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Val Mött
 



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Kurzes und steiles Seitental des Val Verzasca.

  Val Mött
  Val Mött, 24.Juni 2015
In Gerra/Fromighera beginnt der gute Alpweg der Alpe del Mött. Er ist als Zugangsvariante zur Capanna d'Efra rot-weiss markiert. In Corona di sotto (oder Corona di fuori) (P.1033) führt eine gute Abzweigung über Monte di Val Mött (P.1093) nach Riarasc di sotto (P.1145), von wo der Weiterweg nach Cortesell möglich wird (siehe unten). Sowohl in Monte di Val Mött (P.1093) als auch kurz vor der Querung des Riale di Val Mött zweigen schlecht erkennbare Wege ab, die entlang einer Wasserleitung orografisch rechts des Riale zu einer einfachen Querung des von Pedesitt herabstürzenden Baches auf 1240m führen. Jenseits dieses Baches findet man an der Abbruchkante zum Riale di Val Mött einen deutlicheren Weg über den Rücken hinauf. Unter einer Felswand angelangt folgt man gelben Markierungen über steile Grashänge und ein Felsband (II, Drahtseil, Tacche) in den darüberliegenden steilen Nadelwald. Auf 1500m schwenkt man allmählich gegen Norden ab und folgt Wegresten (mit einzelnen Markierungskerben an den Bäumen) auf die liebliche Terrasse von Pedesitt di Riarasc mit kleinem nicht verzeichneten Seelein. Überschreitet man den nördlich gelegenen Bach unter dem hohen Wasserfall, so erreicht man die beeindruckend gelegenen Ruinen von Pedesitt, die sich schutzsuchend unter eine hohe überhängende Felswand kauern. Nördlich an die Ruinen schliesst sich der Beginn der von P.1701 resp. Alpe del Mött herabkommenden Strada delle vacche an. Sie überwindet die überhängende Felsstufe bei der einzigen Schwachstelle im Eck unter der Wand von Sassello. Im oberen Teil, wo sich das Gelände nur allmählich abflacht, ist sie kaum mehr erkennbar. (Gerra - Monte di Val Mött - Pedesitt - Alpe del Mött 4:00, T5+/II)

Von Corona di sopra (oder Corona di dentro), ca 1110m, existiert ein sehr wilder waagrechter Pfad nach Costoregna: Er überquert den Riale di Costoregna an unglaublicher Stelle unter beidseitigen Überhängen und mündet bei einer Stütze der einstigen Seilbahn Gerra - Alpe del Mött, unterhalb von Costoregna (Corona di sopra - Costoregna 1:00, T5). In der Gegenrichtung kaum auffindbar. Von Costoregna, dessen Erreichbarkeit via Covozza beim Val d'Efra beschrieben wird, führen Reste eines Pfades, von dem nur noch schöne Treppenbauten erhalten sind, ungefähr entlang der Koordinate 131 zum noch intakten Stall in Pie. Durch den darüberliegenden Wald gelangt man zu P.1803 mit Resten eines Weidemäuerchens. Doch erst auf 1860m, auf abschüssigem Grasband zwischen den senkrechten Wänden, setzt die von den Jägern gepflegte Traverse an, die unmittelbar bei den Gebäuden von Corte di fondo mündet (Costoregna - Pie - Corte di fondo 2:30, T5).

Pie  
Pie, 23.November 2011
 
 
Wenn man von Gerra auf dem Talwanderweg Richtung Brione geht, zweigt unmittelbar nach der Brücke über den Riale di Val Mött der Pfad ab, der über Frodetta nach Cortesell führt. Bei den Gebäuden von Regòzza (P.1243) teilt er sich in vier Möglichkeiten auf: In einer waagrechten Querung gelangt man nach Corona dei Morasci (Pfad undeutlich, verfallend und überwachsend). Südlich aufsteigend gelangt man auf ausgeprägtem Pfad nach Scarèvro (P.1333; Materialseilbahn von Permaioo). Östlich aufsteigend führt ein erkennbarer Pfad zu den Gebäuden von Cortesell dei Massera (P.1363) und Cortesell dei Mignola (P.1459). Östlich traversierend gelangt man auf gut erkennbarem Pfad nach Riarasc di sotto (P.1145), er traversiert das von Alpe Rabbioso herabkommende Tobel auf ca 1300m und bleibt noch einige Zeit auf dieser Höhenkurve, bevor er steil in engen Kehren nach Riarasc di sotto hinabführt.

