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Val di Lodrino
 



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Wenig besuchtes Seitental der Riviera. Fahrstrasse bis Lègri. Florian Boller hat 2007 am Beispiel des Val Lodrino eine interessante Diplomarbeit zum Thema Remoteness im Südalpenraum verfasst. Für die Fahrstrasse nach Lègri (und Pön di sopra) kann am Automaten beim Patriziato in Lodrino eine Tagesbewilligung zu CHF 10 gelöst werden. (Automat akzeptiert nur Münzgeld bis CHF 2.)

Der Talweg ist in gutem Zustand und führt von Lodrino via Pön - Durèda - Alpe Nuovo bis ins Val Drosina. Von Lègri kommend führt ein schmaler ausgesetzter Pfad über die Brücke bei P.633 zum Talweg bei P.721. Ferner zweigt bei P.721 ein Pfad nach Bergnauri ab. Wenig nach Durèda folgen links die beiden gut sichtbaren Abzweigungen nach Pronzolo, die sich wenig weiter oben wieder vereinigen. Der Weg scheint in akzeptablem Zustand, wurde aber ebenfalls noch nicht geprüft. Zwischen den Abzweigungen, das heisst wenige Meter westlich der von Alpe di Pianezzo herabkommenden Rinne, befindet sich rechts bei einer Ruine unterhalb des Talweges die alte Abzweigung zur Seilbahnstation von Balméi und weiter nach Piansgeira. Die Begehung dieser Route ist interessant, benötigt aber einen guten Spürsinn: Man quert absteigend und praktisch weglos durch zwei nicht ganz einfache Rinnen hinab zum Riale di Lodrino, den man bei der Einmündung des von Alva herabkommenden Tobels erreicht und überschreitet (Einmündung des ehemaligen Weges von Carugo). Ein Stück weit dem orografisch linken Ufer gegen P.820 folgend, erreicht man einen Steinmann, der die Wegfortsetzung über einen sehr steilen Hang hinauf zur einstigen Seilbahnstation von Balméi (LK: Ruinensignatur), markiert. Sofort wieder hinab zum Riale di Mèrcori, erreicht man jenseits den Anfang des Pfades nach Piansgeira, der sich schon nach wenigen Metern wieder verliert. Über den Rücken genau westlich von P.820 erreicht man eine erste Felsstufe, die über eine Rampe von rechts nach links erklettert wird (I). Darüber noch etwas höher, dann auf Pfadresten nach rechts abbiegend allmählich in einfacheres Gelände auf etwa 950m. Die nächste Stufe südseits umgehend erreicht man ohne weitere Probleme Piansgeira (Durèda - Balméi - Piansgeira 1:30, T4).

Val Lodrino  
Poncione Rosso, Alta Val Lodrino von Alpe del Vènn, 19.Juni 2007  
Zurück zum Hauptweg: Bei P.1024 wird das wilde Sprügh di Sprüèra überschritten, welches im Winter grosse Probleme bereiten kann. Kurz danach folgt rechts die Abzweigung nach Piansgeira. Die einst hier stehende Hängebrücke ist zerstört, das Flussbett wird nun etwas tiefer überschritten. Dieser Pfad ist feucht und schmal, aber überall gut sichtbar. In Piansgeira vereinigt sich die Route mit dem ehemaligen Talweg von Lodrino via Balméi (siehe oben) nach Mèrcori.

Zurück zur Hauptroute, welche ins Val Drosina hineinführt: Bei der Alpe Nuovo zweigt links der im Buchenwald nicht mehr sichtbare Pfad Richtung Fòch ab; man steigt weglos und steil an und hält dann eher rechts, bis zu einem Steinmann. Etwas weiter oben folgt eine Leiter, die von einem umgestürzten Baum in Mitleidenschaft gezogen wurde. Es ist ratsamer, die Passage rechts über oft feuchte Bänder zu umgehen. Auch höher oben ist der Pfad nur sporadisch vorhanden, aber mit roten Punkten markiert. Er ist sehr steil und wird erst bei der Querung nach Fòch wieder deutlich, wo sich eine geschlossene Jägerhütte befindet. Der von Fòch nach Sbordan wegführende Pfad ist nur anfangs in akzeptablem Zustand. Nach der Überquerung des Baches wird der Pfad undeutlicher, und verliert sich allmählich im bewaldetem Gelände komplett. Doch ist er mit leuchtend-orangen Punkten versehen, so dass die Routenführung keine Probleme bereitet. Zuoberst, unter der Wand der Cima di Sbordan, ist er dann wieder recht gut und führt ins Valle di Moleno hinüber.

