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Föpia, R1557

[von Daniel Roth, 09.11.2007]


Die Besteigung der Föpia durch die Südwestflanke ist eine ungewöhnliche, eindrucksvolle und lohnende Tour, die mit der Überschreitung der Cresta della Föpia Richtung Poncione d'Alnasca zu den Muss-man-gemacht-haben-Touren des Tessins gehört! Über etwa 700 Höhenmeter befindet man sich dabei in sehr steilem Gelände, in dem die Wegfindung nicht leicht ist.

Bis zu den pittoresk gelegenen Hütten bei P. 1245 ob Revöira führt ein guter, unterhaltener Pfad. Ab den Hütten werden die Begehungsspuren schwächer, leiten aber noch gut verfolgbar bis in das wenig ausgeprägte Couloir, welches weiter unten bereits gequert wurde. Hier befindet sich ein Wasserspeicher. Wir wählten ab hier den Aufstieg über die leichten Felsen des Couloirs, um uns dann allerdings in unwegsamem Gelände mit dichtem Erlenbestand wiederzufinden. Sicher ist es besser sich auf der anderen Seite des Couloirs hinter dem Wasserspeicher einen Weg empor zu suchen zu der schwach ausgeprägten und bewaldeten Rippe. Von dort kommen nämlich Pfadspuren bis zu einem Steinmann, der in etwa den Durchschlupf durch den ersten Felsriegel markiert. Danach findet man sich in der steilen Grasflanke wieder, die sich dem Besucher des Verzasca-Tals bereits aus der Ferne beeindruckend zeigt. Hier in nordwestlicher Richtung ohne größere horizontale Querungen bis zum Anfang des grasigen Couloirs, welches bis zum Westgrat leitet. Dort ist sicher ein guter Platz für eine Pause, um die Cresta della Föpia und den Poncione d'Alnasca zu bestaunen. Vielleicht hat man auch das Glück, Kletterer in der Südwand des Poncione zu entdecken!

Nun ein kurzes Stück zurück hinab und auf horizontalem Grasband ohne schwierigeren Felskontakt bis unter das von Brenna erwähnte Couloir, welches sich etwa zwischen Gipfel und ostsüdöstlichem Vorgipfel befindet. Die im Führer beschriebene Route ist mit BG, IV bewertet. Die IVer-Stelle kann jedoch umgangen werden: In das Couloir wird dazu nur kurz eingetreten, um es auf einem Gamspfad (steile, felsige Stellen) auf der in Aufstiegsrichtung rechten Couloir-Seite zu einer Terrasse mit ein paar kleinen Lärchen zu verlassen. Dabei kann man sich aus der Ferne vorher an einer Steinformation orientieren, die einem liegenden L ähnelt, welches im unteren Teil von Flechten bewachsen ist. Dann folgt man den Spuren der Gemsen weiter unterhalb einiger Felsen bis Höhe leicht über einen buschbewachsenen Hang und einige leichte Kletterstellen gewonnen werden kann. So wird der blockige Vorgipfel erreicht. Von dort nach kurzem Abklettern in Richtung zu den Hängen, die auf den Gipfel mit Kreuz führen. Der II. Grad muss bei dieser Routenwahl nicht überschritten werden.

[zuletzt editiert am 09.11.2007]



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