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Val Grande e Valle di Chiegg
 



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Steiles und kurzes, wenig häufig besuchtes Seitental des Vallemaggia. Das Val Grande verzweigt sich im oberen Bereich in die zwei Quelläste Valle di Chiegg und Val Teia. Eine mit Fahrverbot belegte Strasse führt von Gordevio bis Archeggio. Es wird von den separat beschriebenen Tälern Val di Gei, Valle del Ria Grande, Val d'Orgnana, Valle di Corippo und Valle di Mergoscia begrenzt. Die von Gordevio gegen Archeggio führende Fahrstrasse ist mit einem Fahrverbot belegt.

Valle di Chiegg  
Valle di Chiegg (von Chegg, Val Nocca), 16.November 2013  
Ein offizieller Wanderweg führt von Gordevio via Dömna - Ör - Mergozzo - Alpe Pizzit - Cangello bis in die Bocchetta di Orgnana. Ebenfalls offiziell markiert sind die Verbindungen von Brunescio nach Pizzit, vom Rifugio Nimi nach Pizzit und von Cangello zum Passo del Lupo. Über die Gipfel im Talschluss führt die Via Alta Vallemaggia. Die übrigen Pfade im Tal sind zumeist in akzeptablem bis gutem Zustand.

Von Gordevio gelangt man via Archeggio - Al Flecc (ex-P.780) - Chimoi (empfehlenswerter) oder Roncascio - Salvabella - Dömna (gebräuchlicher, etwas kürzer) auf guten Pfaden nach Ör. Hier tritt man in die verwüstete Zone des Waldbrandes vom April 2002 ein und durchquert sie auf neuem Wegtrassee nach Mergozzo mit seinen vielen, erstaunlich lieblos hergerichteten Häusern. Bereits in Chimoi (und nicht in Prato Nuovo, P.852, wie von der Landeskarte behauptet) beginnt der inoffiziell markierte Pfad nach Chignolè. Er setzt sich - undeutlich, aber weiterhin rot markiert - durch Ginsterbestände nach Pisciola fort, wo man ins Gebiet des Val di Gei eintreten kann. Von Pisciola kann man auch auf steilen Wegresten über den Rücken zu P.1463 hinaufsteigen, wo der gute Pfad Brunesio - Chignö - Mergozzo hindurchkommt.

Die alte Mulattiera von Al Flecc (ex-P.780) durch die Zone Pianescio und unterhalb Pisciola hindurch nach Brunescio wird zwischenzeitlich wieder unterhalten: Von Al Flecc bis Pianescio wurde ein grosszügiges, neues Trassee erstellt. Bei einem Boden zieht dieses Trassee waagrecht nach Westen zu einer Wiederaufforstung, wo es abrupt endet. Man muss bereits beim Boden recht abbiegen, was schlecht erkennbar ist, in Kürze aber in die gemähte alte Mulattiera übergeht. Auf dem Rücken von Pisciola angelangt, gewinnt man noch etwas Höhe und schwenkt dann auf das bald ersichtliche, deutliche Trassee ein, das nach Brunescio führt. (Al Flecc - Pianescio - Brunescio 1:30, T3)

Bei der Steinbogenbrücke P.805 auf halber Strecke von Dömna nach Ör beginnt der gute Pfad via Cortascia und Preda Piana (ex-P.1038) nach Cortasell. Er setzt sich - in etwas bescheidenerer Qualität - bis auf die Alpe di Chiegg fort, von wo man auf gutem waagrechten Weg wiederum nach Mergozzo gelangen kann. Sowohl unmittelbar nach der Steinbogenbrücke, als auch beim ersten Gebäude beginnt ein schmaler, wilder, aber unterhaltener Pfad, der das Val Teia durchquert, um nach Teia zu gelangen. Unterhalb von Cortascia, bei ex-P.711, befindet sich eine Ruine auf dem Rücken zwischen Valle di Chiegg und Val Teia, über deren Zugang bisher nichts bekannt ist. Bei P.878 zweigt der alte Weg nach Tornadù ab, zwar sind noch Schnittspuren und Trasseereste erhalten, doch wird er nicht mehr begangen. Der Besitzer der neuen Blockhütte bei ex-P.1059 hat hingegen den von der auffallenden Kehre ex-P.918 in Cortascia herführenden alten Pfad vorzüglich hergerichtet. Beim Rücken vor der Blockhütte weist eine alte gelbe Markierung auf ein vollständig überwachsenes Wegtrassee, das zu den Ruinen P.1121 führt. Früher konnte man von hier via Piancot bis auf die Alpe di Chiegg weitersteigen.

  Spluga di Sopra
  Spluga di Sopra, 1.November 2013
Teia wird hauptsächlich auf dem in gutem Zustand befindlichen orografisch linken Talweg des Val Grande erreicht. Bis zur Kapelle ob Malanot, ca 620m, wird er von einer offiziellen Markierung begeleitet, die via Pii und Piano ins Valle del Ria Grande führt. Eine alternativer Pfad leitet von Pii waagrecht nach Teia. Nur wenig unterhalb des Talweges liegen die Ruinen von Malanot im Kraut. Von Teia führen verschiedene Wegreste gegen den Talhintergrund des Val Teia. Einer davon führte bis zur Ruine von Costa Bella, ex-P.1514. Zuletzt wurde diese Alp allerdings aus dem Valle di Mergoscia via Pass P.1657 erreicht: Dazu steigt man zuerst wenige Meter gegen die Cima della Trosa auf, dann zu den obersten Lärchen hinab und folgt schliesslich einer Abfolge von Geländeterrassen mit Wegfragmenten und Schnittspuren. Alternativ gelangt man von Alpe Faeda via P.1636 weglos und etwas mühsam nach Costa Bella. (P.1657 - Alpe Costa Bella 0:45, T4)

Zurück nach Mergozzo: Auf dem guten nach Chiegg führenden Pfad gelangt man vor dem Ri di Chiegg an eine Verzweigung. Ein Pfad ob dem orografisch rechten Ufer führt an Spluga di Sotto (P.1570) vorbei ins sehenswerte Spluga di Sopra (P.1682), dessen Gebäude in eine natürliche Höhle integriert wurden. Einige verblassende rote Pfeile helfen den Pfad hierher besser aufzufinden. Diese Markierung setzt sich zwischen Erlenzonen hindurch nach Cangello fort. Reste von Pfaden führen von den beiden Spluga zur grossen Stallruine und zur geschlossenen Jägerhütte der Alpe di Corbella. Sie werden nur rudimentär freigehalten. Besser geht man vom Rücken nördlich der Alpe di Chiegg auf einem inoffiziell markierten undeutlichen Pfad hinauf nach Corbella. Eine rot markierte Weganlage führt von Corbella in den Passo del Lupo. (Mergozzo - Alpe Chiegg - Alpe Corbella - Passo del Lupo 2:15, T3)

In Alpe di Pizzit teilt sich der offizielle Wanderweg. Ein Ast führt nach Cangello, der andere nach Alpe di Valaa. Die Verbindung von der Ruine Costa della Motta nach Cangello ist ebenfalls offiziell. Hingegen ist der direkte Verbindungspfad von Cangello nach Alpe di Valaa aufgegeben. Verschiedenfarbige Markierungen weisen jedoch nach wie vor die Route. Schliesslich führen Reste von Pfaden von Pizzit in die beiden Spluga.

Kapelle Malanot  
Kapelle Malanot, 30.Oktober 2013
 
 
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