Einst war Alpe del Fòch auch mit Scengio di Vacche, Alpe di Pianezzo und Alpe Drosina di sopra verbunden: Von Scengio di Vacche folgt man einem anfangs sehr guten Wegtrassee, das sich im Bosco della Stanga allmählich völlig verliert. (Hier mündete früher der Pfad von Alpe di Pianezzo ein, Details fehlen.) Auf etwa 1520m quert man weglos die von P.1856 herabkommende Rinne und ersteigt die nach P.1635 führende Rampe, hinter der man in Kürze auf die gut markierte Route Sbordan - Fòch trifft (Scengio di Vacche - Alpe del Fòch 2:00, T5-). In Alpe del Fòch ist der Beginn des einstigen Pfades nach Drosina di sopra zwar noch sichtbar, mit einem durchgehenden Weg ist allerdings nicht zu rechnen, Details fehlen.

Bei P.1142 überquert der Talweg auf einer alten Bogenbrücke den Riale di Drosina. Wenige Meter höher folgen die beiden Abzweigungen nach Alpe Matro und Alpe Vercasca: Der untere Pfad ist in sehr schlechtem Zustand, überquert in wilder Umgebung das Tobel des Riale di Vercasca und steigt anschliessend in schlecht sichtbaren Kehren nach Alpe Matro an. Findet man im Tobel des Riale di Vercasca die Fortsetzung nicht, so suche man die Fortsetzung auf einer schmalen Rippe östlich eines auf der Landeskarte ansatzweise erkennbaren Seitentobels, welches aus Richtung Alpe Matro herabkommt. Kurz vor der Alpe Matro vereinigt sich der Pfad mit demjenigen von Piansgeira.

Hingegen ist der obere Pfad vom Talgrund des Val Drosina nach Matro und Vercasca in sehr gutem Zustand: Er steigt in vielen Windungen bis 1470m, wo sich eine Verzweigung befindet: Links geht es steil direkt hinauf zur Alpe Vercasca, geradeaus in wenig steigender Querung über den Riale di Vercasca bis zur Alpe Matro. Von der Alpe Matro führt ein Verbindungspfad via Lisciöi durch wildes Gelände direkt zur Alpe Vercasca. Dieser Weg ist in eher gutem Zustand.

Ab der schönen Alpe Vercasca führen drei Varianten nach Alpe dei Laghetti hinauf: Einmal der in der Landeskarte verzeichnete Weg. Er führt zwar durch dichtes Erlengestrüpp, ist aber gewöhnlich sauber geputzt. Ein zweiter Pfad in ähnlicher Qualität ersteigt zuerst den Rücken von Sgiümell, folgt diesem bis auf 1880m, um dann nach Alpe dei Laghetti zu queren. In Sgiümell zweigt ein völlig verfallener Pfad ab, er verfolgt das sehr ausgesetzte Scengio dei Cröir, berührt einige Ruinen und erreicht bei der Höhenkurve 1600 den Pfad von Drosina di sotto nach Alpe Piotta. Die dritte Variante führt an der Wasserfassung der Alpe Vercasca vorbei nach Lisciöi (P.1784), wohin man auch direkt vom Pfad Matro - Vercasca gelangt und steigt über den Rücken zu P.1950 (mit den Resten eines grossen Kreuzes), der ausgesetzt südseits umgangen wird (Geländerreste).

  Alpe della Pianca
  Alpe della Pianca, 19.Juni 2007
An der Alpe dei Laghetti beginnt der Pfad, der über den Nordostrücken des Poncione dei Laghetti hinwegführt, um jenseits über die Alpe del Vènn nach Alpe Pasturèscia zu führen. Er befindet sich in bescheidenem Zustand und muss mit Aufmerksamkeit begangen werden. Gelbe Markierungen helfen bei der Wegsuche. Man verwechsle in Laghetti den Pfadanfang nicht mit demjenigen, der zu P.1950 führt.

Von der Alpe dei Laghetti führt in südlicher Richtung der vielfach kaum mehr sichtbare Pfad ansteigend über eine kleine Felsstufe hinweg nach Pitéi, um sich von dort - in etwas besserer Qualität - zur Alpe di Picoll abzusenken. Der Übergang auf der Höhe von Pitéi ist mit einer kleinen Stange markiert. Von dort - oder von der Alpe dei Laghetti direkt - lassen sich auch problemlos die Gipfel des Poncione dei Laghetti und der Cima del Picoll erreichen. Siehe SAC-Führer.

