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Bocchetta di Bòrsgen, R880/R881

[von Moritz Vögeli, 10.10.2007]


T4+

Trotz der Beschreibung in "Alpinwandern Tessin", "Etappe 7: Capanna Cava – Val Combra – Dagro" wird die Bocchetta di Bòrsgen kaum begangen. [Alpinwandern Tessin: Einsame Touren südlich des Gotthards, von Marco Volken, Remo Kundert und Teresio Valsesia. SAC-Verlag, Bern, 2004.] Eine Ausnahme machen die Ziegenhalter der Val Pontirone, die im Herbst ihre Tiere in der Val Combra und Val Madra suchen gehen; diese steigen auf der Nordseite der Bocchetta aber nicht ab, sondern queren die Scèpa [markiert mit aufgestellten Steinplatten, T5+, Stellen II+], um oberhalb des dichten Grünerlenbestandes auf die andere Talseite zu wechseln und weiter zur Sella aufzusteigen. Die im folgenden beschriebene alternative Route ist heute wesentlich einfacher zu begehen als die im Trekkingführer beschriebene und wird von den Einheimischen bevorzugt; der direkte Aufstieg von Albis, der früher einmal rot-weiss markiert war, ist heute kaum mehr aufzufinden.

Aus der Val Pontirone: von Mazzorin in Richtung Alpe di Biasagn, beim Eintritt in den Nadelwald rechts abbiegen, dann zuerst wenig, dann steiler ansteigend hinauf nach Stabiell; bei der Ruine mit dem Pultdach durch eine Waldschneise zuerst gerade hinauf, dann rechtshaltend zum Trümmerfeld von Bòrsgen. Nun der Versuchung widerstehen, über die Blockhalde diagonal aufzusteigen, sondern auf gut gangbarem Weg 200 Meter horizontal ostwärts zum Alpstall von Bòrsgen. Bei der ersten Ruine führt ein Weg [Reste von rot-weissen Markierungen] durch das Trümmerfeld gerade hinauf zu hausgrossem Felsblock mit Quarzader am rechten Rand. Im Gras linkshaltend hinauf auf die Pfadspur, die zum Pass führt.

Die Trümmerebene linkshaltend queren und 30 m absteigen, bis rechts die Wandflucht hinab in Richtung Padella einsehbar ist: unter dieser Wand entlang führen Pfadspuren hinab auf ein kleines, von weitem sichtbares, mit Alpenrosen bewachsenes Plateau [2080 m]. Hier leicht ansteigend über ein kleines Blockfeld, wo im Grünerlendickicht eine Wegspur beginnt, die zuerst horizontal, dann im Zickzack absteigend und zuletzt einer Wandstufe entlang hinab gegen Padella führt; sobald die Ruinen sichtbar werden, nur wenig absteigen und links wieder in die Grünerlen, wo eine Pfadspur zuerst über eine Wandstufe hinab und dann in leicht absteigender Traverse nach Albis führt; hier über die Weiden in nordöstlicher Richtung, wo vom Waldrand an ein gutunterhaltener Weg hinab nach Pulgabi führt.

Aus der Val Combra: Unter dem ersten Haus in Pulgabi durch zum Weg, der 200 m taleinwärts zu einer Brücke und dann steil hinauf nach Albis führt; hier beginnt oberhalb einer Ruine ein Weg hinüber und hinauf nach Padella, in Richtung eines markanten hellen Felsblocks. Nach der Querung eines Blockfeldes steil hinauf zur Alp, die oberhalb und südwestlich der Ruinen erreicht wird; hier gerade hinauf unter eine Felsstufe und dann rechts auf Pfadspuren durch das Grünerlendickicht hinauf auf ein kleines Plateau, von wo Pfadspuren der Wandflucht zur Linken entlang zuletzt scharf linkshaltend zum Übergang führen. [Steinpfeiler im Trümmerfeld, aufgestelle Platte mit Markierung, wo der Abstieg beginnt]. Hier auf Pfadspuren ostwärts, bis entlang eines Blockfeldes im Gras in Richtung eines massiven Quarzzahns zum von weitem sichtbaren Alpstall von Bòrsgen abgestiegen werden kann. Hier auf Weg 200 m westwärts und auf Wegspuren zuerst nur leicht, dann steiler absteigend nach Stabiell und auf gut auffindbaren Weg nach Mazzorin.

Von Albis nach Padella ist der Weg durch den dichten Grünerlenbestand 2008 ausgeschnitten worden, von Padella zum Hochtal nördlich der Bocchetta im Herbst 2009.

In der Neuausgabe des Trekkingführers "Alpinwandern Tessin" von 2009 ist die Route Capanna Cava – Val Combra – Dagro in zwei Etappen aufgeteilt, mit Übernachtung im Rifugio Biasagn, sie beschreibt aber dieselbe Route; weiter fehlt ein Hinweis, dass es nach Trockenperioden beim Rifugio Biasagn kein Wasser gibt [letzter Brunnen in Mazzorin].

[zuletzt editiert am 09.10.2009]



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