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Valle Mara

 


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Von der Mara durchflossenes, bei Maroggia in den Lago di Lugano mündendes Tal, dessen oberster Teil bereits zu Italien gehört. Beschrieben sind hier nur jene Zonen und Routen, die ein gewisses alpinistisches Interesse aufweisen. Ebenfalls an dieser Stelle erwähnt sind die alten Pfade durch die Monte Caprino.

Lago di Lugano
Lago di Lugano vom Alpetto (Monte Caprino), 1.Mai 2009

Vom Museo doganale verlief einst ein Pfad über P.634 zum Grenzstein Nr.9. Über seinen Erhaltungszustand ist mir bisher nichts bekannt. Ebenfalls nicht bekannt ist, ob es heutzutage möglich ist entlang des Ufers des Lago di Lugano vom Museo nach Santa Margherita zu gehen. Hier nahm einst, die 1977 stillgelegte Standseilbahn nach Belvedere di Lanzo ihre Fahrt auf. Trassee und Schienen sind komplett erhalten, wie in der Landeskarte verzeichnet. Ein Zickzackweg führte einst in einiger Entfernung zum Bahntrassee ebenfalls nach Belvedere hinauf. Heute existieren auch keine Schiffsverbindungen mehr nach Santa Margherita.

Von Landessa führen die teilweise erhaltenen Reste eines Pfades durch das Val Ruina auf die Alpe Trevino. Um ihn aufzuspüren empfiehlt sich das Studium des Landeskarte 286 von 1956. Er führt zunächst im Talgrund bis zur grossen, in der Landeskarte verzeichneten Schuttfläche im Val Ruina. Auf ca 500m wird der Schuttkegel nach Osten verlassen, wo man auf die Fortsetzung des nunmehr durchgehend erhaltenen, aber nicht immer deutlichen Trassees stösst. Von Alpe Trevino nach Alpetto führt ein sehr schmaler, nicht besonders guter Pfad. Für den südwestlichen Teil der Monte Caprino sei auf die Landeskarte verwiesen, die das vorhandene Wegenetz wiedergibt. Indessen sind mir nicht alle Wegdetails der Zone bekannt.

Der Gipfel der Sighignola wird auf einer Strasse von Lanzo d'Intelvi erreicht. Entsprechend häufig wird er besucht. Auf dem Gipfel befindet sich ein geschlossenes Restaurant und die Ruinen der 1969 erbauten, aber aus technischen Gründen nie fertiggestellten Seilbahn von Campione/Fornace. In der Südflanke der Sighignola befinden sich die Reste einiger interessanter Weganlagen: Von Arogno führt ein markierter Wanderweg via Garavina und P.1113 auf den Gipfel. In der Zone Creccio, auf ca 1180m mündet der von San Vitale via Costa di Croce kommende Pfad ein, er ist namentlich zwischen 820m und 1150m in sehr bescheidenem Zustand; das Gelände ist steil und erdig. Auf der aussichtsreichen Kanzel ca 1040m dieses Pfades mündet beim Standort eines Hochspannungsmasten von Osten ein anderer Pfad: Mutmasslich eine waagrechte Verbindung unter P.1104 hindurch vom oben genannten Wanderweg, wo auf 1040m ein Pfad nach Westen abzweigt. Von der Alpe di Pugerna führte einst ein weiterer Pfad via Costa di Croce nach Creccio, seine Anfänge sind noch zu sehen, er sollte noch begehbar sein.

Die im unteren Teil vom Wanderweg nach Italien führenden Abzweigungen sind nicht in gutem Zustand. Die unterste nach Corte Mara führende Weg ist weitgehend verschwunden (Fallholzzone). Von Corte Mara bis zum italienischen Zoll ist der Pfad hingegen gut. Der zu den Ruinen von Alpe Bovisio führende Pfad ist noch sichtbar, wird aber kaum benutzt.

Auf der anderen Flanke ist das Valle Mara mehrheitlich sanft. Allein das Valle del Bové bietet wildes felsiges Gelände. Der vom italienischen Zoll das Valle del Bové auf ca 850m nach Beduglio traversierende Pfad (es existiert auch eine gute Abzweigung direkt nach Pianca) müht sich durch überraschend wildes Gelände. Zudem ist der Pfad in bescheidenem Zustand und wird nicht mehr benutzt. Der durch den Tobelgrund des Valle del Bové gegen das Valle di Gotta hinaufführende Pfad ist zwar an seinen Anfängen noch sichtbar, doch lassen diese auf eher bescheidene Wegqualität schliessen. Details sind mir nicht bekannt.

Valle del Bové
Valle del Bové, 2.Mai 2009

Weiter südlich erreicht man die separat beschriebene Zone des Monte Generoso.

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