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Valle del Cansgell



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Wenig besuchtes Seitental des Val Verzasca.

  Conca di Cansgell
  Conca di Cansgell von Alpe Cansgell, 10. Mai 2007
Der neue Talweg beginnt an wenig offensichtlicher Stelle im Bosco della Motta, gegenüber von Motta zwischen Lavertezzo und Brione. Er führt in recht guter Qualität durch meist wildes Gelände bis auf die Alpe Cansgell. Er ist gelb-blau-gelb markiert. Bei ex-P.768 werden die wenigen Überreste des einst grossen Monti di Sgióf passiert. Zur Überwindung zweier etwa 40 und 70m hohen Felsstufen bei 900m und 1100m sind viele Kunstbauten vorhanden und Drahtseile installiert, deren Verankerung stets zu prüfen ist. (Motta - Monti di Sgióf - Cansgell 3:00, T4+) - Auf der orografisch rechten Talseite verläuft die einstige Strada delle vacche von Piano ins Tal: Man folgt dem markierten Wanderweg Richtung Val d'Orgnana bis auf eine Höhe von ca 940m. An nicht sehr offensichtlicher Stelle verlässt man den Wanderweg und folgt den Resten eines alten Wegtrassees, das in Kürze das wilde Valegg d'Orgnana überquert und die Ruinen von Rovasch erreicht. Bei der obersten Ruine trifft man auf die zunächst ausgeprägte Wegfortsetzung. Man quert aufwärts bis man auf ca 1000m eine erste Rinne (in der Landeskarte eingezeichnet) mit einigen Schwierigkeiten durchquert. Man steigt nicht weiter auf, sondern traversiert, auch mit etwas Abstieg, bis zu einer zweiten Rinne, die ebenfalls in der Landeskarte verzeichnet ist. Man befindet sich hier nun nahe beim Valegg da Cansgell, der sich hier ohne besondere Probleme überqueren lässt. Überquert man ihn, trifft man wenig darüber auf den neuen Talweg von Motta (orografisch links). Der restliche Abschnitt des alten Pfades ist nicht bekannt; gemäss alten Karten steigt er zu P.1226 und quert dann in den Talgrund.

Von der Alpe Cansgell kann man zum Valegg hinabgehen und trifft jenseits eines Steges auf den Beginn des Jägerpfades, der bis zu den Ruinen von Zòtt (P.1842) führt. Dieser Pfad ist in ganz akzeptablem Zustand, und wer ihn mit offenen Augen begeht, sollte ihn auch nicht verlieren. Er verläuft im wesentlichen auf dem Rücken unmittelbar nördlich der Rinne, die sich in der Landeskarte auffällig von Zòtt (P.1842) nach Nordwesten absenkt. Auch von oben kommend lässt sich der Pfad einigermassen gut ausmachen. Sporadische Reste eines Wegtrassees führen weiter nach P.1976, wo die Verbindung mit dem Val d'Orgnana hergestellt wird.

Von den Hütten der Alpe Cansgell holt man etwas nach Westen aus, und steigt auf die über den Hütten stehende Anhöhe mit zwei markanten aufgeschichteten Steintürmen. Hier beginnt der nur mässig ausgeprägte Pfad nach Alpe di Sgióf. Auf der Anhöhe östlich der Gebäude trifft man sodann auf den offiziell markierten Wanderweg von Ganne über Piano del Vald - Sgióf - Motarüch - Corte di Starlaresc zum Passo Deva. Der in der Landeskarte verzeichnete direktere Pfad von den Gebäuden in Sgióf über P.1816 gegen Motarüch ist nur noch rudimentär vorhanden, weist aber verblasste weiss-rot-weisse Markierungen auf. Weitere Informationen zur Zone um Corte di Starlaresc findet man beim Val Verzasca. Geht man von den Hütten in Sgióf nach Westen gegen P.1845, so wird der aufmerksame Berggänger auf die Reste des Wegtrassees aufmerksam, das sich - mit alten verblassten Markierungen versehen - über Zott und die Hütte in Fornee zum Passo di Nimi zieht, wo der Übergang ins Val di Gei (Vallemaggia) möglich wird.

Die beiden offiziell markierten Zugänge nach Alpe di Sgióf von Brione aus sind beim Val Verzasca erwähnt. Bei den Gebäudesignaturen in der Costa di Bedöi (ca 1480m, 704880/124950) handelt es sich um einen kartografischen Fehler.

Alpe di Sgióf  
Alpe di Sgióf, 25. Juni 2015
 
 
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