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Val Combra



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Wenig besuchtes Seitental des Val Malvaglia. Eine mit Fahrverbot belegte Fahrstrasse führt bis über den Diga di Val Malvaglia und durch einen Tunnel. Man parkiert daher bereits vor der Stauermauer.

Val Combra
Val Combra, Cusnìch, 13.September 2010

Wenige Meter nach dem Tunnelmund zweigt vom Talweg nach rechts ein Pfad ab, der über Ciüéi in den Guald de Guéd führt, wo er sich mit einem anderen Pfad von Combra vereinigt. Der Pfad ist zumeist nur schwach ausgeprägt oder verschwindet ganz, man hält sich im wesentlichen an den Rücken. So gelangt man zur geschlossenen Jägerhütte, 1788m und zu den Ruinen der Alpe Gruesca, 1840m. Ein Aufstieg von Pianezzo ist ebenfalls bekannt. Von Gruesca kann man auf die Cima di Biasagn oder in die Forcula di Biasagn (P.2282) weitergehen, wo der Abstieg ins Val Pontirone möglich wird (siehe SAC-Clubführer), oder auf dem ehemaligen Weg oberhalb Drus nach Alpe di Pulgabi oder Albis hindurchgehen (vgl. alte Landeskarte). Die Jäger halten die Route offen, Details fehlen jedoch. Von den Ruinen in Gruesca führt ein guter Pfad waagrecht ins Val Biasagn. Er setzte sich einst nach Colman fort, doch ist er heute verschwunden. Auch wenn von den Jägern eine Route leidlich freigehalten wird, erfordert die Routenführung einen ausgeprägten Spürsinn. Insbesondere der Eintritt in das Tobel, welches westlich des Pizzo Muncréch herabkommt, ist nicht einfach. Man suche den Durchschlupf auf ca 1700m. In Colman trifft man auf den teilweise überwachsenen Pfad von Muncréch.

Alpe Gruesca
Alpe Gruesca, 12.September 2010

Folgt man dem Talweg, so gelangt man auf Höhe Combra an eine Abzweigung, die zu den Hütten vom Combra hinüberführt und in Sponda d'Altrera endet. Der Talweg führt in guter Qualität weiter nach Cusnìch. Bei der Häusergruppe von P.1443 findet man die alte Abweigung nach Paradìs di Cöcc: Anfangs ist der Weg gut, wird aber rasch schlechter, und verliert sich ab 1600m komplett. Vor vielen Jahren wurde über den Rücken, auf welchem weiter oben die Ruine von Paradìs di Cöcc steht, abweichend von der ursprünglichen Weganlage eine Route ausgeastet. Es ist ratsam diesen alten Schnittspuren zu folgen und direkt zur Ruine auf ca 1870m hinaufzusteigen. Über der Ruine befindet sich eine Felswand, man steigt etwas ab und überwindet die Wand von Osten her (Kunstbauten). Unter P.2081 befindet sich eine zweite Wand, man traversiert daher auf 2000m waagrecht nach Osten und gelangt von Süden durch steiles Gelände auf den Ostrücken von P.2081 (Wegreste). Bei P.2081 befindet sich Gipfelkreuz und -buch, bei P.2006 (Sella) die Ruine eines grossen Stalls und der Beginn des einfachen Abstiegs ins Val Madra.

Folgt man dem guten Talweg weiter, so gelangt man nach Alpe di Pulgabi. Nach links zweigt ein schlechter, zunehmend überwachsener und schlecht zu findender Pfad über Santera in die Sella ab. Ein anderer Weg stieg nach Spondone an, um von dort in die Alpe Caldözz zu queren. Die Überreste dieser Weganlage sind teilweise noch sichtbar, die Begehung jedoch mühsam. In Pulgabi führte ein Weg nach rechts über Piotta in den Sattel P.2328. Auch hier finden sich heute nur noch ausgedehnte Erlenbestände. Ein anderer noch vorhandener und wieder gepflegter Pfad führt nach Albis (LK: Albi), wo ein Gebäude wiederaufgebaut wurde. Auch der Weiterweg nach Padella wurde ausgeastet und ist nun wieder gut zu begehen. Einst zweigte in Tröisc die markierte Route ab, die auf die Bocchetta di Bòrsgen hinaufführte, sie ist heute verbuscht. Stattdessen geht man heute nahe Padella vorbei um auf die ins ins Val Pontirone leitende Bocchetta zu gelangen. Diese Route wurde im Herbst 2009 geputzt, Details zur Begehung hier. Von Padella aus kann man durch Erlen die offenen Hänge von Coronelle erreichen. Steht man indessen in der Bocchetta di Bòrsgen und möchte in den Hintergrund des Val Combra gelangen, so ist es vorteilhaft P.2417 (Scèpa) zu überschreiten (Stellen II+) oder nordseits zu traversieren (Stellen II+), um danach die Ganne delle Coronelle zu erreichen.

Zurück zum Talweg in Pulgabi: Er führt in mehrheitlich akzeptabler Qualität auf die Alpe di Caldözz, das im Sommer einige Wochen bewohnt ist. Von hier leiten markierte Pfadspuren in den Passo del Ramulazz, der den Übergang ins Val Calanca ermöglicht. Eine ebenfalls markierte Variante der Pfadspur führt auf die Bocchetta di Caldözz, von wo ins Val Madra abgestiegen werden kann. Ferner unterhält ein Jäger einen Weg von Caldözz hinab zum Talbach (Querung oberhalb eines Wasserfalls, Seil auf der Nordseite) und hinauf nach Padella.
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