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Valle Anzasca - links der Anza



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Die beschriebene Region umfasst den orografisch linken Teil des Valle Anzasca. Die orografisch rechte Talseite ist separat beschrieben. Aktuell können nur unvollständige Informationen zur Verfügung gestellt werden. Weitere Angaben werden im Verlauf der Zeit ergänzt.

Von Domodossola bis Macugnaga-Pecetto verkehrt sehr zuverlässig die Buslinie des Unternehmens Comazzi. Von Piedimulera nach Cimamulera verkehrt an Schultagen regelmässig ein Kleinbus im Auftrag der Gemeinde Piedimulera. Andere Ziele sind im beschriebenen Gebiet mit dem öffentlichen Verkehr nicht zu erreichen. Insbesondere können die Ortschaften Antrogno, Calasca und Mondelli nur mit privaten Fahrzeugen oder zu Fuss erreicht werden. Für Touren im unteren Talbereich ist ferner die öffentliche Strasse Castiglione - Selvavecchia - Cresta, im mittleren Tal diejenige von Campioli nach Mondelli von Bedeutung. Durch das gesamte Tal verläuft die alte Mulattiera, die Strà Granda, von der Comunità Montana Monte Rosa und dem CAI Macugnaga liebevoll unterhalten und dokumentiert (PDF, 4 MB).

Oratorio di San Giovanni Nepomuceno  
Oratorio di San Giovanni Nepomuceno, 2.Mai 2012  
In Madonna di Cimamulera (P.547 IGM) beginnt der markierte Wanderweg über Alpe Sarciera (ca 780m), Alpe Ceresola (934m), Alpe Propiano (1134m), Alpe Piana (1245m) und Alpe Castello (ca 1320m) auf den Pizzo Castello. Er setzt sich im Anschluss über den gesamten Grat bis zum Rifugio Colma fort. Der Pizzo Castello kann auch auf einem markierten Weglein nordseitig umgangen werden. Eine selten begangene, interessante und weiss-blau markierte Variante führt von Selvavecchia via Alpe Camugher nach Alpe Piana oder Alpe Castello. Der direkte Pfad von Borca via Roncheccio nach Camugher ist nicht markiert. Von Cresta, am Ende der von Castiglione heraufführenden Fahrstrasse, führt ein regelmässig begangener und offiziell markierter Wanderweg via Canova, Cascinaccia und Alpe Cangei zum Gratweg hinauf. Die Alternative via Alpe Corteflec wird hingegen nur selten begangen und ist nicht markiert. Die Variante von Selvavecchia via Spagnoli ist aufgegeben. Die Verbindung zwischen Corteflec und Cangei ist noch erkennbar, aber nicht einfach beizubehalten. Auf halber Strecke passiert man ein Gedenkkreuz (Croce Faggi).

Von Villasco (P.694 IGM) führt ein gepflegter und offiziell markierter Pfad über die restaurierte Mulin dul Gabriel am Rio Preggia hinauf nach Drocala, das auch von Castiglione via Lapare oder auf dem offiziellen Wanderweg von Ielmala via Cà Bison erreicht werden kann. Die wilde, waagrechte Querung von Canova nach Drocala ist unterhalten, beginnt aber heutzutage im Wald unterhalb Canova, nur wenig oberhalb Cresta, sie ist offiziell markiert. Der Wanderweg führt von Drocala bis zur Alpe della Colma weiter. Der Verbindungsweg von Drocala nach Olino ist ebenfalls offizieller Wanderweg. Der Pfad von den Gebäuden P.1034 oberhalb Drocala hinüber nach Alpe La Barca (P.1098 IGM) ist ebenfalls unterhalten, aber nicht markiert. Die Abzweigung hinauf nach Alpe Rat (P.1226 IGM, LK: Alpe Prer) ist hingegen verschwunden.

  Alpe La Barca
  Alpe La Barca, 30.April 2015
Von Porcareccia führt eine Fahrstrasse bis Olino. Ein offizieller Wanderweg setzt sich in zwei verschiedenen Varianten, nämlich westlich über Alpe Rüsca (P.986 IGM) oder östlich über Alpe La Barca (P.1098 IGM) in die gepflegte Alpe Prer (P.1145 IGM, irrtümlich als P.1045 angegeben, LK: Alpe La Barca) fort. Über mehrheitlich offenes Gelände lässt sich auch die Alpe Rat (P.1226 IGM, LK: Alpe Prer) besuchen, heutzutage abseits der begangenen Pfade. Folgt man hingegen dem offiziellen Wanderweg, so passiert man Cimaaipro (P.1294 IGM) und gelangt via Alpe Aloro wiederum nach Alpe della Colma.

