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Val Malvaglia
 



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Sehr langes und häufig besuchtes Seitental des Valle di Blenio. Fahrstrassen führen bis Cusiè (Foppa, ca 1710m) und Fontanè (Fahrverbot ab Dandrio). Die Seilbahn nach Dagro ist ebenso ausser Betrieb wie das dortige Ostello. In Dandrio hat in den Sommermonaten das kleine empfehlenswerte Ristoro Alpino Fürbeda geöffnet, das auch Unterkunft bietet.

Val Malvaglia  
Val Malvaglia von Muncréch, 12.September 2010  
Im Mündungsbereich des Val Malvaglia, und zwar auf 510m in einer überhängenden Felswand auf der südlichen Talflanke gelegen, befinden sich die Ruinen der Casa dei Pagani, einer teilweise erhaltenen Fluchtburg aus dem 11.Jahrhundert. Um in die Ruine zu gelangen, ist schwierige, ausgesetzte Kletterei vonnöten. Indessen gelangt man einfach bis auf 15 Meter an die Anlage heran: Von Malvaglia-Pianezza (718850/141080) nach Tagnugna führt die in neuen Karten merkwürdigerweise nicht mehr verzeichnete Mulattiera Malvaglia - Muncrech durch den Wald. Auf 480m umgeht sie einen aufgelassenen Weinberg. Hier steigt man diagonal in den Wald hinauf und trifft in Kürze auf die Abbruchkante zum Orino. Auf gleicher Höhe befindet sich nur wenige Meter entfernt die Ruine in der senkrechten Felswand.

Die Talflanke nördlich und westlich des Orino ist ausgesprochen sanft und von vielen Monti geprägt. Die Landeskarte liefert ein genaues Abbild des vorhandenen dichten Wegenetzes. Schwierigkieten findet man keine vor. Auf der Alpe di Prou steht ein Rifugio.

Anders ist die Situation auf der gegenüberliegenden Talseite: Folgt man der Talstrasse, so trifft man in Canè auf eine erste Abzweigung nach rechts: Ein guter und interessanter Pfad führt hier nach Muncrèch hinauf, von wo über Solgone auch ins Val Pontirone weitergegangen werden kann. In Rasóira an der Strasse im Tal führt eine Abzweigung direkt zum südlichen Ende der Staumauer hinauf. Durch einen Tunnel erreicht man den Eingang des separat beschriebenen Val Combra. In Madra zweigt das ebenfalls separat beschriebene Val Madra ab.

  Val Malvaglia
  Val Malvaglia, Becken der Alpe Giumello, vom Passo di Giumello, 11. Juli 2006  

In Fontanè ob Dandrio führt ein mehrheitlich guter abzweigender Pfad in das Tal der Alpe di Giumello hinauf. Er führt über Soregn, wo eine Verbindung nach Piano di Pena besteht, auf die schöne Alpe Piotta und von hier in einer Querung über hohen Abgründen mit verschiedenen Wasserfällen zur Alpe di Giumello. Der Weg auf der orografisch rechten Flanke setzt in Campéi an, um über Piano di Pena ebenfalls bis auf die Alpe di Giumello zu führen. Von Piano di Pena führt ein weiterer Pfad nach Passètt, er setzt sich in bescheidenerer Qualität bis auf die Alpe Piotta fort. Von der Alpe di Giumello kann man anfänglich einem verfallenen Wegtrassee folgen um später weglos bis auf den Passo di Giumello, der die Verbindung mit dem Hintergrund des Val Calanca herstellt, zu gelangen.

Vom Strassenende in Foppa zweigt ein Alternativweg zum gewöhnlichen Alp- und Hüttenweg zur Alpe di Quarnéi nach rechts ab und führt in guter Qualität über Alpe delle Bolla und Alpe di Prato Rotondo nach Ürbell. Hier führen zwei verschiedene Pfade zur Alpe Cardedo hinüber: Beide sind in rechtem guten Zustand. Eine markierte Trittspur führt weiter zum Laghetto di Cardedo. Ein anderer Pfad endet in Ör del Pizzo Nass.

Der Pfad zum Passo del Laghetto ist durchgehend in gutem Zustand. Ab dem Spätherbst ist wegen Vereisung mit Schwierigkieten zu rechnen. Der Pass vermittelt den Übergang ins benachbarte Val Soi und ins Val di Carassino. Von der Passhöhe führt die blau markierte Via Malvaglia ohne Gletscherberührung in gut zwei Stunden auf den Gipfel der Adula (T5+/III). Von Quarnéi nach Westen führt eine markierte Trittspur bis auf den Gipfel der Cima di Gana Bianca

Alta Val Malvaglia  
Alta Val Malvaglia von Pianezza (Val Madra), 13.September 2010  
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