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Valle Morobbia
 



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Bewohntes Seitental zum Ticino. Die Fahrstrasse führt über Carena hinaus bis auf die Alpe di Giumello. Sie ist ab P.1021 mit Fahrverbot belegt und durch eine Barriere abgesperrt. Das linke Seitental Valmaggina ist separat beschrieben.

Valle Morobbia  
Camoghè und Valle Morobbia von Monti del Dosso, 25.Dezember 2014  
Die insubrische Linie, die Trennung zu den südlichen Voralpen verläuft durch das Val Morobbia. Die Landeskarte liefert einen Überblick über die noch vorhandenen Pfade. Man rechne nicht überall mit guter Wegqualität. Einst war das Tal jedoch von einem weitaus dichteren Wegenetz durchzogen, das nur noch teilweise auffindbar ist. Auf verschiedenen offensichtlichen Routen kann ins Valle d'Arbedo gewechselt werden. Über den Sattel zwischen P.2072 und P.2119 gelangt man ins Val d'Albionasca. Indem man den Passo San Jorio überschreitet und anschliessend auf italienischer Seite auf Pfadspuren zur Bocchetta del Lago weitergeht, kann man auch ins Val di Roggiasca gelangen. Südwestlich schliessen die Quelltäler des Val d'Isone an.

Von Camorino verkehrt die wenig bekannte Seilbahn nach Croveggia. Der offizielle Wanderweg führt von hier via Pian Grande und durch steiles Gelände mit einigen Drahtseilen versehen nach Cremorasco und damit ins Val d'Isone. Auf der anderen Seite gelangt man via Prodent und das Valle di Verona nach Monti Scertara, wo man auf den von Camorino via die Hungertürme von Montagna heraufkommenden Wanderweg "La Via dell'Acqua" (PDF, 5 MB) trifft. Er führt weiter nach Monti di Stagno und - überraschend wild - bis zum Stausee (Diga Morobbia oder Diga di Carmena, P.642). Hierher darf auch mit Kraftfahrzeugen gefahren werden.

Von den Monti di Stagno führt eine aufgegebene offizielle Markierung, deren Verblassung weit fortgeschritten ist, über Stagno mit seinem einsamen Brunnen und den steilen Rücken von Cucca zur Alpe Caneggio im Einzugsbereich des Val d'Isone. Diese Route stellt die kürzeste Möglichkeit des Aufstiegs auf die Camoghè aus dem Val Morobbia dar. Das Einzugsgebiet des Valmaggina ist separat beschrieben. (Diga Morobbia - Stagno - Caneggio - Camoghè, 4:30, T4)

Die Verbindung von Stagno über die Brücke unterhalb P.622 ist noch grossteils erhalten, wird aber nicht mehr begangen. Diejenige von Monti di Scertara zur Brücke unter P.622 ist verschwunden, das Gelände abweisend. Bei P.553 führt eine Abzweigung mit vielen Kunstbauten zum Acquedotto in der Schlucht des Valmaggina. Der Zugang ist offiziell verboten, das Acquedotto nach Beschädigung am östlichen Widerlager einsturzgefährdet. Ein Pfad führt weiter in die Schlucht des Valmaggina hinein und endet vor einer versperrenden Kraftwerkseinrichtung (Wasserfassung). (Diga Morobbia - Acquedotto, 0:45, T4+)

  Alpe Pisciarotonda
  Alpe Pisciarotonda, 25.Dezember 2014
Entlang des nördlichen Ufers des Stausees verläuft ein schmaler, aber guter Pfad zur Ruine von Sabione an der Stauwurzel. Reste eines Pfades führen hinauf zur nächsten Ruine, Costa, ex-P.689. Der in der Landeskarte verzeichnete Auftstieg zur Talstrasse ist nur noch rudimentär erkennbar. Er endet abrupt vor dem mit Stacheldraht und Kameras gesicherten Anwesen Popp, wo kein Durchkommen möglich ist. Man kann das Anwesen mühsam durch steiles Gelände auf der einen oder anderen Seite umgehen. Die Umgehung auf der westlichen Seite ist zwar etwas bequemer, endet jedoch vor der mutwillig zerstörten Treppe der Stützmauer der Talstrasse. (Diga Morobbia - Sabione - Melera, 1:00, T4-)

Vom Diga Morobbia führt ein anderer offizieller Wanderweg nach Monti di Moneda, Costa dell Albera (mit kleinem, privaten Museum) und ins Valmaggina. Der östliche Teil der Monti di Moneda bei ex-P.911 ist als Monti Sarina bekannt. Der von hier in den aktuellen Karten noch verzeichnete Pfad via die Brücke P.697 nach Melera konnte anlässlich einer ersten Rekognoszierung bei Regenwetter überhaupt nicht gefunden werden und bedarf einer neuerlichen Überprüfung.

Von Carena führte einst ein direkter Pfad hinüber in die Monti di Carena, Details fehlen bisher. Heutzutage geht man via die Brücke unterhalb P.956 und quert das Val di Poltrinetto auf nur mässig gutem Pfad. Die weitere Querung nach Monti di Moneda ist ebenfalls nur wenig ausgeprägt, aber inoffiziell mit Farbmarkierungen versehen. Beim Erreichen des höchsten Punktes, ex-P.1014, wenige Meter östlich der von P.1514 herabkommenden Rinne, mündet eine grosszügige Weganlage von Monti della Schena ein, die nur in alten Karten verzeichnet ist. (Carena - Brücke P.956 - Monti di Moneda, 1:30, T3)

Die orografisch rechte Talseite des Valle Morobbia ist deutlich sanfter. Die Landeskarte vermittelt einen guten Überblick über das bestehende Wegenetz. Nicht mehr begangen wird die Traverse von Carena via Fontana Marcia nach Monti di Ruscada. Gleiches gilt für den Weiterweg hinauf nach Monti del Dosso und für den Weg von Fontana Marcia nach Dosso di Prada und Alpe Pisciarotonda. Sie befinden sich allesamt in bescheidenem Zustand, sind aber noch erkennbar. Über die Wasserscheide zum Valle d'Arbedo verläuft ein aussichtsreicher offizieller Wanderweg entlang militärischer Befestigungen aus dem Ersten Weltkrieg.

Im übrigen sei auf das 2010 bei Salvioni erschienene empfehlenswerte Buch "Alpi e storie di alpi della Val Morobbia" von Giancarlo Maretti verwiesen.

Ponte Morobbia  
Ponte Morobbia (Carena), 24.Oktober 2013
 
 
Weitere Fotografien linke Talseite

Weitere Fotografien rechte Talseite

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