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Simplon Süd



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Die beschriebene Region umfasst den Schweizer Oberlauf des Val Divedro einschliesslich der Seitentäler.

Zwischbergental  
Zwischbergental von Figina, 27.Juni 2011  
Über die Gebiete zwischen Simplonpass und Wäxel sei auf die Landeskarte verwiesen. - Vom Wäxel, am Eingang zum Laggintal, führt der aufgegebene interessante Pfad des Stepftrittes nördlich des Mälchgrabens nach Mälch und zum Antonius: Vom Wäxel sticht man gerade hinauf und findet den unter hohem Gras verborgenen Pfad, der unter der ersten Felswand, ca 1480m, nach Norden hinaufzieht. Bald begibt er sich auf abschüssigem Band in die Felswand und steigt mittels zweier Kehren unter die obere Felswand, ca 1650m. Von hier folgt er unmittelbar der ausgesetzten Kante des Stepf in sehr bemerkenswerter, gut erhalter Wegführung und erreicht die Heeja Flienu, ca 1710m. Im weiteren Verlauf ist der Weg nicht mehr erkennbar, das Gelände anfänglich noch sehr steil, aber bald gutmütiger. Schliesslich erreicht man die Ruinen des Mälchstafels, ca 1920m, die aufgegebene Militärunterkunft im Mälch und die Kapelle beim Antonius. (Wäxel - Stepftritt - Mälch - Antonius 2:30, T5+)

Vom Bielti führt der bestens hergerichtete Weg zum Biel. Darüber wird er nur noch selten benutzt und vergandet allmählich. Man passiert die Ruinen der Alte Balma, ca 1750m, und der Hewbalma, ca 1800m, und gelangt nach Homatta, das früher auch aus der Üssre Laggin erreicht wurde. Der Weiterweg von hier nach Hosaas am Hüttenweg zum Lagginbiwak ist in noch bescheidenerem Zustand, aber mit verblassten roten Markierungen versehen. Beim Weiterweg zum Biwak lohnt sich die Variante über die Färicha. (Wäxel - Homatta - Hosaas - Färicha - Lagginbiwak 3:00, T4)

Der offizielle Wanderweg aus dem Laggintal zum Lagginbiwak führt via Bidumji und Gärtjini oberhalb der beeindruckenden Wasserfälle des Lusswassers und des Holutriftwassers hindurch. Eine inoffiziell orange markierte Variante führt ab dem Strassenende über einen nicht immer deutlichen, aber doch gepflegten Pfad via Blattutritt, Blattustafel, ca 1920m, und Oberen Blattustafel, ex-P.2068, deutlich kürzer zum Biwak. Eine beschilderte Abzweigung führt zum Elsaloch, eine Ruine unter einem Überhang. Früher ging man von hier weiter via Innre Schwarzwald und den vergessenen Lecherstafel, ex-P.1983, zu den Färicha, Details fehlen. (Laggintal - Blattu - Lagginbiwak 3:00, T3)

  Tschuggi
  Tschuggi, 22.September 2014
Die Route über die Grauhorulicka ist vom Blattjischbode bis Alpa mit gelben Punkten versehen. Ein nicht sehr häufig genutzter Wanderweg (Guggiliweg) führt von der Üssre Laggin via Pästa, Obere Stafel, Alpa, Brichtola und Guggili zur Furggu. Eine noch seltener genutzte Variante führt, inoffiziell rot markiert, ab dem Grosse Stafel via Tschuggi (P.1941), Brich und Obre Brich zur Brichtola. Guggili und Brich wurden einst auch auf direkten Pfaden aus dem Talgrund bei Bielti erreicht, Details fehlen. Das Überschreiten der Laggina stellt aber in jedem Fall ein ernstzunehmendes Problem dar.