Um nach Cortesell dei Morasci zu gelangen, wählt man den besseren Pfad via Cortesell dei Massera (P.1363) und Cortesell dei Mignola (P.1459) (obwohl nicht in der LK verzeichnet). Derjenige über Scarèvro (P.1333) ist im letzten Abschnitt sehr schlecht sichtbar und eher ungebräuchlich. Von Cortesell dei Morasci steigt man auf einer Wegspur durch Gras Richtung Osten weiter auf. Die Route ist mit einigen Steinmännern markiert. Stellenweise finden sich Treppen und Stützmauern des alten Alpweges, der zur Alpe Rabbioso (ex-P.1809) führte. Kommt man von Cortesell dei Mignola (P.1459), so muss man nicht unbedingt über Cortesell dei Morasci gehen, der alte direkte Alpweg, deutlich unterhalb des ins Val Mött herabstreichenden Rückens verlaufend, ist ebenfalls noch vorhanden, aber undeutlich.

In Riarasc di sopra, am Fusse des Felsens P.1765, befinden sich die Ruinen einer nie verzeichneten Alp. Man erreicht sie entweder weglos von Riarasc di sotto (P.1145) über den von P.1862 nach Norden abfallenden Rücken (dabei überquert man auf 1480m das aufgegebene Wegtrassee Cortesell dei Mignola - Alpe del Mött). Oder auf einer Jägerroute mit Schnittspuren von Alpe Rabbioso (ex-P.1809) aus. Schliesslich gab es einst eine Verbindung nach Forbetta durch sehr erliges Gelände, Details fehlen. Ein steiler Aufstieg auf kaum erkennbaren Wegresten führt von der Alpe Rabbioso zu P.1862, wo man allmählich nach Süden dreht und auf nun deutlicheren Trasseeresten zuerst die Ruinen von Crona del Rabbioso (nördlich P.1953) und schliesslich die schön gelegene Alpe Alnasca erreicht und ins benachbarte Val d'Agro wechseln kann.

  Alpe Rabbioso
  Alpe Rabbioso, 6.November 2010
In Alnasca überschreitet man den Bach des Valegg d'Alnasca und folgt in einigem Abstand seinem nördlichen Ufer. Dort, wo das Gelände sich aufsteilt trifft man auf den Beginn eines zunächst deutlichen Wegtrassees, das auf interessantem Band eine hohe Stufe überwindet und sich dann in vielen Kehren den Rücken hinaufarbeitet. Im flacheren Gelände wird das Trassee bald undeutlich, man orientiert sich an reichlich vorhandenen Schnittspuren, die die Durchschlüpfe zwischen den Steilstufen weisen und erreicht die Ruinen von Corona dei Morasci (im Abstieg sehr schwierig zu finden). Nördlich der Ruinen findet sich ein erhaltenes Trassee, das ausholend den Rücken ersteigt, die kaum sichtbare Abzweigung nach Regòzza (P.1243) passiert, und auf 1290m auf weitere Ruinen stösst. Nach Norden führt ein gutes, aber schmales Weglein aufsteigend in den Grund des tiefsten Tobels, wo man auf die Wegsignatur der Landeskarte stösst, die in Kürze in guter Qualität nach Scarèvro (P.1333) führt. Von den Ruinen bei ca 1290m führt ein anderer undeutlicher Weg direkt nach Cortesell dei Morasci hinauf.

Schliesslich ist es möglich vom Talwanderweg via-à-vis Permaioo auf einem gepflegten Weg, dessen Beginn allerdings schlecht sichtbar ist, nach Cima della Piode zu gehen. Von hier führt ein verwachsender Pfad hinüber nach Frodetta.

Pie  
Riarasc di sopra, 19.Juni 2015
 
 
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