Der wilde Pfad von Alpe La Barca hinüber nach Alpe Giocola ist unterhalten und in bestem Zustand. Die Variante von Alpe Rüsca hingegen in bescheidenem Zustand; sie mündet vor dem Vallone Vigino in den Hauptweg ein. In Cimaaipro zweigen die Reste eines aufgegebenen Weges zu den Ruinen von Alpe Curgei (P.1374 IGM) ab. Von den Ruinen führt ein recht deutliches Wegtrassee zuerst waagrecht, dann absteigend bis zum Rücken vor dem Vallone Vigino, wo eine farblich markierte Route entlang sporadischer Kunstbauten von Giocola zum Gipfel der Colma führt. Auf Höhe der Ruine P.1383 kann man vom Rücken auf deutlichem, aber schmalem Wegtrassee durch wildes und abgründiges Gelände zur Ruine P.1383 selbst gelangen. Um von Giocola zu dieser Ruine zu gelangen steigt man westlich des Vallone Vigino zuerst bis auf die Zielhöhe und traversiert dann das gesamte Vallone anhand roter Farbmarkierungen. Eher der Wegzeichnung der LK entsprechend ist eine Jägerroute von Giocola durch das Vallone Vigino hinauf nach P.1383: Nur anfangs ist ein gutes Wegtrassee vorhanden, später orientiert man sich an den raren Schnittspuren und überwindet Kletterstellen bis II+.

Alpe Camugher  
Alpe Camugher, 3.Mai 2012  
Von Boretta führt eine Fahrstrasse via Alpe Quaggiui bis Alpe Giocola. Diverse unmarkierte und zumeist aufgegebene Wege erlauben dem Wanderer Abkürzungen. Am besten geht man jedoch von der Cattedrale tra i Boschi in Antrogna auf einer guten Mulattiera mit aufgegebenen offiziellen Markierungen nach San Panasia der Alpe Quaggiui. Diese Markierungen setzen sich via Camurè und die Ruinen der Alpe Cimalbosco bis zum Croce del Cavallo fort, wo man zur Colma absteigen kann. Die Verbindungswege von Quaggiui und Cimalbosco nach Cascinolo und La Piana scheinen aufgegeben, das Gelände anspruchsvoll, Details fehlen. Zum Val Bianca ist bisher nichts bekannt.

Oberhalb San Carlo befindet sich die aufgegebene Goldmine Miniera dei Cani. Sie kann zu gewissen Anlässen gelegentlich besichtigt werden. In der Nähe der Mine entspringt der Crotto Rosso (LK: Rio Rosso), ein stark arsen-, eisen- und kohlensäurehaltiger Bergbach, der mit seiner rötlichen Farbe auf sich aufmerksam macht. Zur Mine gelangen heutzutage die meisten Besucher via Cingora, das entweder von Pontegrande via Madonna del Sassello oder von San Carlo via Madonna del Ronco auf guten Wanderwegen erreichbar ist. Indessen ist der Weg von Cingora zur Mine in bescheidenem Zustand, aber markiert. Bequemer ist der ebenfalls markierte Aufstieg auf der historischen Mulattiera von Ronchi di fuori via Alpe Albera. Es lohnt sich vom verschlossenen Stollenmund der Mine der Mulattiera weiter bergan zu folgen, um bei P.1475 auf die Überreste des einstigen Bergarbeiterdorfes zu stossen. Alpe Albera kann auch auf nicht verzeichneten Verbindungspfaden von Vanzone via Alpe Ronchi und Mugnalp erreicht werden. Sie sind alle mindestens inoffiziell markiert.

