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Val d'Isone

 


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Vom Vedeggio durchflossenes, bewohntes Tal. Es grenzt im Osten an das Valle Morrobia, im Süden an das Val Colla und gabelt sich in die beiden Quelltäler Valle di Caneggio und Val di Serdena auf.

Val di Serdena  
Val di Serdena von Travorno Maggiore, 21.Dezember 2014
 
 
In den Quelltälern befindet sich der Waffenplatz Isone, der die Tourentätigkeit markant einschränkt. Der Waffenplatz umfasst die Zone von der Kaserne bis zur Alpe di Corgella im Valle di Caneggio resp. bis zur Alpe di Serdena im gleichnamigen Tal einschliesslich der gesamten Nordflanke des Monte Bar. Zeitweise nicht zugänglich sind ferner die Zonen nordwestlich des Caval Drossa bis hin zur Cima di Lago an der Gola di Lago. In der Regel ist der Zugang zum gesamten Gelände des Waffenplatzes samstags und sonntags sowie an allen Tagen im August uneingeschränkt möglich. In Zweifelsfällen erteilt die Kommandantur des Waffenplatzes weiterführende Auskunft. Beschrieben sind hier nur jene Zonen und Routen, die ein gewisses alpinistisches Interesse aufweisen. Die Fahrstrasse von Isone bis Cima di Dentro ist stets frei befahrbar, die Weiterfahrt bis Monti del Tiglio am Wochenende und im August toleriert. Die übrigen Fahrstrasse im Tal sind abgesperrt.

Von Isone führt der offizielle Wanderweg via Recalmo nach Cima di Dentro, wo man an die Grenze des Waffenplatzes stösst. Man kann nun der Gemeindegrenze Isone/S.Antonino resp. Isone/Cremorasco auf Wegspuren folgen, die auch die Begrenzung des Waffenplatzes darstellt und so - auch bei Schiessbetrieb - den Beginn des Wanderweges am Monte del Tiglio zum Rifugio Cremorasco erreichen. Wenig nach P.1120.8 zweigt das aufgegeben Trassee einer historischen Militärstrasse ab. Obwohl in der LK bis auf P.1406 verzeichnet, ist es in einigen Abschnitten verschwunden oder zerstört, namentlich in den flachen Abschnitten und im sehr steilen Abschnitt unmittelbar nördlich P.1406. Es empfiehlt sich daher, den Schlussanstieg zu P.1406 von Süden her entlang eines Trassees mit sporadischen blauen Punkten auszuführen. Dabei muss jedoch kurzzeitig die Schiessplatzgrenze verletzt werden. Auf P.1406 finden sich historische Schützengräben. Ein nicht immer ausgeprägtes Weglein führt von hier über den aussichtsreichen Cucchetto hinweg auf den Gipfel des Pizzo di Corgella und dann offiziell markiert weiter auf die Alpe Caneggio. Alternativ kann man im Sattel nach dem Cucchetto auf einem Weglein in die Alpe di Corgella hinabsteigen und auf einem mehr oder weniger horizontalen, nicht immer ausgeprägten, aber blau markierten Pfad in den Corte Inferiore der Alpe Caneggio gelangen. Für die von den Monti del Tiglio nach Alpe di Corgella führende Fahrstrasse kann auf Anfrage bei der Kommandatur des Waffenplatzes auch an Werktagen eine Passage bewilligt werden. Vom Ende der Fahrstrasse führt der zwischenzeitlich undeutlich gewordene Pfad wiederum nach Alpe di Corgella.

  Camoghè
  Camoghè von Alpe Caneggio, 6.November 2012
Auf der orografisch linken Talseite führt ein eher guter Pfad von der Fahrstrasse nach Alpe delle Fontanelle via Alpe di Devré oder alternativ unterhalb daran vorbei bis Alpe Caneggio. Dort mündet der recht interessante, aber aufgegebene Wanderweg von den Monti di Stagno im Valle Morobbia ein. Der offizielle Wanderweg von Alpe Caneggio auf die Camoghè führte früher über die aufgegebene Alp Corte di Campo, ca 1600m. Sein Trassee ist im steilen Gelände noch erhalten und freigehalten, es stösst beim Seelein P.1681 wieder auf die heute benutzte Route. Der offizielle Wanderweg setzt sich bis auf den Gipfel der Camoghè fort, wo die Ruinen der einstigen SAC-Hütte (1972 aufgegeben, 1984 abgebrannt) und eine Kapelle stehen. Wenige Meter unterhalb des Seeleins P.1681 zweigt der anfangs kaum ausgeprägte, aber mit Blechtäfelchen markierte Weg ab, der über eine felsige Scharte in die Alpe Torno im Valmaggina führt. (Alpe Caneggio - Alpe Torno 1:00, T3)

Die Fahrstrasse des Val di Serdena ist (bis zur Einmündung des guten Weges von der Alpe Matro, ca 1410m) auch für Fussgänger verboten. Der einzige offizielle und markierte Zugang nach Alpe di Serdena, die noch mit Grossvieh bestossen wird, erfolgt daher ausschliesslich aus dem Val Colla via Passo di Pozzaiolo und Alpe Matro. Der Wanderweg setzt sich über die Ruinen von Corte Lagoni bis auf den Gipfel der Camoghè fort. Eine kürzere Variante führt von Ciapelon direkt nach Lagoni. Der offizielle Wanderweg Alpe Matro - Alpe Ladrim - Alpe Crocc - Davrosio ist in der Regel auch bei Schiessplatzbetrieb begehbar. Alpe Ladrim wurde früher von Pianscuro erreichrt, der Weg ist noch vorhanden, wird aber nicht mehr begangen. Von Ladrim führen zwei verschiedene unterhaltene Pfade auf die Grathöhe über dem Val Colla. Bei P.1585 zweigt eine Spur über die Cima di Screvia zu den Ruinen der gleichnamigen Alp ab, die früher von Alpe Tagliade erreicht wurde, Details fehlen.

Der orografisch rechte Talweg des Val di Serdena ist zwar noch leidlich erhalten, wird aber kaum mehr begangen: Er beginnt bei den Ruinen der Alpe delle Fontanelle am Ende der Fahrstrasse (P.1230) und führt meist gut erkennbar zur Alpe Guzzala, traversiert das überraschend wilde Val di Guzzala und erreicht Travorno Maggiore, wo eine verblasste offizielle Markierung von Alpe di Serdena heraufkommt. Über Wegspuren kann man bis in die Bocchetta di Revolte weitergehen, wo sich ins Valmaggina absteigen lässt. (Isone - Guzzala - Travorno Maggiore - B.tta Revolte 5:00, T3)

Alpe Crocc  
Alpe Crocc, 18.Dezember 2014
 
 
Weitere Fotografien

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