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Valle Onsernone
 



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Langes, bewohntes und häufig besuchtes - vom Isorno durchflossenes - Haupttal. Die Fahrstrasse des Tales führt bis zu den Bagni di Craveggia. Sie ist ab Spruga mit einem Fahrverbot versehen. Das Seitental Valle di Vergeletto ist separat beschrieben. Eine Seilbahn führt von Vergeletto-Zòtt zur Capanna Salèi. Im Süden grenzt das Centovalli an. Das Tal wurde vom Autor noch nicht in allen Teilen aufgesucht. Die Pfade sind oftmals in bescheidenem Zustand. Man hüte sich auch vor der Annahme, auf unproblematische Wanderwege zu treffen. Die Zone des Pedemonte wird an dieser Stelle dem Tal zugeschlagen. Folgende Informationen sind bisher verfügbar:
Valle Onsernone  
Valle Onsernone von Barione, 5.November 2012
 
 
In den Monti oberhalb der Dörfer des Pedemonte wurde eine Vielzahl von historischen Pfaden dank des Einsatzes der Pro Centovalli e Pedemonte wieder hergerichtet und markiert. Sie sind - mit Ausnahme der Verbindung von Chilasco nach Vii - allesamt in der Landeskarte verzeichnet. Entlang der hergerichteten Pfade weisen kleine Täfelchen auf die vielen alten Ortsnamen hin. Besonders interessant und empfehlenswert sind der Verbindungsweg Littuno - Chilasco, die verfallenden sieben Kapellen am Pfad von Cavigliano über Ronco del Re (P.430) nach Miluno und die Felsheidenvegetation rund um das ganzjährig bewohnte Bartegna (ex-P.527) sowie die in Ruinen liegenden Siedlungen von Picin (ex-P.541), Lisca (ex-P.573) und Sell in der Südflanke der Colma.

Weitere Fotografien Pedemonte

Der alte Pfad von Auressio via Giardino und Collo nach Cràtolo wurde ebenfalls dank des Einsatzes der Pro Centovalli wieder hergerichtet und semioffiziell markiert. Interessant sind besonders die Ponte Romano vor Collo und die Kapelle Madonna du Rosàri, wo einst eine sehr alte Variante des Talweges von Cresmino einmündete. Oberhalb von Cràtolo befinden sich ausgedehnte Farnbestände. Die einstigen Siedlungen Merisc und Cortenasca versinken darin. Selbst ausserhalb der Vegetationsperiode ist es recht mühsam zu den Ruinen zu gelangen. Cortenasca wurde zuletzt von Lozz erreicht, Details dazu fehlen. (Auressio - Collo - Cràtolo - Cortenasca - Testa, 2:30, T4-)

Von Loco führt ein guter Wanderweg über den Passo della Garina ins Valle di Lareccio; der offizielle Zugang zum Pass von Auressio via Ferreria ist hingegen ruppig und bescheiden. Ein anderer guter Pfad führt von Loco über Sella, Cortasiell und Pino auf den Passo della Maggia, wo man ins Valle di Lodano eintritt. Die Abkürzung von Sassello über den Rücken direkt nach Pino wird zwar noch gepflegt, ist aber nicht immer deutlich. Einst führt der waagrechte Beginn dieses Pfades weiter nach Costa dell'Asèed und Costa dei Masgnèi im Valle di Lareccio. Von Berzona kann man nach Monti Iasco steigen. Der Weiterweg ist - wie in der LK vermerkt - im Tobel des Ri Bordione vor Ledrima unterbrochen. Man überwindet die Stelle weglos, was nicht ganz einfach ist. Der Weiterweg von Ledrima nach Sassello ist noch vorhanden, der Weg schmal und anspruchsvoll. (Berzona - Iasco - Ledrima - Sassello 2:00, T4+)