  Alpe Cortenero
  Alpe Cortenero, 11.Mai 2012
Von Vanzone und von Ronchi di dentro führen offizielle Wanderwege nach Pianezza di dentro und weiter via Alpe Briga und Alpe Motto nach Alpe Asinello. Der alte direkte Pfad von Ronchi di dentro via P.1062 und eine nicht verzeichnete Alp auf ca 1220m ist zwar noch vorhanden, führt aber durch steiles Gelände und ist nicht ganz einfach zu begehen. Die inoffiziellen roten Markierungen beginnen erst bei der Höhenkurve 900m, bis dorthin ist Ortskenntnis vonnöten: Er zweigt auf etwa 840m vom Wanderweg Ronchi di dentro - Pianezza di dentro ab. Schliesslich mündet er in den gelb markierten Pfad ein, der von Alpe Col nach Alpe Briga führt, und zwar in der Mitte des langen Seiles, das den ostseitigen Ausstieg aus dem Tobel des Rio Lasino ermöglicht. (Ronchi di dentro - P.1062 - Alpe Briga oder Alpe Col 1:30, T4+)

In Canfinello beginnt der offiziell markierte Wanderweg nach Alpe Col und Alpe Parela (LK: Alpe Rotela), eine inoffizielle Variante kommt von Croppo herauf. Ab der Ruine P.1164 existieren zwei Varianten. Früher führte der offizielle Wanderweg weiter von Alpe Parela nach La Loccia und zum Passo Marigal am Ursprung des Crotto di Borgone. Diverse Wegweiser zeugen noch davon. Heutzutage ist er ab Parela aufgegeben und vollkommen verkrautet. Lediglich bis zu den Ruinen von La Loccia wird gelegentlich noch gestiegen; indessen führt jedoch der bessere Pfad direkt von Alpe Col zu einem Punkt westlich der Alpe Parela. Begibt man sich in Alpe Col zur Wasserleitung vom Rio Lasino, so trifft man auf die gelbe Markierung nach Alpe Briga, die die Wasserleitung alsbald nach unten verlässt. Folgt man hingegen der Wasserleitung, so überschreitet man mit einigen Kletterschritten bei der Wasserfassung den Rio Lasino und gelangt über einen wenig ausgeprägten Pfad nach Alpe Motto, wobei unterwegs eine weitere Abzweigung nach Alpe Briga passiert wird. Von Parela führt eine rote Markierung auf Trasseeresten zur zerstörten Brücke P.1597 am Rio Lasino und somit nach Alpe Asinello. Verbindungen von La Loccia nach Alpe l'Agarè und nach Alpe Cortenero sind bekannt, Details fehlen bisher.

Alpe Camugher  
Alpe Camugher, 3.Mai 2012  
Um von Borgone nach Alpe l'Agarè zu gelangen, steigt man nicht - wie dies die LK angibt - via P.1202, sondern auf einem nicht immer evidenten Weglein von Borgone östlich zum Crotto di Borgone auf, wo man auf inoffizielle Markierungen trifft, die zur Alp führen. Anfänglich leitet von der Alp ein guter Weg zum westlich vorbeikommenden Bach, doch ist hier jegliche Wegfortsetzung verschwunden, und man müht sich durch nicht einfaches Gelände hinüber zur Alp P.1242, deren Name bisher nicht ermittelt werden konnte. Dabei sind diverse Varianten möglich, auf denen man wiederholt Schnittspuren entdeckt oder verschiedenfarbige (violett, blau, schwarz) Markierungen kreuzt. Die Markierungen leiten indessen alle gegen das freie Gelände zur Alpe Cortenero hinauf. So ist es auch möglich von Alpe l'Agarè direkt zur Alpe Cortenero zu steigen. Der Hauptzugang zur Alp P.1242 erfolgte indessen vom offiziellen Wanderweg Borgone - Saléri - Cortenero, zweigt jedoch nicht bei P.1202 ab, sondern bei der Höhenkurve 1100m. Er ist gut sichtbar, passiert eine Balm und verliert sich kurz vor den Ruinen von P.1242. Wenig höher beginnt die violette Markierung nach Cortenero. Dabei passiert man die interessante Balm Zura.

Die bemerkenswerte Alpe Cortenero mit dem kleinen Bivacco Longa wird meistens auf dem bequemen Weg von Mondelli via Alpe Motto und Alpe Colla erreicht. Ein alternativer Zugang, ebenfalls offiziell markiert, führt von Borgone (oder Ceppo Morelli) via P.1202 durch sehr wildes Gelände in interessanter Routenführung hinauf gegen Saléri, dann jedoch am Ruinenplatz vorbei. Saléri wurde einst direkt auf zwei verschiedenen Pfaden von Prequartera erreicht, die sich nach Alpe Colla fortsetzten. Details fehlen, das Gelände ist augenscheinlich anspruchsvoll.

Über die Zonen von La Preia und Garda ist bisher nichts bekannt.

