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Val d'Efra
 



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Kurzes, nur in der Hauptsaison häufig besuchtes Seitental des Val Verzasca.

  Val d'Efra
  Val d'Efra von Corte di Sotto, 12.November 2013
Der gute Talweg führt von Frasco über Mont Val d'Efra, Montada und Alpe dell'Efra zum Lago d'Efra und weiter zur Capanna d'Efra. Nach der Alpe dell'Efra zweigt eine Abkürzung direkt zur Capanna ab. Sowohl vom Lago als auch von der Hütte führen direkte Pfade auf den Passo Gagnone, der einen guten Übergang ins Val d'Ambra erlaubt. Auf der Passhöhe zweigt eine gute und markierte Pfadspur ab, die auf die Bocchetta Scaiee leitet, von wo man ins Val d'Agro gelangen kann. Eine andere weniger gute Pfadspur führt vom Passo Gagnone zur Bocchetta della Gana und unter der Cima d'Efra hindurch zum Übergang P.2493, wo man zum Passo del Rampi und ins Val Marcri sowie ins Val Nèdro gelangen kann. Von der Capanna d'Efra führt eine schwache Trittspur durch unübersichtliches Gelände direkt in die Nähe der Bocchetta della Gana. Vom Sattel P.2493 leiten Trittspuren auf die benachbarten Gipfel des Basal und der Cima d'Efra. Einige schwache Trittspuren lassen sich auch von der Capanna d'Efra zur Ruine von Crestone ausmachen. Die Via alta Verzasca führt über einen guten Pfad von der Capanna d'Efra zu den Ruinen von Furnà und weiter auf den Gipfel des Pizzo Cramosino.

Zur orografisch rechten Talflanke: Von Frasco gelangt man auf gutem markierten Pfad via Sèrt di Dentro und Aghieróm nach Coo der Prèda, 1472m. In Sèrt di Dentro gibt es eine Abzweigung zum Steinbruch von Benasc, wo in früherer Zeit weisser Marmor abgebaut wurde. Einst existierten zwei weitere Wege: Derjenige an Genestréd und Sèrt di Fuori vorbei ist noch vorhanden und inoffiziell markiert. Bei den Gebäuden von Coo der Prèda auf 1472m zweigt die recht gut erhaltene einstige Strada delle Vacche über Pianchetta nach Costa di Fondo (P.1719) ab: Sie wird erst zum Schluss etwas undeutlich; dennoch erreicht man ohne weitere Probleme die schöne aufgegebene Alp von Costa di Fondo (P.1719). Der Weiterweg auf die Alpe dell'Efra ist nur noch teilweise sichtbar, dabei ist es notwendig bis auf eine Höhe von 1840m anzusteigen.

Oberhalb des Stalles von Coo der Prèda, auf einer Höhe von etwa 1530m, zweigt nach links der interessante Pfad ab, der durch unübersichtliches Gelände zur Ruine von Pianchina führt, wo man weglos nach Pampinèd weitergehen und ins Val Vegornèss überwechseln kann.
Cima di Nèdro  
Alpe dell'Efra mit Cima di Nèdro, 3.November 2009
 
 
Auf dem akzeptablen Hauptpfad bleibend, der entgegen den Angaben auf der Landeskarte erst auf dem Rücken von Brüsee Höhe gewinnt, passiert man auf 1770m die Abzweigung zu den Ruinen von Corte di Sotto (Curzutt): Das Trassee ist noch erhalten, wird aber nicht mehr begangen. Erstaunt nimmt man in Corte di Sotto rund ein Dutzend Ruinen zur Kenntnis, die nicht in der Landeskarte vermerkt sind. Es ist möglich, von hier waagrecht nach Costa di Fondo (P.1719) zu traversieren, die Weganlage ist jedoch nur ganz am Anfang erhalten. Von den Ruinen kann man markant östlich ausholend auf deutlichen Wegresten auch wieder zum Wanderweg hinaufsteigen, den man wenig vor Corte di Mezzo der Alpe della Costa erreicht, wo das Rifugio Costa steht. Dabei ist jedoch eine Steilstufe mit eingestürzten Kunstabauten zu überwinden (3m T5).

