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Val di Cavaglio



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Ausgedehntes linkes Seitental zum Valle Cannobina. Sehr selten besucht, in dementsprechend schlechtem Zustand sind alle Wege. Die einst am meisten benutzte Mulattiera des Tales verlief S.Agata - Monti Biessen - Napianca - Lavarnoni - Arnè - Bigiogno - Arnascio. Die zum grossen Teil noch vorhandenen Kunstbauten und die erhaltene Steinbogenbrücke über den Talfluss in Bigiogno zeugen vom einstigen Ausbaustand und der Grossviehtauglichkeit dieser Route. Im obersten Talkessel, in Pianone, befindet sich das Bivacco Ielmoni. In Rombiago steht das mit Schlüssel zugängliche Rifugio Zabò. Das private Rifugio Le Biuse steht in der Regel nur Pfadfindergruppen offen. Die von Cavaglio via Monti Olzeno hierher führende Fahrstrasse ist ab Gurrone mit einem Fahrverbot belegt. Über die Bocchetta del Fornale oder den Gridone gelangt man anspruchsvoll ins benachbarte Centovalli.

  Val di Cavaglio, Gridone
  Val di Cavaglio, Gridone, 28.März 2012
Das Tal ist bisher nur unvollständig erkundet. Folgende Informationen sind bekannt: Der von Cavaglio orografisch rechts ins Tal hineinführende Pfad ist bis zur Häusergruppe um P.831 zumeist gut aufzufinden, von guter Qualität und blau/rot markiert. Die blaue Markierung führt weiter nach Monti Olzeno. Die rote führt hingegen gegen den Talhintergrund, doch war offenbar der Markierer ob des wilden Tobels zwischen P.763 und P.831 dermassen entsetzt, dass er im Tobel selbst keine Markierungen setzte. Tatsächlich ist die Querung recht heikel und erfordert Vorsicht. Nach dem Gebäude P.763 wird der Weg undeutlicher. Man wird ihn mehrfach verlieren, man orientiere sich mittels Landeskarte und Höhenmesser und wird ihn genau sooft wiederfinden. Schliesslich erreicht man die Gebäude von P.999 in Le Biuse (Cavaglio - P.763 - Le Biuse/P.999 3:00, T5). Im nordöstlichen Eck der Wiese von P.999 findet man ein gut erhaltenes Wegtrassee, das allmählich absteigt. Dort, wo es sich verliert findet man die Fortsetzung noch etwas tiefer. Schliesslich verläuft es waagrecht oder leicht ansteigend zu den Ruinen einer Alp, von denen in der LK lediglich ein Gebäude auf ca 940m, auf halber Strecke zwischen Le Biuse/P.999 und Arnascio, verzeichnet ist. Der Weiterweg in den Talhintergrund
ist ab hier (bisher) nicht bekannt. Es ist anzunehmen, dass zumindest jenseits von Arnascio die Verhältnisse anspruchsvoll sind. Jedenfalls wird im Bivacco Ielmoni in Pianone ausdrücklich davor gewarnt, ins Val di Cavaglio abzusteigen.

In S.Agata, das dienstags, donnerstags und freitags am Vormittag von einem Bus ab Cannobio bedient wird, hat die alte Mulattiera ins Val di Cavaglio ihren Ausgang: Man folgt dem offiziell markierten Wanderweg über S.Luca nach Monti Biessen, wo derjenige von Cavaglio nach Rombiago erreicht wird. Nördlich der Häuser P.858 von Monti Biessen findet man den Beginn der mit roten Farbmarkierungen ausgestatteten Mulattiera vor, die zumeist in guter Qualität via Napianca - Lavarnoni - Arnè nach Bigiogno führt (S.Agata - Bigiogno 3:30, T3). Die in Napianca kreuzenden Wege sind nicht mehr erkennbar. In Lavarnoni mündet eine andere Mulattiera ein, die mit älteren, verblassten roten Markierungen ausgestattet ist; sie setzt zwischen der Brücke P.440 und P.652 am Wanderweg Cavaglio - Monti Biessen an. Zwischen Arnè und den einst stattlichen Gebäuden von P.899 (schöner Zeltplatz, gefasste Quelle) zweigt der ebenfalls markierte Pfad nach Scierzedell ab (Details fehlen). Wenig vor Bigiogno nimmt man die überwachsene Abzweigung nach Sedrugno wahr. Überraschenderweise setzt sich die Mulattiera in gleichbleibender Qualität auch nach Bigiogno fort: Sie führt hinab zur schönen Steinbogenbrücke über den Ri di Cavaglio (P.802 IGM) und hinauf zur oben erwähnten Alp auf ca 940m. Vermutlich setzt sie sich bis nach Arnascio fort.

Auf den alten Karten (SLK, IGM) sind viele Verbindungswege zwischen den Alpen des Talhintergrundes eingetragen, so beispielsweise Arnascio - Spoccia, Arnascio - Bagella, Sedrugno - Arnascio, Sedrugno - Calagno - Bagella, Margarone - Calagno, die allesamt noch auf ihre Erkundung warten.

Bigiogno  
Bigiogno, 28.März 2012
 
 
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