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Val de la Molera
 


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Steiles, kurzes, sehr selten besuchtes Seitental der Mesolcina. Eine mit Fahrverbot belegte Strasse führt von Santa Maria nach Scep.

Alp de Gimagn  
Alp de Gimagn, Piz de Groven, 24.November 2014  
Die Alp de Gimagn kennt drei Zugänge: Der eine führt von Verdabbio via Fogolà, die Senda (ein interessantes, ausgesetzes Band zwischen senkrechten Felsen mit guter Weganlage) und Mont Alt in meist guter Qualität zur Alp de Gimagn. Nach der Jägerhütte bei P.1012 existieren kurz zwei verschiedene Varianten durch eine felsige Passage. Darauf folgt eine sehr lange horizontale Traverse. Am Ende dieser Traverse besteht eine undeutliche Abzweigung zur Ruine des unteren Stafels von Gimagn bei P.1020. Um zum Hauptstafel zu gelangen, steigt man indessen in Kehren durch sehr steiles Gelände auf und erreicht eine zweite, exponierte Traverse auf schmalem, aber gutem Weg zur geschlossen Jägerhütte der Alp de Gimagn. Diese Hütte steht nicht bei der in der Landeskarte verzeichneten
Ruine, sondern etwa 200 Meter weiter nordnordöstlich, ungefähr auf der Gemeindegrenze Santa Maria/Verdabbio. Es ist nicht verständich, warum die Landeskarte die gute Weganlage und die Jägerhütte nicht wiedergibt. (Verdabbio - Mont Alt - Alp de Gimagn 3:00, T4)

Ein weiterer Zugang, der insgesamt von bescheidenerer Qualität ist, hat seinen Ausgangspunkt am Ende der Fahrstrasse bei Scep ob Santa Maria. Auf gutem Pfad gelangt man ins aussichtsreiche Cauriagn. Bei der oberen Hütte beginnt eine gute Pfadspur, welche sich in kühner Routenführung durch die Felswände des Sasc Bgianch windet. Nach diesem Abschnitt folgt eine leicht fallende Traverse, an deren Ende, bei ca 1560m, man auf eine Verzweigung trifft: Geradeaus geht es mutmasslich nach Alp Cardinel und über die Bocca d'Vegeina ins Val Calanca. Rechts folgt ein steiler Abstieg bis etwas oberhalb der Ruine P.1349, welche im Wald verborgen und vom Pfad nicht sichtbar ist. In fallender Traverse erreicht man die vielen Ruinen der Alp de Gimagn und kurz darauf die oben erwähnte Jägerhütte auf ca 1250m. (Sta.Maria - Cauriagn - Alp de Gimagn 3:00, T5-)

Der dritte Zugang erfolgt von Sorte oder von Ronch: Bei der Ruine ca 460m unter der Hochspannungsleitung beginnt ein Weglein, das südlich des Baches zum Eingang des Grabens des Val de la Molera führt. (Überquert man hier den Talbach, so gelangt man auf Wegresten nach Arbea, Details fehlen.) Bis zur Höhenkurve 680m erfolgt der Aufstieg stets südseits des Baches in einiger Entfernung von selbigem. Das Trassee ist meist noch erkennbar, und verblassende rote Markierungen helfen bei der Routensuche. Auf den folgenden 100 Höhenmetern ist der Bach mehrfach zu queren, bis er schliesslich am nördlichen Ufer bleibt. Wegreste und Markierungen helfen auch hier. Bei der Höhenkurve 1100m am Ria de la Molera erreicht man nun das alte, recht deutliche Wegtrassee zur Alp de Gimagn hinauf. (Sorte - Val de la Molera - Alp de Gimagn 3:00, T5+)

  Piz de Groven
  Piz de Groven von Saion/P.2021, 16.März 2007
Beim Ria de la Molera auf 1100m führt auf der nördlichen Seite eine Wegspur, die mit weiss-roten Täfelchen markiert ist, durch sehr steiles und heikles Gelände zur Ruine von Arbea. (Alp de Gimagn - Arbea 1:00, T6)

Von der Jägerhütte der Alp de Gimagn führt ein zunächst recht guter Pfad waagrecht gegen den Talhintergrund: Nach Überquerung der dritten Rinne (vgl. Landeskarte) nimmt seine Qualität ab und man trifft auf eine eher schlecht sichtbare Verzweigung: Rechts geht es in kurzer absteigender Querung nur zu einem Sprügh. Links führt ein passabler Pfad durch Blockgewirr und eine Mulde auf die felsige Rippe, welche vom Fil di Tensa herabkommt und hinter welcher sich der Graben des Ria de la Molera befindet. Der Pfad führt über die Rippe weiter bergauf, bis er bei ca 1320m gegen den Ria de la Molera abgedrängt wird, wo sich erneut eine Verzweigung befindet: Rechts führt eine drahtseilgesicherte Querung in wenigen Minuten zu P.1355, wo kein Weiterkommen möglich erscheint. Links geht es über Treppenreste weiter bergan. Die Pfadqualität wird bescheidener und man muss sich nun vermehrt an den Schnittspuren an der Vegetation orientieren. Auf ca 1500m hilft ein neues Drahtseil um einen exponierten Vorsprung und man steht überraschend vor den weiten, aber steilen Wiesen des oberen Val de la Molera. Für den Rückweg sollte man sich diese Stelle gut einprägen. Über die Wiesen weiter aufsteigend, gelangt man gegen P.2021 unter der senkrechten Südwand des Piz de Groven oder zu einem Sattel am oberen Rand der eindrücklichen Felsfluchten des Val de Drenola. (Alp de Gimagn - Saion/P.2021 2:30, T5+)

Das extrem wilde Val de Drenola kannte einst einen Pfad von Drenola durch den Bosch de Dosseda bis in den mittleren, etwas weniger steilen Talteil (ca 1050m). Von hier ist ein Jägerpfad nach Bec del Mut bekannt. Details fehlen bis anhin.

Saion  
Saion/Val de la Molera vom Piz della Molera, 27.Juni 2009
Foto: Manuel Haas
 

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