Dristul wird auf einem nie in den Karten verzeichneten Pfad von Gsteihüs via Badetscha erreicht. Er wird auch heute noch von den Jägern gepflegt und beginnt vor der Brücke über den Feergrabe, ca 1340m, wo auch ein alter direkter Weg vom Wäxel einmündet. (Gsteihüs - Dristul 1:15, T3) - Der in der aktuellen Landeskarte verzeichnete Pfad vom Bifig (P.1705) wird ebenfalls noch offengehalten, befindet sich aber in schlechterem Zustand. Zudem weicht das freigehaltene Trassee kurz vor Dristul markant von der Kartenzeichnung ab (verläuft höher), so dass eine Begehung von Dristul nach Bifig nicht einfach ist. (Bifig - Dristul 1:00, T4) - Vom einstigen Aufstiegsweg von der Wasserfassung der Laggina beim Wäxelkehr durch den Wengwald sind noch einige Reste vorhanden: Nach Überschreitung des Steges bei der Wasserfassung geht man gleich in den Wald hinauf, traversiert dann aber - sobald gut möglich - auf Wegresten nach Süden zum Rücken vor dem Dristulgrabe. Über den Rücken nur wenige Minuten weiter hinauf, bis er sich heftig aufsteilt. Im sehr steilen Gelände nördlich des Rückens findet man nun Reste einer Weganlage, welche in steilen, kurzen Kehren zu einem Vorsprung auf ca 1520m leiten. Von hier allmählich wieder auf den Rücken und nach Dristul. (Wäxelkehr - Dristul 1:30, T5-) - Von Dristul umgeht man den darüberliegenden Aufschwung nordseits und gelangt zu den flachen, aber vergandenden Weiden von Guete Hais, ca 1800m. Reste einer Weganlage führen von hier durch hohes Gras und Alpenrosenbestände zum Guggiliweg bei P.2056. (Dristul - Guete Hais - Guggiliweg 1:30, T4+)

Figina Undre Bode  
Figina Undre Bode, 27.Juni 2011  
Von der Alten Kaserne führt ein wilder, aber gepflegter Pfad über den Abgründen der Gondoschlucht auf die liebliche Alp Figina. Andere überlieferte Zugänge existierten einst vom Fort Gondo, von der Chatzhalte und von Gluttu am Feerberg. Alle sind verfallen und werden nicht mehr begangen, Details fehlen. Von Mutz kann man problemlos auf Wegspuren auf das Mangji, die flache Schulter ca 2200m im Seehorn-Nordostgrat steigen. Hier beginnt ein Weglein, dass die gesamte Nordflanke des Seehorns unterhalb des Felsaufbaus traversiert. Während die Jäger bis zum Feerberg weitergehen, steigt man über die steilen Wiesen östlich der Schreiendlaui (Tobel von P.2389 nach P.1558) auf, überklettert oben ein Weidemäuerchen, traversiert wiederum auf Wegspuren bis in die Gipfelfalllinie des Seehorns in seiner Nordwand und erreicht über eine plattige und grasige Einbuchtung überraschend einfach den Gipfel des Seehorns. (Alte Kaserne - Figina - Mangji - Seehorn 4:30, T5-/II)

Über den obersten Teil des Zwischbergentals sind keine erwähnenswerten Details bekannt. Über den Zwischbergenpass führt eine alpine Route ins Saastal, über den Passo d'Andolla ein offizieller Wanderweg ins Valle d'Antrona, über die Pässe Pontimia und Monscera ebensolche ins Valle di Bognanco. - Vom Bidemji (LK: Cheller, P.1771) führt ein alter Pfad durch die Felswände hinauf zum Bockfluefärrich, P.2149. Von hier nach Galki führten einst zwei verschiedene Pfade, nämlich der gefährliche Obere Schijatritt und der Untere Schijatritt, Details fehlen. Nördlich des Bockfluefärrichs findet man den Ruinenplatz der Balma (ex-P.2213), derzeit mit einem Container versehen. Über Schafpfade kann man überraschend einfach ins Corbetsch mit dem Balmaseewji steigen, wo sich ein weiterer Färrich befindet. (Bidemji - Bockfluefärrich - Balmaseewji - Balmalicka 3:00, T4-)

  Seilerrichti
  Seilerrichti, 22.September 2014
Von Feiwald führt der völlig waagrechte Gäribilweg ins Gäribil, ex-P.1677 und in deutlich bescheidenerer Qualität via Ofne in die Engi. Dabei ist gleich südlich vom Gäribil eine mühsame Fallholzzone zu überwinden. Über die Rippe bei Ofne führen die nur noch sporadisch sichtbaren Reste eines alten Pfades zur nicht verzeichneten Ruine von Tschiti, ex-P.1928. Auf verschiedenen einsehbaren Routen gelangt man auf breiten Vegetationsbändern durch die darüberliegenden Felszone zu den Ruinen der Seilerrichti, ex-P.2130. Der ab hier in der LK noch verzeichnete Pfad durch die Galiweng ins Gali ist kaum mehr vorhanden, die Traverse aber weitgehend unproblematisch. (Feiwald - Gäribilweg - Tschiti - Seilerrichti - Gali 4:30, T5)

