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Valle di Lareccio e Val Nocca
 



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Gelegentlich besuchtes Seitental des Vallemaggia. Eine Fahrstrasse führt orografisch links des Tals von Moghegno bis Taciallo. Ebenfalls an dieser Stelle beschrieben ist der Einzugsbereich des Ri della Terra di Fuori und des Val Nocca. Nördlich schliesst das Valle di Lodano an, westlich das Valle Onsernone.

  Valle di Lareccio
  Valle di Lareccio von Tècc la Còla, 20.Oktober 2014
Die Talwege beginnen in Aurigeno für die orografisch rechte Talseite und in Moghegno für die linke Seite. Beide Pfade sind als offizielle Wanderwege markiert, die im Passo della Garina kulminieren, der den Übergang ins Valle Onsernone vermittelt. Von Cortone oder Taciallo führt ein eher guter, aber selten begangener Pfad via La Colmèta (LK: Piano di Sopra), Pianc'ón und Tècc la Còla nach Pino, das auch vom Passo della Garina via Costa dei Masgnèi oder via Costa dell'Asèed gewonnen werden kann. Ferner existierte einst eine Höhentraverse von Sassello via Costa dell'Asèed und Costa dei Masgnèi nach La Colmèta (LK: Piano di Sopra), Details dazu fehlen bisher. Der heutzutage von Cortone zum Ri di Dentro hinabführende Wanderweg traversierte früher von Costa via Ganáscia (ex-P.944) und Rövoira (ex-P.1030) zum Fluss: Im Abschnitt von Costa bis Rövoira ist er noch gut erhalten, aber kaum mehr benutzt, danach wird er schlecht, traversiert eine Bachrinnen und mündet - kaum erkennbar - bei 1020m in den Wanderweg ein. Schliesslich führt ein auch heute noch in recht gutem Zustand befindlicher Pfad von Ciossa über die verzeichnete Ruine von Motto Borella (ex-P.635) nach Costa: Er beginnt im Wald südwestlich Ciossa und führt rasch auf die Rippe am Ri di Dentro. Er passiert eine unterhaltene Kapelle und die kurze Abzweigung nach Motto Borella um dann südlich ausholend nach Costa anzusteigen.

Sentiero  
Sentiero Chignolo - Corzaliva, 12.November 2012  
Für die orografisch rechte Talflanke gibt die aktuelle Landeskarte im wesentlichen das heute noch existierende Wegenetz wieder. Darüberhinaus waren auch Canigg und Gaggio sowie Canigg und Doledo durch direkte Pfade verbunden, die heute nur noch teilweise erhalten sind. Westsüdwestlich oberhalb Canigg liegen die Ruinen von Canigg di Cima (ex-P.767). Die Reste eines Weges führen von Canigg hier herauf. Dieser Pfad setzte sich einst über den Rücken gegen Corzaliva fort, dazu ist nichts bekannt. Indessen beginnt südlich der Ruinen ein bemerkenswerter Weg, der sich mit Hilfe von Kunstbauten und Tacche die abweisende Flanke zur Ruine von Chignolo (ex-P.914) hinaufmüht. Nördlich dieser Ruine beginnt ein guter Pfad in die Zone Fàora zu traversieren, um sich schliesslich mit dem heute eher undeutlichen Weg zu vereinigen, der einst von Doledo heraufkam und zu den Ruinen von Corzaliva leitet. (Aurigeno - Canigg - Chignolo - Corzaliva 2:45, T5+) Oberhalb Corzaliva folgt man weglos dem einfachen Rücken und trifft auf ca 1320m auf den Beginn eines traversierenden Wegtrassees, das in Kürze via den Pass P.1314 zu den Ruinen der Alpe Forcola im Valle Onsernone leitet. (Aurigeno - Doledo - Corzaliva - Forcola 2:30, T4-)

Von Doledo leiteten früher zwei verschiedene Pfade gegen das Valle di Lareccio. Der untere wurde bis vor einigen Jahren noch genutzt, ist aber zwischenzeitlich überwachsen. Der obere führte allmählich ansteigend direkt zur Kapelle bei ex-P.836. Dabei passierte er auch schwieriges Gerlände, wo er heutzutage vollständig in die Tiefe gebrochen ist. Ein Durchgang ist nicht mehr möglich.

