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Valle di Peccia |
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Langes,
trotz Besiedlung, nicht sehr häufig besuchtes Seitental des Val Lavizzara.
Die Fahrstrasse des Tales führt bis nach Corte della Froda und von dort
weiter bis Piatto della Froda. Sie ist beim Steinbruch von Ghiéiba mit
Fahrverbot und Barriere versehen, Fahrbewilligung im Grotto al Cort in Sant'Antonio
oder im Monaci in San Carlo erhältlich.
Eine
touristische Infrastruktur ist im Tal praktisch nicht vorhanden. Im
Ristorante Monaci in San Carlo di Peccia (Tel. 091 7551145) findet man
jedoch
gute und freundliche Unterkunft (Zimmer ab CHF 50).

Rosso von Piatto Cröis, 12.September 2003
Foto: Manuel Haas
Von Cortignelli führt ein Pfad über Zotói nach Badolesc. Es existieren
zwei Varianten, um nach Badolesc zu gelangen. Sie verzweigen sich auf 1220m.
Die untere Variante führt über Felsbänder in die Zone Coste und nach einer Kehre
gerade hinauf zu den Ruinen von Badolesc (Schnittspuren, Treppenreste). Die
obere
entspricht der Wegzeichnung der Landeskarte und ist besser erhalten, aber im
Sommer von hohem Farn bestanden. Bei den Ruinen P.1357 von Badolesc existierte
früher eine Abzweigung zu den Ruinen von
Piendralta, der Weg ist heutzutage verschwunden. Ein im Sommer teilweise von
hoher Vegetation bestandenes Wegtrassee setzt sich durch ein plattiges Tobel
zur Ruine P.1389 fort, wo heutzutage der Weg definitiv endet. Es ist indessen
möglich weglos in das
schluchtartige Tälchen des Ri di Veia einzudringen und über eine der beiden Rinne
gegen
P.1872 anzusteigen, womit man die beim Val
Lavizzara erwähnte Zone von
Corte Vecchio erreicht.
In
San Carlo di Peccia führt ein anderer, sehr steiler, aber gepflegter Pfad über
Piode
zur
Bergstation
der
Kraftwerksseilbahn.
Weglos gelangt man von hier in Kürze zu den Ruinen von
Canicc. Der Weiterweg über den Rücken nach Piendralta ist möglich,
aber heikel,
Details fehlen.
Der Zugang ins Val Cornera wurde 2010 etwas hergerichtet: Ostsüdöstlich der Gebäude
von Sant'Antonio sticht man in den Wald hinein und folgt einer sanften Mulde
am Fuss der Hänge von Öir. Sobald man sich dem Ri di Rünee nähert, nimmt man
links den
Beginn des alten Pfades wahr. Er führt in ordentlicher
Qualität an verschiedenen Ruinen vorbei bis auf eine Höhe von ca 1550m, am Beginn
eines langen Drahtseils.
Man kann nun entweder dem Drahtseil folgen und anschliessend zur Ruine P.1640
traversieren, oder aber in der Mitte des Drahtseils nach rechts abbiegen, um
über eine lange Abfolge von Tacche ebenfalls zur Ruine von P.1640 zu gelangen
(anspruchsvoller).
Zunächst über den Rücken auf dem die Ruine P.1640 steht, später in diagonalem
Aufstieg erreicht man - im Sommer sehr
blumenreich - die geschlossene Jägerhütte
P.1879.
Von hier gelangt man in zunehmend
offenem, aber steilem Gelände auf den allmählich verfallenden Pfad des Sentiero
dei
Vanisc, der den Übergang ins oberste Val
Lavizzara
erlaubt. Ebenfalls möglich ist der Aufstieg über den Rücken mit den P.1824 und
2105, in dem man nach dem langen Drahtseil nach links hält.