Vom Bielti unterhalb der Engi führt ein offizieller Wanderweg in bemerkenswert bescheidenem Zustand via Grosse Stafel, Gapfji (P.2129) und das Obers Irgili zum Tschawinerpass. Beim Gapfji verweist eine rote Markierung auf den kaum mehr begangenen Pfad via die nicht mehr verzeichneten Ruinen Zerkiti Hittjini (LK: Schiena) nach Alpe Pontimia. - Von der Ameistola führen die vergandenden Reste des Irgiliweges durch wildes Gelände zum Unner Irgilistafel und weiter ins Obers Irgili. Man suche den Einstieg in die felsige Zone, bekannt als Irgilispitz, bei der Höhenkurve 1540m am unteren Ende der Chapfsite. Vom Ausstieg aus der felsigen Zone bis zu den Ruinen ist sehr mühsame Vegetation zu durchqueren; am besten trachtet man danach, möglichst bald den vegetationsfreien Graben unmittelbar nordöstlich des Unteren Irgilistafels, ex-P.1923, zu erreichen. Vom Unteren Irgilistafel folgt man dieser Rinne weiter hinauf (einige Schnittspuren) bis in das offene Gelände vor dem Oberen Irgilistafel, P.2214. (Zwischbergen - Irgiliweg - Unner Irgilistafel - Obers Irgili 4:00, T5-)

Seilbahnreste Brandwald  
Seilbahnreste Baracon (Brandwald), 26.Juni 2011  
Von Rosi im unteren Zwischbergental führen die meist gut sichtbaren Reste einer Weganlage über Unners Alpji bis nach Obers Alpji. Im oberen Abschnitt wird der Pfad schlecht und führt durch sehr steiles Gelände. Einige verblassende Markierungen erleichtern die Orientierung, insbesondere im Abstieg. Der alte Verbindungsweg von hier zu den ehemaligen Goldminen in Camussetta liegt südlich des Bielgrabens unter einem ausgedehnten Erlenmeer. Eine Begehung ist daher derzeit kaum möglich, Details fehlen. Hingegen ist der Verbindungsweg zum Unner Camuschelli dank den Schnittspuren der Jäger weitgehend problemlos. Auch der Weiterweg zur geschlossenen Jägerhütte im Ober Camuschelli ist problemlos, wenngleich die grasige Vegetation etwas in die Höhe schiesst. Beim Bach des Camuschelligrabens, etwas tiefer als die Jägerhütte, findet man die nicht offensichtliche Wegfortsetzung durch eine ausgeastete Erlenschneise nach Cagrande. Verfehlt man die Passage gelangt man in mühsamste Erlenbestände. Auf dem Rücken von Cagrande erreicht man etwas offeneres Gelände: Über Wegreste traversiert man waagrecht gegen den Passo di Monscera, wobei man auch bereits vor dem Pussettugrabe über die Ruinen von Obers und Unners Curtett zur Fahrstrasse der Alp Waira absteigen kann. Alternativ traversiert man bis zum Passo di Monscera, überschreitet ihn und gelangt in Kürze zum gastlichen Rifugio di Gattascosa im Valle di Bognanco. (Rosi - Alpji - Camuschelli - Passo di Monscera 5:00, T4)