Zurück in den Talgrund des Val Drosina: Bei der Alpe Drosina di sotto führt der gute Hauptpfad nach Drosina di sopra hinauf, von wo man über die Alpe di Pianascio oder den Filo di Lettere ins Valle di Moleno gelangen kann. Indessen zweigt im Talgrund der anfänglich nicht mehr vorhandene Pfad nach Alpe Piotta ab: Zunächst hält man sich an das Bachbett, bei einer kleiner Rutschung steigt man auf das orografisch linke Ufer. Man findet so die mit sporadischen roten Punkten markierte Wegfortsetzung, die mit einigen Drahtseilen versehen ist. Die Abzweigung nach Piancabella passierend (Pfad nicht mehr vorhanden) wird die Alpe Piotta durch dichte Vegetation erreicht. Bei der genannten Abzweigung nach Piancabella führt im übrigen ein geputzer Pfad in vielen steilen Kehren direkt nach Picoll hinauf. Das Wegesystem um Piotta wird in der Regel vor Beginn der Jagdsaison gemäht, so dass die Orientierung dann bedeutend einfacher wird.

Von Piotta gibt es einen akzeptablen Verbindungspfad nach Picoll, man suche diesen Pfad dort, wo die Erlenflur am ehesten ein Durchkommen zulässt. Von Piotta lässt sich an den Schuttfeldern von Torno di Piotta vorbei der Nordostgrat des Poncione di Piotta oberhalb P.2251 erreichen. Hier trifft man auf die rot markierte Route Alpe Lèis - Bocchetta di Scendorino - Poncione di Piotta. Diese Route stellt die einfachste Verbindung zwischen dem Val Drosina und dem oberen Valle di Moleno dar (Piotta - Lèis 2:30, T4+). Alternativ folgt man von Alpe Piotta der Weideterasse nach Osten, dringt in ein Erlendickicht ein und erreicht über einen deutlichen Tierpfad stark absteigend die aufgegebene Weide von Scendorino bei 1710m. Über die teilweise verbuschte Weide und eine anschliessende Felsrinne (III-) gelangt man eher mühsam in die Bocchetta di Scendorino (Piotta - Lèis 3:00, T5+).

Zum Talweg nach Mèrcori: Von Piansgeira folgt man dem akzeptablen Pfad, der nach Alpe Matro führt, nur bis Büi. Hier beginnt der anfänglich praktisch verschwundene Pfad Richtung Mèrcori zu queren. Sobald das Gelände etwas wilder und steiler wird, erkennt man auch wieder einen guten Pfad. Auf dem auf der Landeskarten sehr gut zu erkennenden Rücken zwischen den Buchi dei Matri zweigt ein Weg von akzeptabler Qualität in vielen Kehren zur Alpe Matro ab. Kurz darauf wird der Pfad im heiklen Gelände sehr schmal und abschüssig und beginnt sich dann Richtung Mèrcori zu senken, wo er im flacheren Gelände kaum mehr zu erkennen ist. Einige verblasste rote Markierungen helfen bei der Routensuche. In Gegenrichtung beachte man besonders die notwendige Gegensteigung. In Kürze erreicht man die kaum sichtbare Abzweigung nach Alpe Bercögn - Riva dei Cavalli, auf die weiter unten eingegangen wird.

Alpe Stüell  
Blick von Alpe Stüell zur Alpe del Vènn, 19.Juni 2007  
Man erreicht die Ruinen der Alpe Mèrcori, wo der Pfad sehr steil ansteigt. Im folgenden muss bei hoher Vegetation auf den weiteren Wegverlauf besonders geachtet werden. Der Pfad ist jedoch durchgehend und man erreicht die Alpe Pasturèscia. Wenig darüber befindet sich die Wegscheide nach Vènn - Laghetti (links) und Neghéisc (rechts). Der Pfad nach Vènn und Laghetti ist sehr bescheiden und muss gesucht werden, er ist teilweise gelb markiert. Der Weg nach Neghéisc ist in akzeptabler Qualität und geputzt, die Routensuche stellt keine Probleme dar. Wenig vor dem Riale Neghéisc zweigt links der neu hergerichtete Pfad über die Forcarella di Lodrino ins Val Pincascia (oder zum Poncione Rosso) ab. Vom Riale erreicht man in kurzem Anstieg die Alpe di Neghéisc, in Gegenrichtung - insbesondere wenn man zur Bocchetta di Lodrino möchte - beachte man explizit diesen kurzen Abstieg in das Tobel.