  Merisc
  Merisc, 17.November 2013
Von Mosogno leitet ein sehr bescheidener Pfad nach Serta, das besser auf recht gutem Weg von Barione angegangen wird. Bei P.1192 führen bescheidene Reste eines Weges nach Naidin. In Mondadiscio (ca 950m, LK: Cadré) zweigt ein noch vorhandener Pfad durch abschnittsweise wildes Gelände in die Forcola ab. Er ist rot markiert, und wird im Bosco della Cavüria stark von der Vegetation bedrängt, so dass eine Begehung im Winterhalbjahr empfehlenswerter ist. Gleich zu Anfang ist ein felsiges Tobel wegen der nicht mehr vorhandenen Brücke etwas höher zu umklettern. (Barione - Mondadiscio - Forcola 2:15, T4/II-) Ein anderer, häufiger genutzter Pfad erreicht die Forcola von Russo über die Ruine von Coll (P.1043). Auch er ist rot markiert und in erstaunlich gutem Zustand. Seinen Anfang (rote Aufschrift "Forcola" auf Felsen) findet man am Weg der von Russo zum südlich von Coll gelegenen Wasserreservoir führt. Der Ausstieg über eine Felsstufe auf die Forcola ist mit neuen Ketten versehen. (Russo - Coll - Cavüria - Forcola 2:00, T4-) Ein gutes Wegstück nach der Ruine von Coll zweigt der ebenfalls gute und rot markierte Pfad ab der in steilen Kehren zum Sattel ex-P.1334 führt und weiter über die Teste bis in die Forcola. In der Nähe von P.1439 berührt man eine neue, aussichtsreich gelegene, geschlossene Jägerhütte. (Russo - Coll - Teste - Forcola 2:15, T3) Nur wenige Meter südlich des Sattels ex-P.1334 befinden sich die Ruinen von Al Sasso. Die Zugänge in die Forcola und nach Al Sasso aus dem Einzugsgebiet des Ribo sind beim Valle di Vergeletto beschrieben.

In Prou ob Vocaglia zweigt ein sehr schmaler Pfad ab, der zur Ruine von Bresciügöi führt. Trittspuren setzen sich von hier über den ganzen Grat des Mottone und Pizzo Zucchero bis zur Capanna Salei fort. Die Wege und Pfade im Bereich von Comologno und Spruga sind - wie generell diejenigen der orografisch rechten Talflanke - oft in einem etwas besseren Zustand als im übrigen Tal. Besonders interessant ist der noch ganz akzeptable Pfad von Mondada oder Fenei hinüber nach Camana und in die Bagni di Craveggia. Er weist einzelne Markierungen neueren Datums auf. Im Valle della Camana führt er über ein kühnes, ausgesetztes Band.

Teste, Barione  
Teste von Barione, 5.November 2012
 
 
Zur orografisch rechten Talflanke:

Von Mosogno führt ein offizieller Wanderweg in guter Qualität via Pign und Frescheina nach Pian Segna (Monti di Comino). Ein ebenfalls offizieller Wanderweg zweigt in Frescheina und führt - sehr bescheiden und eher anspruchsvoll - via Chel nach Calascio.

Von Pign führen die Reste eines weitgehend waagrechten Pfades zu den Ruinen des einst stattlichen Hofes in Monton. Über Wegreste lässt sich von hier Er erreichen, das am bescheidenen offizielle Wanderweg von Frescheina nach Calascio liegt. Eine Variante zum Wanderweg führt mit noch gut erkennbarem Pfad und inoffiziellen blauen Markierungen via Colascia (nicht zu verwechseln mit Calascio). Von Colascia existiert ein querender Pfad zu den Ruinen von Guald. Er ist in der tief eingefressenen Rinne in guter Qualität, ausserhalb davon jedoch schlecht sichtbar und nicht ganz einfach aufzuspüren. Westlich von Guald existiert kein Weg mehr, doch ist es an einer bestimmten Stelle möglich, den Ri del Guald zu queren, um zum Wanderweg nach Pian Segna zu gelangen.