  Gondoschlucht
  Gondoschlucht (mit Figina, rechts oben), 27.Juni 2011
Durch den Brandwald führt ein grosszügiger, einst sogar des nachts beleuchteter Saumweg bis zum Lagerplatz Fontaine, 1219m, der Goldbergwerke. Hier zweigt links ein aufgegebener Weg durch sehr steiles Gelände zum Lagerplatz Maffiola, 1242m, ab, von wo man über einen anspruchsvollen Weg durch die Felsen hinauf zur ehemaligen Seilbahnstation Baracon, 1391m, gelangen kann. Dieser Platz wurde einst auch auf direktem Saumweg von Fontaine erreicht, doch ist dieser teilweise verschwunden. Interessanterweise setzt sich der Saumweg ab Baracon wieder in vorzüglicher Qualität fort: Er steigt etwas in den Bielgrabe ab, durchquert ihn und führt dann in grosszügigen Kehren hinauf nach Camussetta, P.1560, einer weiteren in Ruinen liegenden Bergwerkssiedlung mit diversen Stolleneingängen in der näheren Umgebung. Aktuelle Ausgaben der LK zeichnen hingegen den Zugang nach Camussetta direkt von Biel ein, nämlich nordseits des Bielgrabe. Dieser Pfad ist zwar noch erkennbar, doch befindet er sich in bescheidener Wegqualität. Wer ihm folgen möchte, steigt von Biel über den Rücken nördlich des Bielgrabe bis auf ca 1440m auf, traversiert in das südseits gelegene Sekundärtobel, aus dem sehr steil und nicht immer deutlich ausgeprägt zu den Ruinen von Camussetta aufgestiegen wird. Die Fortsetzung des Saumwegs bis in die Zone von P.1758 mit weiteren Stollenlöchern soll sich noch in akzeptablem Zustand befinden. Südlich des Bielgrabe gegen das Obers Alpji hin liegt jedoch alles unter ausgedehnten Erlenbeständen. Ferner führen von P.1560 die Reste eines Weges (Details fehlen) zum Passo Cravariolo (P.1745, Grenzstein Nr.1), wo man zur Alpe di Camona weitergehen kann (s.u.).

Presa-Cima  
Presa-Cima, 25.Juni 2011  
Beim Camunagrabe in Biel beginnt ein nur anfangs noch gut sichtbarer Pfad auf die Tannegga hinauf. Sobald der Rücken erreicht ist, ist von der einstigen Weganlage nicht mehr viel sichtbar. Gelegentlich weicht man vor felsigen Schwierigkeiten wenig in die Flanken aus, wo die eine oder andere Kunstbaute oder Treppe aufwartet. Einst war die Route offiziell weiss-rot-weiss markiert, diverse verblasste Markierungen zeugen noch davon. Schliesslich erreicht man den Passo Cravariolo (P.1745 IGM, Grenzstein Nr.1), wo die waagrechte Querung auf ausgeprägtem, aber von der Vegetation stark bedrängtem Weg über hohen Abgründen zur Alpe di Camona mit dem Rifugio Davide Cerutti ansetzt. (Gondo - Tannegga - Alpe di Camona 3:00, T4-)

Zur orografisch linken Flanke: Von Simplon Dorf oder vom Simplonpass führen markierte Wanderwege zum Alpjerbidi (oder Chastelbergpass). Sie setzen sich vereinigt fort ins Alplerweng und hinab nach Alpjen. Die Routenführung ist interessant und das zu durchquerende Gelände steil, doch ist die Wegqualität durchweg gut. Auf halber Abstiegsstrecke nach Alpjen zweigt eine Jägerroute über ausgesetzte, abschüssige Grasbänder nach Munigstafel ab. Das Alpje wird auf einer mit Fahrverbot belegten Strasse ab der Alten Kaserne via Sistulmatta und Wälschimatta erreicht. Grossteils verläuft ein Wanderweg parallel zur Fahrstrasse. Etwas anspruchsvollere Alternativen führen vom Fort Gondo via Schallbettji (Weg oft schlecht, aber noch erkennbar und rote Markierungen) oder von Ramserna via Presa-Bruciata (Weg meist gut bis akzeptabel, aufgegebener Wanderweg, verblasste Markierungen). Der von Bugliaga via Presa kommende Schmugglerpfad setzte sich einst zur Höhenkurve 1470m des Schallbettji-Pfades fort und ermöglichte so eine durchgehende Route von Trasquera nach Alpjen/Biela. Vom Alpjen führt ein offizieller Wanderweg via Corwetsch nach Alpjerung, von wo man unmarkiert nach Alpe Vallescia weitergehen kann, wo man auf die italienischen Wegmarkierungen, die von Trasquera heraufkommen. Ein interessanter Pfad mit einigen Drahtseilen führt von P.1634 in Alpjen via Fet nach Schwarzi Balma. Im oberen Teil, d.h. ab der Ruine ca 1930m existieren verschiedene Varianten. Hingegen ist die Abzweigung von Fet nach Erblatte aufgegeben und wird nicht mehr begangen.