Begibt man sich auf der nördlichen Talseite ins Val Lodrino, so hat man zwei Möglichkeiten: Von Lègri via Lagua und Piàncora, wo die Route in die Riva dei Cavalli abzweigt, nach der Alpe d'Alva. Oder mit Kraftfahrzeug nach Pön di sopra und von dort auf gutem Pfad via Montam - Varda - Alpe di Larecc zur Alpe d'Alva.

Möchte man in die Riva dei Cavalli, so zweigt man in Piàncora ab, und erreicht auf dem seit einigen Jahren nicht mehr deutlichen Pfad in sehr langer Querung die Alpe Bercögn, wo die Wegqualität abnimmt. Dennoch ist die weitere Pfadsuche kein allzu grosses Problem, man orientiere sich an den Höhenangaben der Landeskarte und erreicht so vor dem Eintritt in das Tobel mit P.1205 wieder einen guten Pfad,  der sich nach Überschreitung des Riale di Mèrcori mit dem Talweg vereinigt. Von Alpe Bercögn kann man auf dem darübergelegenen Rücken auf einem noch sichtbaren Pfadtrassee auf 1400m ansteigen, die westlich gelegenen Rinne oberhalb einer grossen Platte durchqueren und zu einer langen, etwas absteigenden Querung mit gutem Pfad ansetzen, die auf den Rücken mit der Alpe della Costa und damit auch zur Alpe selbst führt. Von Costa umgeht man eine Felsstufe östlich und gelangt auf ca 1620m auf eine Grasrampe welche nach NNW hinaufführt. Über die steile Rampe mit Wegresten bis zu deren Ende auf ca 1740m. Danach quert man nur leicht aufsteigend die sehr steilen Hänge gegen Pèros (Pfadreste, Treppenfragmente), und trifft in der Kehre ca 1790m auf den guten Pfad nach Alpe Stüell (Bercögn - Costa - Stüell 2:00, T5).

Von Alpe della Costa oder von einer Stelle etwas tiefer zweigen deutliche Wegtrassees zur Quelle von Costa ab, die sich auf etwa 1470m befindet. Etwas höher, nämlich auf ca 1520m, begann einst der Sentiero Sotto Sass nach Alpe Nasgeda. Er führte über eine Abfolge von Grasbändern durch ausserordentlich wildes Gelände zum Sasso di Nasgeda, den er mittels einer schwierig auffindbaren Rampe überwand. Der Weg wird seit Jahren nicht mehr begangen und ist heute bis auf wenige Reste verschwunden. Seine Begehung ist gefährlich, es wird ausdrücklich davon abgeraten (Bercögn - Costa - Nasgeda 3:00, T6).

Von der Alpe d'Alva führt der Pfad zunächst steil hinauf bis zur Abzweigung zur Alpe Negrös, dann flach nach Piacacra, sodann mit einigem Auf und Ab in guter Qualität durch wildes Gelände bis auf die Alpe Stüell. Von der Alpe Negrös führen Wegreste über Töir in den Sattel P.2023, wo man zur Alpe Ninagn weitergehen kann (siehe beim Val d'Iragna, Negrös - Töir - Ninagn 2:00, T4).

Von Stüell führt der auch weiterhin eher gute Weg auf den Rücken mit P.1845, wo sich eine Abzweigung zur Alpe Vacarisc befindet. Geht man stattdessen geradeaus weiter, so erreicht man in Kürze Alpe Neghéisc. Auf dem Rücken vor der Alp befindet sich die Abzweigung nach Alpe Nasgeda: Der Pfad ist in eher bescheidenem Zustand, aber zumeist gut sichtbar; wenig vor der Alp wird er deutlich besser. Von Alpe Vacarisc kann man auf altem verfallenen Pfad den Scengio dell'Ovigh (P.2288) überschreiten, um nach Alpe Ninagn im Val d'Iragna zu gelangen. Die Route ist einfach, aber eindrücklich (Neghéisc - Scengio dell'Ovigh - Ninagn 2:00, T4+). Zum Aufstieg auf die Forcarella di Lodrino siehe weiter oben.