Der von Russo nach Neveria führende Pfad ist aufgegeben, aber noch begehbar. Bei der Mündung der Cavüria findet sich eine interessante Höhle unter einem riesigen Block. Besser geht man von Mosogno Sotto zur Madonna della Neveria (P.588), um ins einst ganzjährig bewohnte Dorf Oviga zu gelangen. Von Oviga ist der nach Monte di Sotto und Curiei führende Pfad am Anfang nicht mehr erkennbar. Später ist er sichtbar, wird aber wohl kaum mehr begangen. Die Häuser in Curiei sind hergerichtet, möglicherweise erfolgt der heutzutage übliche Zugang von Riana. Über den einstigen Verbindungspfad von Monte di Buritt nach Curiei ist bisher nichts bekannt. Die Verbindung von Curiei nach Pian Segna ist de facto verschwunden. Wegen der sehr steilen laubbedeckten Hänge ist von einer Begehung abzuraten. Hingegen ist es möglich von Curiei über den Rücken auf den Pizzin (P.1643) hinaufzusteigen. Dies ist zwar steil, aber ohne alpinistische Probleme möglich, nur vereinzelt Schnittspuren und Wegreste. (Mosogno - Oviga - Curiei - Pizzin, 3:30, T4+)

  Alpe Vitelli
  Alpe Vitelli, 7.November 2013
Der Pfad von Russo über Oviga und Riana zu P.794 am Wanderweg nach Comino ist - wie dies die LK andeutet - noch vorhanden, aber in bescheidenem Zustand. Im besonderen ist im Bosco della Cruseta eine steile Rinne zu queren, wo der Weg offenbar einst grossflächig abgerutscht ist, aber nur provisorisch wiederhergestellt wurde (Drahtseil). (Russo - Oviga - Riana - P.794, 2:30, T4+)

Von der Brücke P.656 unterhalb Bolle führt ein noch erhaltener Pfad zu den zwei Stafeln von Monte di Buritt. Von beiden Stafeln gibt es Verbindungen in bescheidener Qualität zu den zwei Stafeln von Igola (der obere ist merwürdigerweise nicht mehr in der aktuellen LK verzeichnet, obwohl eine grosse Ruine erhalten ist). Igola seinerseits wird auch auf einem ungewöhnlich interessanten Pfad von der Brücke P.626 unterhalb Russo erreicht. Dabei wird das Val Masca auf schmalen Felsbändern gequert (Drahtseile, Geländer). Sobald die Westseite der Rippe von Igola erreicht ist, steigt er entlang roter Markierungen über den Sporn zur aufgebenen Hütte von Igola. Anstatt den roten Markierungen zu folgen, kann man auch über Wegreste weiter aufwärts traversieren und erreicht wiederum den unteren Stafel von Monte di Buritt. Einst gab es auch einen Verbindungspfad von Igola durch das obere Val Masca nach Curiei, Details fehlen.

Von Comino führt der offizielle Wanderweg über den Verbindungsgrat zum Centovalli auf den Pizzin (P.1643) und weiter via Pescia Lunga - Corte Nuovo - Cappellone zur Alpe Ruscada. In der Ostnordostflanke des Pizzo Ruscada befinden sich unterhalb des Wanderweges beim einstigen P.1643 die Ruinen der Alpe Vitelli auf einer noch offenen Lichtung zwischen Lärchenbeständen. Sie sind von verschiedenen Stellen, zum Beispiel recht gut vom Ostgrat des Pizzo Ruscada zu erkennen. Es ist umso bemerkenswerter, dass sie auf heutigen Karten nicht mehr verzeichnet sind. Der Zugang erfolgt vom Wanderweg und ist wegen der Alpenrosen- und Wacholderbestände mühsam. Einst wurde diese Alp von Crana via I Sett erreicht, dazu fehlen bisher Informationen.

Von der einstigen Caserma Onsernone (P.1007) bei den Bagni di Craveggia führt der offizielle Wanderweg via Alpe Isornia und die Bocchetta di San Antonio nach Craveggia. Recht gut erhalten und inoffiziell in verschiedenen Farben markiert ist der alte Alpweg von P.1174 via Alpe Casere Nuove und Alpe Corno nach Alpe Cortaccio. Weitgehend verschwunden sind jedoch alle Pfade im Umfeld des Monte Corno, so der direkte Pfad von der Caserma zur Alpe Corno und die Zugänge aus dem abweisenden Valle del Corno. (Caserma Onsernone - Casere Nuove - Corno - Cortaccio, 2:45, T3)

Valle Onsernone  
Valle Onsernone von Monte di Sotto, 9.November 2013
 
 

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