Val Cornera vom Pizzo Mascarpino, 18.Juli 2010
Von Scepà, bei P.1572, am nördlichen Tunnelportal führte einst ein Pfad
am Gebäude von Vadlaa vorbei bis Cavarghiasc (P.1733). Details dazu
sind mir nicht bekannt. Indessen führen von Casgioléir recht gute
Pfadspuren, die sporadisch mit orangen Markierungen versehen sind, über
Cavarghiasc auf die Alpe dei Sassi und nach Pisóm. Sie setzen sich bis
auf den Übergang des Sentiero dei Vanisc fort. Alte Karten verzeichnen
vor Pisóm eine Abzweigung, die zu einer Ruine im Bereich von Sasso (ca
1868m) führt. Vermutlich war diese Ruine auch einst von Ghiéiba via Ri del Rosso
erreichbar, Details fehlen. Von
Pisóm
lässt sich
weglos,
aber
ohne
grössere
Probleme
auch die Bocchetta di Pisone erreichen. Von Cavarghiasc, wie auch von
der Hütte P.1672 führen Pfadfragmente zum Corte della Pianca und zum
Corte della Ganna der Alpe Valamaió. Die Ruinen von Maturell lassen
sich auf solchen von P.1672 oder von Corte della Bolla via
Starlaresciöö erreichen. In die darüberliegende Flanke führten einst
dort endende Pfade hinein.
Auf dem Talpfad, der auch eine verfallende Entsprechung auf der
gegenüberliegenden Seite hat, erreicht man Corialmètt und Zotta der
Alpe della Bolla.
Wenig nach Zotta erreicht man eine Verzweigung: Rechts
auf nicht immer
deutlicher, aber
markierter Pfadspur auf den Passo del Sasso Nero, wo man ins obere Val Sambuco
gelangt. Geradeaus
auf einer Pfadspur in die Bocchetta del Lago Nero, wo der Abstieg ins Val Bavona möglich wird.
Letztgenannter Übergang ist auch direkt mit dem Passo del Sasso Nero
durch einen markierten Pfad verbunden. Biegt man bei der Verzweigung
von Zotta links ab, so gelangt man auf gut markierten Pfadfragmenten
zum Lago della Zòta und zum Übergang des Cavallo del Toro (P.2486), der
es ermöglicht, über sehr steile Grashänge nach Piatto della Froda zu
wechseln.

Valle di Peccia vom Pizzo Castello, 12.September 2003
Foto: Manuel Haas
Zur orografisch rechten Talflanke: Gegenüber von San Carlo di Peccia,
beim Kreuz oberhalb der Gebäude von Piano di Ganna, setzt der noch recht
gut
erhaltene
Pfad
nach
Corte
Sonadello an. Das erste kurze Teilstück war noch in der vorletzten
Ausgabe der Landeskarte verzeichnet. In Corte Sonadello befindet sich eine
Verzweigung: Geradeaus
geht es auf ausgeasteter Route durch ein Erlenmeer zu
den
Ruinen
der Alpe Sonadella, 1816m.
Links
gelangt
man
ebenfalls durch
ein
Erlenmeer
und durch eine Wand hinüber
nach
Corte
d'Arcön. Dieser Pfad wird von den Jägern nur noch notdürftig freigehalten,
man
mündet auf 1520m auf dem Rücken von Corte d'Arcön, das auch direkt
von Volpiano
erreicht
werden kann: Beim südöstlichsten Haus von Volpiano beginnt ein mässig
ausgeprägter Pfad, der allerdings im Verlauf des Sommers gemäht
wird,
und durch interessante Passagen nach Monte dell'Ovi führt. Bevor man die
von P.1536 herunterkommende Rinne überquert zweigen rechts die Pfadreste
ab,
die oberhalb hoher Felswände, durch hohes Gras hindurch, diagonal nach Arcön
ansteigen (heikel, T6). Steigt man hingegen
bei der Verzweigung der Pfade gerade über den Rücken an, so gelangt man steil,
aber problemlos zur Ruine von Costa, 1393m. Man kann von hier, etwas mühsam,
zum Ende der Forststrasse bei P.1536 weitersteigen. Weitere Hinweise zur Zone
um Monte dell'Ovi findet man beim Val Lavizzara.
Vom Umspannwerk in Piano di Peccia gelangt man auf eher gutem Pfad ins
Tal der Alpe Sovénat. Der Pfad verschwindet kurz nach Corte di Fondo,
taucht wenig später aber wieder auf und führt über Corte di Mezzo nach
Piatto di Sovénat. Rechts hinüber führt eine Abzweigung zu den Gebäuden
von Nuiee und Piatéi (P.1927). Es ist möglich, die Costa di Cröis in
der Nähe von P.2103 (Rabisell) zu überschreiten, um nach Piatto Cröis
zu gelangen. Details dazu sind mir nicht bekannt. Über die über der Alp
liegende Bocchetta di Sovénat, die früher sogar über einen Pfad
verfügte, kann man - nicht einfach - ins Val
Bavona
eindringen.
Von Piano di Peccia (Pfadbeginn nach dem letzten Gebäude an
der
Fahrstrasse Richtung Cansgéi - Pisói) gelangt man auf neu hergerichtetem
Pfad über die Ruine
bei P.1492 nach Corte di Fondo der Alpe Piatto Cröis. Wenig über
den
Gebäuden mündet der akzeptable, neuerdings blau markierte Pfad ein,
der von Corte di Fondo di Sròdan herüberleitet. Auf weiterhin recht gutem Pfad
gelangt man nach Piatto Cröis, wo wiederum ein neu hergerichteter Pfad zu den
Hütten von Pezze Grosse (P.2054) führt. Wie schon erwähnt lässt sich
die Costa di Cröis zur Alpe Sovénat überschreiten (Details fehlen). Von Pezze
Grosse
kann man auch in die andere Richtung wechseln: Entlang von alten
Pfadfragmenten gelangt man via Corte Candalign
zur
Alpe
Sròdan und zum Rifugio
Poncione di Braga. 300 Meter südlich von P.2033 passiert man eine sehr
ausgesetzte
Felswand
mit
Hilfe von Tacche,
Drahtseilen und
alten
Eisenstiften. An Ort und Stelle ist die Jahreszahl 1818
eingemeisselt; der Autor zog es im Juli 2009 mangels Sicherungsmaterial
vor, auf die Passage zu verzichten, daher fehlen letzte Details. Die Überschreitung
der
Bochetta di Foiòi
ins Val
Bavona
ist anspruchsvoll.