Auch vom Rifugio ist eine Verbindung nach Costa di Fondo (P.1719) bekannt, sie schlängelte sich auf offensichtlicher Route zwischen den felsigen Zonen hindurch; von der Weganlage selbst ist jedoch kaum mehr etwas erhalten. Der Hauptpfad setzt sich ab dem Rifugio in bescheidener Qualität bis Corte Laghetto fort, wo er sich verzweigt: Links gelangt man auf schwacher Trittspur mit sporadischen roten Markierungen auf die schönen Terrassen unterhalb der Madom Gröss und auf diese selbst. Nach rechts weist eine neue weiss-blaue-weisse Markierung auf einen alten Pfad, der die felsige Rippe der Costa auf interessanter Route überquert und bei den Ruinen von Furnà die Via alta Verzasca erreicht, und somit die Verbindung nach Efra herstellt. (Rifugio Costa - Capanna d'Efra, 2:15, T5-)

Schliesslich ist es möglich von Laghetto (oder vom Rifugio Costa) waagrecht durch die Zone In Cima al Valaa nach Pampinèd zu traversieren. Einige Wegreste sind erhalten, insbesondere im abschüssigen und sehr exponierten Abschnitt von In Cima al Valaa. Die Begehung bleibt dem Experten vorbehalten. Der gewöhnliche Zugang nach Pampinèd ist beim Val Vegornèss beschrieben. (Rifugio Costa - Pampinèd, 1:30, T6-)

Anzumerken bleibt, dass die Siegfriedkarte von 1867 direkte Pfade von Mont Val d'Efra und von Sprügh der Montada nach Costa di Fondo (P.1719) wiedergibt. Hierzu ist nichts bekannt, das Gelände ist anspruchsvoll.

  Costa di Fondo
  Costa di Fondo (P.1719) von Corte di Sotto, 12.November 2013
Auf der linken Talflanke führt ein guter Pfad von Frasco über Ovich nach Mater (P.1683). Ab dem Rustico auf ca 1400m wird er undeutlicher, ist aber durchgehend erkennbar. Giuseppe Brenna hat diese Route schon bis auf den Gipfel der Scaiee fortgesetzt (anspruchsvoll, siehe SAC-Clubführer).

Mater ist auch von Gerra erreichbar: Zwei verschiedene auf der Landeskarte verzeichnete Pfade führen von Gerra nach Mont da Rocch bzw. Covozza. Der südliche ist im Umfeld einer aufgegebenen Villa und im darüber liegenden Erlenmeer wegen diverser Verzweigungen eher schwierig zu verfolgen. Mont da Rocch und Covozza verbindet ein guter gepflegter Pfad; entweder klettert man über grosse Blöcke durch das Bachbett des Riale dei Sassi oder man traversiert von Covozza her - durch eine felsdurchsetzte Steilflanke mit Wegresten - in den Grund des Valegg dei Sassi hinein. Oberhalb des orografisch linken Ufers des Riale dei Sassi findet man die teilweise zugewachsene Weganlage, die über eine Steilstufe hilft und gegen die eindrückliche Spalte des Valegg dei Sassi führt. Unter einer hoch oben in den Felsen aufgehängten Wasserleitung (für Mont da Rocch) überquert man den Riale und gewinnt sodann in einer Rinne mit Resten von alten Drahtseilen (einer Seilbahn o.ä.) an Höhe. Oben verlässt man diese Rinne nach rechts und trifft auf ein recht gut erhaltenes Wegtrassee, das in komplizierter Routenführung, zum Schluss in einer Querung nach Westen die Rippe erreicht, über welchen die Wegreste zur Ruine der Alpe Sassi, 1423m, ansteigen. Die Rippe wird noch 40 Meter weiterverfolgt, bis man zu einer aufsteigenden Querung nach Norden ansetzt (vereinzelt Mauern und Treppenreste, Schnittspuren). Auf 1500m erreicht man das Couloir, welches direkt nach Mater hinaufführt, einer Felsstufe wird dabei durch ein nördliches Parallelcouloir ausgewichen (Treppe).

Von Covozza führt ein anderer, teilweise wenig deutlicher Pfad auf eindrücklichem Band sehr ausgesetzt durch eine hohe lotrechte Felswand hindurch (Drahtseile, Geländer, alte Brückenkonstruktion) nach Costoregna. Das einst hergerichtete Rustico ist aufgegeben und verfällt. Für den Weiterweg über Pie nach Alpe del Mött siehe beim Val Mött. Vom Rustico kann man geradeaus weitergehen und erreicht durch mannshohen Farn hindurch die Ruinen bei P.1235. Auf den steinernen Türbalken sind die Jahreszahlen 1784 und 1787 eingemeisselt. Ein Weiterweg nach Monte di Val Mött ist bekannt, Details fehlen.


Sentiero Costoregna  
Sentiero Costoregna, 25.Oktober 2009
 
 
Weitere Fotografien I

Weitere Fotografien II

Weitere Fotografien Mater, Costoregna


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