die Montogna überschreiten und jenseits 30m weglos aufsteigen, um den
alten orografisch rechten Talweg zu erreichen, der weiter unten
beschrieben wird.
Am oberen Ende der Weide von Montogn führt ein guter Pfad durch den
Bosch di Mont auf die Alp de Bon hinauf. Man kann auf Pfadspuren in den
Sattel P.1994 gehen, wo der Weiterweg nach Laghit und ins Val d'Arbola möglich wird. Oder man geht auf
dem in der Landeskarte eingezeichneten Pfad zur Ruine von Arec
(P.1972), wo ein Abstieg durch lockere Erlenbestände nach Gamba in Dent
möglich erscheint, aber von mir bisher noch nicht ausgeführt wurde.
Der orografisch rechte Talweg beginnt in Ponte de Vigna und führt
zunächst auf eher gutem Pfad über Tec del Crist bis Pianca, wo er sich
als bescheidene Pfadspur zum Steinbruch unterhalb Tarloc fortsetzt.
Tarloc links liegen lassend traversiert man auf den Pfadresten die
Hänge oberhalb der Montogna entlang der Gemeindegrenze Lostallo /
Soazza. Nach einer heiklen, schwierig aufzuspürenden Passage in der
Nähe von P.1122 geht man über der Wasserfassung durch und erreicht bald
auf Pfadfragmenten die Ruinen wenig oberhalb des Zusammenflusses von
Montogna und Ri de Campel.
Anzumerken bleibt, dass auf einem Felsen im Steinbruch bei Tarloc ein
alter verblasster Hinweis "Orbel" aufgemalt ist. Es entzieht sich
meiner Kenntnis, ob von hier tatsächlich ein Pfad nach Orbel
hinaufführte. Jedenfalls kann man Orbel heute auf nicht immer gut
erkennbarem, aber durchgehenden Pfad von Pomareda durch das Val d'Orbel
erreichen. Eine schwache Trittspur setzt sich von dort bis zur Ruine
von Baitel de Cogol (P.1933) fort, die sich in eindrücklicher Lage
befindet.
Panorama vom Piz de Campel
Der Autor in
Baitel
de Cogol,
31.Mai 2002
Foto: Manuel Haas