  Riale di Lodrino
  Riale di Lodrino, 7.August 2012
Zur Zone Carugo: Einst befand sich hier in Carugo das grösste Gebäudes Tals, heute ist der Stall verfallen, das Dach eingestürzt. Carugo konnte auf verschiedenen Pfaden erreicht werden, nämlich von Lagua, von Durèda, von Bercögn und von Alva: In Lagua, ca 860m (westlich P.883), beginnt der alte Alpweg gleich hinter den zwei Holzhütten. Er steigt nur schwach und gut sichtbar Richtung Westen durch den Wald an. Die ersten 500 Meter wird er wegen einer Quellfassung noch unterhalten. Dann gelangt man in eine Zone mit ausgedehnten Brombeerbeständen, die waagrecht durchschritten werden muss (sehr mühsam, letzte Räumaktion Oktober 2010). Danach schlängelt sich der wieder gut begehbare Wegabschnitt waagrecht durch einen Laubwald, passiert einige ausgesetzte Stellen und erreicht schliesslich eine Steintreppe auf 900m. Nach der Treppe beginnen erneut einige Brombeeren. Man lasse sich jedoch nicht dazu verleiten, unter die grosse, senkrechte Felswand mit einer Schwalbenkolonie aufzusteigen. Man bleibt stattdessen stets auf gleicher Höhe und steigt sogar etwas ab, um schliesslich mit einigen Kletterschritten eine Felsrinne zu traversieren. Danach erreicht man ein künstlich verbreitertes ausgesetztes Felsband und in Kürze die Ruinen von Garina, ca 930m, wo von unten der alte Pfad von Durèda einmündet (Details fehlen). Durch den Buchenwald oberhalb Garina gewinnt man an Höhe und gelangt auf ca 1000m auf das nach Westen ziehende ausgeprägte Trassee, das nach einer Kletterstelle (II+) eine senkrechte Wand durchquert und schliesslich auf den bewaldeten Rücken unterhalb Carugo führt (Steinmann). Auf nur teilweise erhaltenem Trassee steigt man über den Rücken bis zu den Ruinen von Carugo (Lagua - Garina - Carugo 2:00, T4+).

Alternativ folgt man dem Pfad, der südlich der Brücke P.633 ansetzt und in einer wilden Querung den Riale di Lodrino oberhalb der beiden in der LK verzeichneten Wasserfälle erreicht. Jenseits führen die Reste eines Pfades linkshaltend aufwärts zur Rippe mit P.813, über die man zum oben genannten Pfad aufsteigt (Brücke P.633 - P.813 - Garina - Carugo 2:00, T5-).

Der logische Weiterweg ab Carugo ist der alte noch erhaltene Pfad nach Alpe Bercögn, der etwa 30m oberhalb von Carugo seinen Ausgang hat. Waagrecht traversiert man in die nächste Rinne hinein, nach der man auf das noch gut erhaltene und mit diversen Kunstbauten versehene Wegtrassee trifft, über das man in die Zone Riva dei Cavalli gelangt und etwa bei 715650/127880 den Pfad Piàncora - Alpe Bercögn betritt (Carugo - Bercögn 1:30, T4).

Um von Durèda nach Carugo zu gelangen, ist dem Autor bisher nur die nachfolgend beschriebene Route bekannt. Es ist jedoch bekannt, dass der Aufstieg von Durèda via Garina üblicher und einfacher war, Details dazu fehlen bisher. Von Durèda folgt man zunächst dem nach Balméi führenden weitgehend verschwundenen Pfad und überschreitet den Riale di Lodrino. Danach dringt man für rund 40 Höhenmeter in das von Alva herabkommende Tobel ein und verlässt es über eine mit Bäumen bestandene Wiese auf den Rücken (Steinmann), auf dem weiter oben Carugo steht. Um die nachfolgende Felsstufen zu überwinden, holt man am einfachsten sehr weit nach Osten aus, um anschliessend zum Rücken zurückzukehren, und über ihn bis Carugo aufzusteigen (Durèda - Carugo 1:30, T5).

Von Carugo setzte sich der einstige Pfad über den Rücken nach Alpe d'Alva hinauf fort, den Weg durch die Riva dei Cavalli kreuzend. Der Pfad ist heute komplett verfallen, die Route dennoch eher einfach, aber steil. Man hält sich stets an die Kante des Rückens. (Carugo - Alva 1:30, T4+)

Carugo  
Carugo, 20.Oktober 2010
 
 
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