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Val Largè
 



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Gelegentlich besuchtes Seitental des Val Calanca. Im oberen Teil traversiert der "Sentiero Alpino" hindurch. Die Fahrstrasse des Val Calanca führt bis Valbella.

Valbella  
Valbella von Moncüch, 7.Juni 2013  
Von Valbella führt der markierte, akzeptable Talweg über Cascinot bis auf die Alp de Trescolmen. Wenig nach Cascinot zweigt rechts der undeutliche, aber markierte Pfad über die Ruinen der Alp del Largè zur Bocchetta del Büscenel ab, wo der "Sentiero alpino" hindurch kommt. Dieser traversiert aus dem Val Ganan kommend über den Fil de Ciar und die Bocchetta de Büscenel das gesamte Val del Largè bis zum Passo Ovest dell'Alta Burasca (P.2514), wo das nahe Rifugio Pian Grand erreicht wird.

Von der Alp de Trescolmen führt eine verfallene Wegspur zur Ruine von Pianca Prada, das früher auch direkt vom Talgrund erreicht wurde. Ein markierter Weg führt von der Alp auf die Bocchetta de Trescolmen, wo man in die Mesolcina eintritt. Von der Bocchetta leitet ein verfallener Pfad mit einigen noch sichtbaren Kunstbauten zu den Ruinen von Corte di Cima der Alp de Trescolmen, welche unter den Wänden des Piz de Trescolmen liegen. Über Tierpfade gelangt man von dort gegen die Bocchetta Est dell'Alta Burasca. Die Bocchetta de la Bedoleta erreicht man auf einer guten Pfadspur von P.2262 aus. Der Aufstieg aus dem Val Calanca von Pian d'As über die Alp de la Bedoleta soll sich in bescheidenem Zustand befinden. Details dazu sind bisher nicht bekannt. Hingegen führt von der Bocchetta de la Bedoleta eine Trittspur bis zur Ruine der Alpe Piancan, die sich wenig südöstlich von P.2114 befindet.

In Corneira, ca 1820m, befand sich gemäss alten Karten einst eine Alp. Der Zugang erfolgte wohl von P.1473, Details fehlen bisher.

Über den Rücken südlich des Rià di Mont führte einst ein Weg via Moncüch nach Büscenel. Teile davon sind noch erhalten: Von P.1319 in Valbella führt ein Pfad zur zerstörten Brücke über die Calancasca hinab, die durchwatet werden muss. Jenseits findet man einen zunächst deutlichen Pfad vor, der nach Süden traversiert, den Rià di Mont überschreitet, dann ansteigt und nach Süden ausholend eine Felszone umgeht. Auf dem weitgehend offenen Rücken ob der Felszone angelangt ist kein Pfad mehr sichtbar, die Routenführung jedoch klar ersichtlich. Man gelangt zu einer ersten Ruine (ca 1560m), steigt weiter an, umgeht eine Felsstufe mit kurzer Erlenberührung südseits und gelangt zur zweiten Ruine von Moncüch bei ex-P.1648. Schnittspuren weisen von hier den weiteren Wegverlauf nach Büscenel um zum "Sentiero Alpino", doch fehlen bisher Details.

Einst führte ein Pfad von Mont del Gaia zur zweiten Ruine in Moncüch (ex-P.1648), seine Reste sind noch auffindbar. Auch finden sich - besonders im ersten Teil - Schnittspuren: Von Mont del Gaia steigt man auf der nordseits liegenden Wiese nur wenige Meter ab, schwenkt dann rechts in den Wald ab, und folgt dem noch erkennbaren Pfad Richtung Poz de l'Ors bis zur Höhenkurve 1430m. Hier verlässt man ihn und steigt nach der ersten Rinnenquerung markant an (sehr steil, Schnittspuren). Auf einer bandartigen Terrasse angekommen, traversiert man nach Norden und entdeckt den Einstieg in die exponierte Querung in die von Büscenel herabkommende Rinne (Weg gut erhalten). In der Rinne angelangt, steigt man über die jenseitigen Schrofen auf, bis man über eine breite grasige Rampe, den Vorsprung auf 1630m erreicht. Auf Wegspuren traversiert man nun durch einfaches Gelände zu P.1632 und steigt danach noch etwas auf um die Ruine ex-P.1648 zu erreichen, von der nur wenig erhalten ist. (Mastac de Martin - Mont del Gaia - Moncüch 2:00, T5-)

Der nördlich von Moncüch liegende Flurnamen "I Samadan" deutet darauf hin, dass hier einst eine Weganlage eine Felswand durchquerte, möglicherweise von Moncüch nach Bragnè. Der Rücken von I Fregé wurde in früherer Zeit sicher auch begangen, Details fehlen.

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