Pizzo
del Piatto di Röd, 13.September 2003
Foto: Manuel Haas
Der alte Pfad von der Brücke P.1070 im Talgrund zum Corte di Fondo di
Sròdan ist kaum mehr erkennbar. Besser geht man über den Steinbruch und
von da auf dem guten Hüttenweg des Rifugio
Poncione di Braga.
Wenn man zur Hütte möchte, findet sich entlang des Ri delle Spondelle
eine sporadisch markierte Abkürzung. Sie ist wegen Verbuschung nicht
besonders empfehlenswert. Interessanter ist folgende Variante: Vom
Fenster des Tunnels unter der Piode del Masnee oder direkt vom alten
Talpfad in Erta zweigt ein gut erhaltener Pfad durch wildes Gelände zur
Corona del Masnee ab. Kurz bevor man die Ruine von P.1697 erreicht hat,
zweigt rechts ein Pfad über eine Holzleiter zu den Gebäuden von P.1777
ab. Er setzt sich als schlechte Pfadspur über Corte di Mezzo bis auf
die Alpe del Masnee (P.2123) fort. Von der Ruine P.1697 kann man
entlang von Markierungen den Pfadspuren durch Alpenrosen folgen, um
über das Gebäude P.1834 direkt zum Rifugio
Poncione di Braga zu
steigen.
Die über den sanften Alpweiden sich befindenden Übergänge der Bocchetta
di Sròdan und der Bocchetta del Masnee lassen sich einfach, wenn auch
pfadlos erreichen. Die Abstiege ins Val
Bavona sind jedoch anspruchsvoll. Über die mit einer
Markierung
versehene Bocchetta della Froda gelangt man hingegen problemlos in die
Gegend von Robièi.
Von Larecióm an der Talstrasse (bei P.1695) führte früher ein direkter
Pfad zur Ruine von Cantoni di Sassello (P.2020). Er scheint nicht mehr
vorhanden zu sein. Man kann der Fahrstrasse folgen, oder ab
Starlareciöö in den markierten alten Pfad einschwenken, der über
Chiügnöö direkt nach Piatto della Froda oder zum Filo della Tanèda
führt. Von Piatto della Froda führt eine Markierung unterhalb der
Hütten P.2247 durch, und erreicht über sehr steile Grashänge den
Übergang des Cavallo del Toro (P.2486), wo man nach Zotta gelangt. Ein
weiterer Zugang, den ich bisher noch nicht rekognosziert habe, führte
einst von Corte della Froda über die Piodaa del Furnaa nach Piatto
della Froda.

Pizzo Castello - Pizzo della Rossa, 28.Juli 2009