Weiter südlich dringt man in den Einzugsbereich des Ri della Terra di Fuori ein: Bei der Cappella Vanoni unterhalb Canigg führt ein alter, interessanter Pfad via Sascel (LK: Sassello) und Sgerbi della Cima (LK: Corte della Cima) nach Càpoli: Er ist nicht überall offensichtlich, aber auf einigen Abschnitten markiert. Nicht einfach, aber offensichtlich ist die Überschreitung des Ri di Canigg. Nach der anspruchsvollen Passage steht die in der Landeskarte nicht verzeichnete Capèla du Fiumiei. Càpoli wird heutzutage über die offiziellen Wanderwege von Terra di Fuori via Cappella del Trüss (P.795) oder von der Forcola di Dunzio via Costa erreicht. In Cavò, bei der Cappella del Trüss und in Sgerbi (LK: Gerbi) zweigen jeweils Wege zum bemerkenswert stattlichen Gebäude von Motto di Vindol ab. Derjenige von Sgerbi ist in schlechtem Zustand und eher schwierig aufzufinden.


  Doledo
  Doledo, 24. April 2013
In Càpoli unterscheidet man folgende Lokalitäten:
  • Mött: ca 940m, nördlichste Gebäude
  • Cortino: ex-P.952, die ersten Gebäude am Weg von der Cappella del Trüss
  • Lòbia: ca 980m, bei der Vereinigung der Wanderwege von Terra di Fuori und Forcola di Dunzio
  • Praossign: bei der Kapelle östlich P.1001
  • Campioi: P.1061
  • Sgerbiài: ex-P.1075, Ruinen beim Wasserreservoir wenig südwestlich P.1061
  • Fanciüla: ca 1090m, 150m südlich des Wasserreservoirs
  • Praussasch: ex-P.996, Hauptsiedlung
  • Cort di Scarpalitt: ca 1020m, Gebäude rund 100m südöstlich von P.1001
  • Barbatia: ex-P.1025, bei der Bergstation der Materialbahn von Dunzio
  • Rogna: ca 1000m, 250m südlich von Praussasch
  • Prada di Cima: ca 940m, wenig oberhalb Prada di Fondo
  • Prada: P.900
  • Prada di Fondo: ex-P.832, Ruinen unterhalb Prada
  • Mücch: ex-P.991, praktisch via-à-vis Prada di Cima
  • Alla Rocca: ex-P.1044, wie in der LK verzeichnet
  • Garzedo di Fuori: ex-P.1148, Ruinen südlich P.1146
  • Garzedo di Dentro: Ruinen nördlich P.1146
Pian Parecc wurde einst von einem Pfad berührt, der Lòbia mit Costa verband, Details fehlen. Von Càpoli führt ein offiziell markierter Wanderweg via Campioi, Garzedo di Fuori und die Ruine der Alpe Pianezzo auf den Gipfel des Salmone, wo man das Valle Onsernone erreicht. Über den Zustand des bis vor einigen Jahren in den Karten verzeichneten Pfades von Alla Rocca in die Forcla ist bisher nichts bekannt.

Südlich von Càpoli befindet sich das Val Nocca: Die Landeskarte gibt die noch vorhandenen Wege korrekt wider. Die einstigen direkten Verbindungswege von Càpoli nach Chilasco und von Chegg nach Streccia sind überwuchert und kaum mehr begehbar. Vom höchsten Punkt des Wanderweges Ponte Brolla - Gropp - Torbeccio zweigt der alte Zugang nach den in Ruinen liegenden Siedlungen Corticcio di Sotto (P.457) und Corticcio di Sopra (ex-P.535; LK: Bajoi) ab. Er ist noch teilweise erhalten und meist gut erkennbar, wird aber nicht mehr begangen. Kurz bevor man die Ruinen erreicht ergeben sich verschiedene Möglichkeiten, auch in steilem Gelände mit einigen Kunstbauten. Man kann auf alten, kaum mehr erhaltenen Pfaden weitergehen nach Dunzio oder nach Molinera (P.665). Der Zugang nach Boscaccio erfolgt ebenfalls von Molinera und ist noch vorhanden, aber von hohem Gras und Farnbeständen beeinträchtigt. Er beginnt bei der Kapelle von Molinera aus dem Jahre 1589.

Die Zone südlich der Wasserscheide zum Pedemonte hin ist beim Valle Onsernone erwähnt.

Praussasch di Capoli  
Praussasch di Càpoli, 16. November 2013
 
 
Weitere Fotografien Val Nocca I

Weitere Fotografien Valle di Lareccio

Weitere Fotografien Val Nocca II

Weitere Fotografien Corticcio - Boscaccio

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