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Val d'Agro



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Langes, wenig besuchtes Seitental des Val Verzasca. Es ist im unteren kurzen Teil mit dem Val Pincascia vereint. Eine Fahrstrasse führt bis Pian Vaccaresc (unterhalb Cùgnera).

  Val d'Agro
  Val d'Agro vom Filo delle Sponde, 23.Oktober 2012
Der sehr gute Alpweg führt von Lavertezzo-Verzöö oder alternativ von Pian Vaccaresc über Cùgnera und Cùgnera di dentro bis zur Ponte Forno. Dort verzweigen sich die Wege nach Pincascia und Agro: Der gute Talweg des Val d'Agro führt über Arai nach Agro, wo sich der Pfad nach allen Richtungen verzweigt. Bereits vor der Brücke, nämlich bei der von P.2015 herabkommenden Rinne namens Crosóm, zweigt der in schlechtem Zustand befindliche Pfad nach Guglia ab. Besser geht man bereits ab Arai auf der gut erhaltenen Mulattiera in grosszügigen Kehren nach Guglia; den Anfang dieser Mulattiera findet man im Gestrüpp oberhalb Arai, wenige Meter bevor der Talweg wieder horizontal wird. Von Guglia führten einst Pfade auf die Capa di Bedöi, nach Cortesell - Tòr - Cuneggio und nach Medee di Dros (P.1575) - Alpe Pianca, Details fehlen allesamt. In Agro geradeaus, auf der orografisch linken Seite des Talflusses führt ein nur noch wenig benutzter, aber sehr interessanter Pfad zur Alpe Pianca di Fondo (P.1670). Einst führte von hier ein direkter Weg nach Lignasc, heute ist dies nicht mehr möglich. Der Alpweg setzt sich in bescheidener Qualität durch sehr steile Grashänge nach Alpe Pianca di Cima (P.1853) fort. Von hier gelangt man entweder auf einem von den Jägern offengehaltenen waagrechten Pfad durch Erlenbestände nach Alpe Lignasc di Fondo (P.1839), oder man steigt auf Pfadspuren via Balóm (ex-P.1973) zum Laghetto (P.2085), von wo man über Böis nach Alpe Cuneggio im Val Pincascia gelangt. Schliesslich führen die Reste eines Pfades direkt in das freie Gelände bei Gana Rossa hinauf. (Agro - Alpe Pianca di Cima - Alpe Lignasc di Fondo, 2:30, T4)

In Agro führt auf der orografisch rechten Flussseite ein Pfad nach Fümègn, von wo sich jeweils unterhaltene Pfade durch die Erlenfluren zur Alpe Lignasc und zur Alpe Corte Nuovo hinaufwinden. Diese Alpen sind auch direkt über eine gute Pfadspur via Cadino miteinander verbunden. Von Alpe Lignasc di Fondo führt eine markierte Spur via Alpe Lignasc di Cima (P.1985) in die Bocchetta di Rierna, wo man die Via alta Verzasca kreuzt und ins Val Rierna gelangt. (Agro - Fümègn - Lignasc - Bocchetta di Rierna, 3:30, T3)

Val d'Agro  
Val d'Agro von Cadino, 13.November 2013  
Zurück nach Agro: Halblinks führt der offizielle Wanderweg auf vorzüglichem Pfad via Fornaa direkt zur Alpe Corte Nuovo und weiter nach Mazèr. Von dort leitet eine schwache, aber markierte Pfadspur weiter in die Bassa di Motto, von wo man ins Val Verzasca absteigen kann, oder der Markierung weiter folgend zur Bocchetta di Scaiee gelangt, die den Übergang ins Val d'Efra und ins Val d'Ambra vermittelt. In Mazèr zweigt ein guter, ebenfalls offiziell markierter Pfad nach links ab, der über den Filo delle Sponde (P.2068) zum Corte Bianco (P.2030) traversiert. In Agro zweigen nach links zwei Pfade auf die Alpe Cremenzè ab, nämlich der nördliche Pfad (via Valegg del Tronscia) und der südliche Pfad (via Piano delle Capre, ex-P.1575). Der Weg via Tronscia ist heutzutage der geläufigere, indessen sind beide Pfade nicht besonders ausgeprägt, das gilt auch insbesondere für den Weiterweg bis zum oberen Stafel Corte Bianco (P.2030), der heutzutage am einfachsten auf dem offiziellen Wanderweg via Mazèr erreicht wird. Vom Corte Bianco führen jeweils Trittspuren in die drei Sättel P.2105, P.2143 und P.2135. Von allen dreien gelangt man hinüber ins Val Verzasca. Der Abstieg von ersterem durch das Valegg della Rozzera ist jedoch schwierig. Alte Karten dokumentieren ferner Wege vom unteren Stafel in Cremenzè nach Fornaa und nach Laghetti (Ruine, ca 1840m) - Corte Nuovo. Details fehlen, das Gelände ist jedoch zumindest teilweise offen.

