 |
Val
Tomè |
|
alpi-ticinesi.ch > ticino > valli > tomè
Steiles
und wildes, trotz der vorhandenen Unterkunft nicht sehr häufig
besuchtes Seitental des Val
Lavizzara.
Der Talweg führt zunächst von Broglio oder von Prato östlich der Maggia
zur Brücke über den Ri di Tomè bei Corsgèla. Von dort geht man auf
mehrheitlich gutem Pfad über die Ruinen von Valle bis zum Corte Grande,
wo sich das winzige Rifugio
Tomè befindet. Im Schlussteil, ab ca 1600m, kann es bei Vereisung im
Spätherbst notwendig werden, den Ri di Tomè zu überschreiten, um
jenseits auf verfallenen Pfadfragmenten zum Lago di Tomè zu gelangen.
Vom Rifugio führt ein markierter Pfad zum See und bis Piano del Lago.
Im Hintergrund des Piano findet sich links ein Couloir, durch das man
aufsteigt, um zuletzt auf Pfadresten wieder aus ihm heraus zu
traversieren und die auf der Landeskarte nicht eingezeichnete Ruine von
Ganna (ca 1810m, wenig nördlich von P.1866) zu erreichen. Von hier kann
man problemlos ohne Pfad zur offenen Hütte von Piodina (P.2123)
aufsteigen.
Indessen ist es auch möglich von Corte Grande via Gannone hierher zu
gelangen, doch ist das Gelände dort von Erlen geprägt. Über der Hütte
steht der Pizzo Val Mala, der einen instruktiven Einblick in das völlig
verbuschte Val Mala zulässt.
Vom Corte Grande geht man auf guter und markierter Pfadspur zur Ruine von Piatto (P.2058,
einstige Unterkunft durch Lawine zerstört). Die markierte Spur
setzt sich in den Sattel P.2156 fort, wo
man ins Valle
di Pertüs eintritt. Von der Ruine von Piatto kann man weglos
zur
Bocchetta di Monte Zucchero (P.2541) gelangen, die den Übergang ins Val Redòrta oder den Aufstieg auf den Monte
Zucchero vermittelt. Auch lässt sich Piodina von Piatto auf einem recht
guten Schafpfad erreichen, der den Talabschluss des Val Tomè durchquert. Von
diesem Pfad ausgehend, kann man ohne Probleme auf den Sattel P.2224 gelangen,
wo man ins Val Cocco absteigen kann. Oder man überschreitet
- eher anspruchsvoll - die
Bocchetta Tomè (P.2368), die ins Val d'Osura
leitet.