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Val d'Arbola
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Langes, recht selten besuchtes Seitental der Mesolcina. Eine Fahrstrasse führt von Cabbiolo bis zur Alp de Val d'Arbola. Sie ist mit einem Fahrverbot belegt. Auf telefonische Anfrage erteilt jedoch die Gemeindeverwaltung Lostallo eine Durchfahrtserlaubnis.

Von Caloi an der Fahrstrasse führt ein recht guter Pfad nach Cif (P.1291). Kurz zuvor mündet der bescheidene sogenannte Senté di Grond von Cobi ein. Wenig nach Cif teilt sich der Pfad: Links hinab geht es auf akzeptablen Pfad zum Bacino Val d'Arbola (P.1155), geradeaus auf dem alten Saumpfad erreicht man die Fahrstrasse, kurz vor der Alp de Val d'Arbola. Der schlechtere Alternativzugang via Lombred ist beim Nachbartal Val de Montogn beschrieben.

Der Talweg führt in nicht immer guter Qualität über Mezzana auf die Alp de Poz, wo er links abbiegt und das winzige Hüttlein der Alp d'Egion erreicht. Hier befindet sich eine schlecht sichtbare Verzweigung: Links geht es auf alten Pfadspuren, später weitgehend weglos, zum Schluss durch eine Rinne in die Bocchetta d'Egion (P.2145), die den Übergang ins Val Gamba oder zur Forcola de Strem und nach Italien gestattet. Man kann bei den Weiden von Egion links abbiegen und auf den Westrücken von P.2251 hinauf steigen. Auf etwa 2000m findet man dort schwache Pfadspuren und alte verblasste Markierungen. Sie führen zunächst den genannten Rücken hinauf und beginnen dann durch wildes, nicht einfaches Gelände zur Alp Laghit zu traversieren. Dort wird der Pfad deutlich besser und senkt sich allmählich in die Nähe von P.1992 des Fil de Bon ab, wo der Übergang ins Val de Montogn möglich wird.

Zurück zur Alp d'Egion: Geradeaus gelangt man auf guten und markierten Pfadspuren auf die Weiden von Cressim und zur Bocchetta de Cressim, wo das Val Cama erreicht wird. Man kann den Markierungen folgen, um über die Alp de Sambrog zum Lagh de Cama abzusteigen. Oder man steigt - wesentlich kürzer - direkt über den alten Pfad der Alp de Broieta ab, was allerdings nicht ganz leicht zu finden ist.

Cressim
Im Becken von Cressim, Piz de Gallusen, Piz de Cressim, 8.Oktober 2005

Verbleibt das Hängetal von Gagna Predon: Es ist nicht ratsam, direkt vom Val d'Arbola via Pianc'Agra aufzusteigen. Vielmehr erreicht man Gagna Predon vergleichsweise einfach auf folgender Route: Von der Alp de la Scimetta oder vom Strassenende im Bosch de Cort Nev (P.1281) führen eher gute Pfade auf die Alp de Cisterna. Ein bescheidener, nicht überall leicht zu findender Pfad setzt sich von hier in die Bocchetta de Cisterna fort, die sich zwischen den Erhebungen P.2096 und P.2143 des Fil Gordasc befindet. Von hier steigt man auf Trittspuren etwa 50m ab, und traversiert auf einem bescheidenem Pfad ins Tal von Gagna Predon hinein. Im steilen Gelände kurz bevor man den Grund des Schutttales erreicht, findet man einige hilfreiche rote Markierungen, dies besonders für den Rückweg. Eine zweite, etwas höhere Traversierung ist ebenfalls sporadisch markiert, sie bietet jedoch keine Vorteile. Von der Bocchetta de Brion wird der nicht einfache Abstieg ins Val Cama möglich. Anzumerken bleibt, dass von Cisterna ein akzeptabler und markierter Pfad das Val de Rebolgin quert und bis zu den kaum je aufgesuchten Ruinen der Alp de Vazzola (P.1554) führt. Die Markierung setzt sich von hier gegen Südosten fort. Folgt man ihr aus dem hochstämmigen Wald hinaus, so trifft man auf eine geputzte Pfadspur, die bis in die Mulde unterhalb P.2369 führt, wo die "Via Johann Sebastian Bach" (vgl. Clubführer) ansetzt.


Von den Pässen und Bergen im Grenzgrat zu Italien fällt der überaus markante Pizzo Cavregasco auf, der vollständig auf italienischem Boden steht.

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