Die Ruinen von Arossa und Cantone dei Bisc werden auf altem Pfad von Forno erreicht: In der Rinne ca 250m südlich von Forno zweigt vom Talweg eine alte gepflasterte Mulattiera ab, die zum obersten Gebäude von Forno (ex-P.911) führt. Sie ist indessen stark überwachsen, so dass es günstiger ist von P.824 einem gepflegten Pfad hierher zu folgen. Hier beginnt der noch gut erhaltene alte Pfad zu den Monti ob Forno. Bei ca 1150m befindet sich eine Verzweigung: Links geht es - nicht immer deutlich und zum Schluss etwas absteigend - nach Arossa, rechts eher ausgeprägt nach Cantone dei Bisc. Diese beiden Monti sind auch durch einen noch schwach erkennbaren Pfad direkt miteinander verbunden. Von Cantone dei Bisc steigt man den Hang ca 30m gerade hinauf, und trifft auf den alten, nicht mehr gut erhaltenen, aber noch sichtbaren Pfad, der durch die Plattenschüsse des Valegg del Frod zu den bemerkenswert gelegenen Ruinen von Scengin (ex-P.1359) traversiert. Diese Traverse ist sehr heikel, da auf den abschüssigen, meist nassen Platten nur winzige Tacche über hohen Abgründen vorhanden sind. Zudem vereisen diese Plattenschüsse im Herbst sehr früh, so dass bereits im September die Route unbegehbar werden kann. Es ist möglich im Valegg del Frod eine etwas höhere Traverse zu wählen, sie ist nur wenig einfacher, aber sicherer. (Forno - Cantone dei Biasc - Scengin 2:00, T6-)

  Alpe Lignasc di Cima
  Alpe Lignasc di Cima, 13.November 2013
Von Scengin führt ein ausgeprägter Pfad horizontal ins nördlich gelegene Valegg del Gropp, durch welches man Corte Bianco (P.2030) erreichen kann, Details fehlen. Der einfachste Zugang nach Scengin führt jedoch von Agro aus: Man folgt dem südlichen Cremenzè-Pfad bis zur Kehre ca 1270m. Hier beginnt ein sanft abfallender Pfad, der das Valegg del Gropp auf ca 1180m quert, und jenseits - gut ausgeprägt - südlich bis um den Sporn, der die Ruinen von Scengin trägt, herumführt. Man verlässt den Sporn absteigend auf schöner Treppe, die vom Cantone dei Bisc aus sichtbar ist. Danach steigt man durch die grasig-schrofige Rinne (Schnittspuren, Treppenreste) und erreicht Scengin von Süden. (Agro - Scengin 1:30, T4+)

Es ist, wegen der Schlucht des Ri d'Agro, nicht möglich diese Traverse direkt von Arai aus zu erreichen. Indessen führen Reste von Kunstbauten am orografischen rechten Ufer von Agro herabkommend bis via-à-vis Arai und setzen sich möglicherweise gegen Scengin fort. Von Forno her führen ebenfalls Kunstbauten entlang des rechten Ufers aufwärts, Details fehlen.

Schliesslich ist bekannt, dass man von Scengin oder Arossa über ein Band auf ca 1800m namens Cantone dei Port in die Südwand der Föpia gelangen kann, und damit die Verbindung nach Valdell und Rozzera herstellen kann, auch hier fehlen Details.

Guglia  
Guglia, 16.November 2012
 
 
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