  Canalone dei Contrabbandieri
  Fruschierwegji (Canalone dei Contrabbandieri), 25.Juni 2011

Von Ramserna führt eine noch gut erhaltene Mulattiera an Presa-d'Fond vorbei nach Presa-Bruciata, Presa-Cima, Locciabella und Corwetsch. Sie war bis vor wenigen Jahren offizieller Wanderweg. Die Markierungen sind noch erhalten, verblassen aber allmählich. Bei den abseits im Gestrüpp gelegenen Ruinen von Presa-d'Fond führt ein nicht einfach zu findender Pfad über ein kühnes Felsband und eine hohe Mauer zur grossen Ruine auf 1270m unterhalb Presa-Bruciata, an der Oberkante der senkrechten Abbrüche nach Gondo. Eine besser erhaltene Weganlage führt zurück zur Hauptroute unterhalb Presa-Bruciata. Beim grossen Gebäude in Presa-Bruciata (einst Umschlagplatz der Schmuggler) zweigt der bereits oben erwähnte Pfad, ebenfalls ehemaliger Wanderweg, nach Alpje ab. Vom Rücken zwischen P.1407 und Presa-Pioda führte einst ein direkter Pfad nach Corwetsch, Details fehlen. Auf der Wiese beim Gebäude von Presa-Pioda zweigen die Reste des undeutlichen, waagrechten Pfades nach Presa-d'Angelo, Ratamia, Guardajola nach Bugliaga ab. Er führt durch abschüssiges Gelände und ist mit Vorsicht zu begehen; bereits kurz nach Presa-Pioda ist eine ausgesetzte plattige Stelle zu überwinden, die bei Nässe heikel ist. In Presa-Cima mündet die von Bugliaga kommende Route via Grenzstein 7A und Guardajola ein. Sie ist - insbesondere in Guardajola und unterhalb von Presa-Cima - nicht sehr ausgeprägt, aber noch auffindbar. Die interessante Querung des Tobels von Greji vollzieht sich auf schmalen Bändern (II). Von Presa-Cima kann man faktisch weglos (einzelne Wegfragmente) zur verzeichneten Ruinen auf ca 1780m hinaufgehen. Rechts der Ruine beginnt ein Weglein, das über ein Band ins Tobel von Greji führt. Nach dem Tobel steigt man steil auf (sporadisch Wegreste) und trifft auf ca 1870m auf die nach links hinaufführenden Reste des alten Weges nach Castell und Alpjerung. (Von oben kommend sehr schwierig aufzufinden.)

In Gondo folgt man dem Stockalperweg Richtung Ramserna bis auf das Dach der ersten Galerie der Simplonstrasse. Man entdeckt rechterhand zwei orange Punkte an den Bäumen. An dieser Stelle sticht man geradewegs in den Wald hinauf und trifft rechts der Schuttrinne auf den Beginn der Drahtseile des Fruschierwegjis, auch bekannt als Canalone dei Contrabbandieri. Die Route wird nicht mehr unterhalten und ist mit Vorsicht zu begehen. Man achte zudem auf Steinschlag. Im Kanal selber existieren diverse klettersteigähnliche Varianten, doch werden alle nicht mehr unterhalten. Der Ausstieg erfolgt durch eine senkrechte Höhle, die mit Baumstämmen und Eisenklammern gangbar gemacht wurde. Schliesslich erreicht man die Terrasse von Gurung, ca 1220m. Von hier setzt sich das Fruschierwegji waagrechte am Fuss der Felsbastion P.1284 entlang und durch das mit Seilen gesicherte Tobel von Greji nach Bugliaga di dentro (LK: Bugliaga, P.1342) fort. (Bei den von diesem Weglein, teilweise mit Seilen gesicherten, nach oben wegführenden Spuren handelt es sich ausnahmslos um Abstiegsrouten der Sportkletterer.) (Gondo - Fruschierwegji - Bugliaga di dentro 2:30, T5+/III-)

Unner Irgilistafel  
Unner Irgilistafel, 16.September 2014
 
 

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Simplon Süd - links der Doveria

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