  Alpe Sonobierg
  Alpe Sonobierg, 25.Juli 2015
Von Borca führt ein offiziell markierter Wanderweg zur gepflegten Alpe Cicerwald. Im oberen Abschnitt wurde er vor einigen Jahren weiter nach Osten ausholend verlegt. Oben am Waldrand, ungefähr in der Mitte zwischen den beiden hergerichteten Häusergruppen, findet man man einen inoffiziellen Holzwegweiser und den Beginn des Weges zur Alpe Torri, P.1921. Er ist recht gut erhalten und mit verblassenden Markierungen versehen. Das Trassee setzt sich - wenig evident - zum von P.2318 herunterkommenden Rücken fort, wo man auf 2100m offenes Gelände erreicht. Die einstige Traverse zur Alpe Meccia ist heutzutage weglos aber ohne besondere Probleme. (Borca - Cicerwald - Torri - Meccia 3:30, T4)

Markierte Wanderwege führen von Staffa und von Alpe Bill nach Alpe Meccia und erst von hier hinauf nach Alpe Sonobierg, wo die Markierung heutzutage endet. Der Abschnitt ab Meccia wird kaum mehr begangen und ist dementsprechend in bescheidenem Zustand. Einst setzte sich die Markierung das kurze Stück zum Monte-Moro-Weg fort. Der Monte-Moro-Weg beginnt ebenfalls in Staffa und führt als gepflasterte Mulattiera bis nach Alpe Bill, oberhalb trifft man auf wenig attraktive Pistentrassees. Die früheren Alternativzugänge zur Alpe Bill sind von Rutschungen betroffen und aufgegeben. Wenig oberhalb P.2090 zweigt der noch erkennbare Pfad nach Galkerne ab. Er setzt sich mit etwas Auf und Ab über den Tannbach fort und ersteigt dann einen sehr steilen Grashang zum Sattel P.2477 am Faderhorn, wo der offizielle Wanderweg Hinderbalmo - Faderhorn vorbeikommt. Kommt man vom Weg ab, so gelangt man in unangenehmes Gelände. Gelingt es, dem meist nicht sehr evidenten alte Trassee treu zu bleiben, so ist der Aufstieg nicht besonders schwierig. Der Zugang von Pecetto di sotto westlich des Tannbachs scheint nicht mehr genutzt zu werden und ist zumindest teilweise verschwunden. (Galkerne - Faderhorn 1:30, T5)

Von Pecetto oder von der Sesselbahnstation in Alpe Burky (LK: Alpe Burchi) führen offizielle Wanderwege durch eine Geländestufe recht interessant zur Wegverzweigung vor Alpe Hobal (LK: Alpe Obal). Rechts gelangt man - offiziell markiert - zum Bivacco Hinderbalmo und weiter via Alpe Fad zum Faderhorn. Steigt man zu den hübsch gelegenen Ruinen von Hobal hinauf, so kann man über ein Band zu den vielen Ruinen der Alpe Roffel weitergehen. Reste alter Weganlagen setzen sich von hier einerseits via Alpe Stenigalchi gegen das Faderhorn fort und führen andererseits um einige Felsstufen herumlavierend wieder hinunter nach Alpe Altestafel. Von der Wegverzweigung unterhalb Alpe Hobal geht man links weiter, überquert den Roffelbach und gelangt an eine neuerliche Verzweigung: Rechts hinauf führen die Reste des nicht mehr unterhaltenen Pfades ins vernachlässigte Rifugio Sella. Links erreicht man in Kürze die schöne Alpe Roffelstaffel und geht auf offiziellem Wanderweg unterhalb der Ruinen der Alpe Jazzi hindurch zur Alpe Fillar, wo nur noch Reste von Grundmauern erkennbar sind. Fillar ist die letzte Alp auf der orografisch linken Seite im Talschluss des Valle Anzasca. Offizielle Markierungen führen von hier zu den Bivacchi Belloni und Marinelli. Über den schuttbedeckten Ghiacciaio del Belvedere gelangt man ohne Gletscherausrüstung zur Station Belvedere der Sesselbahn von Macugnaga. Wenig unterhalb befindet sich das nur im Hochsommer geöffnete Rifugio Città di Saronno.

Ghiacciaio del Belvedere  
Ghiacciaio del Belvedere von Alpe Jazzi, 30.Juni 2014
 
 

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Valle Anzasca - rechts der Anza

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