www.alpi-ticinesi.ch
Valle di Peccia
 



alpi-ticinesi.ch > ticino > valli > peccia


Langes, trotz Besiedlung, nicht sehr häufig besuchtes Seitental des Val Lavizzara. Die Fahrstrasse des Tales führt bis nach Corte della Froda und von dort weiter bis Piatto della Froda. Sie ist beim Steinbruch von Ghiéiba mit Fahrverbot und Barriere versehen, Fahrbewilligung im Grotto al Cort in Sant'Antonio oder im Monaci in San Carlo erhältlich. Es ist nur wenig touristische Infrastruktur im Tal vorhanden. Im Ristorante Monaci in San Carlo di Peccia (Tel. 091 755 11 45) findet man gute und freundliche Unterkunft (Zimmer ab CHF 50).

  Valle di Peccia
  Valle di Peccia vom Pizzo Castello, 12.September 2003
Foto: Manuel Haas
Von Veia führt ein Pfad nach Taìul und Taìul Alta (P.995). Wenig weiter östlich liegen in der Vegetation die nur teilweise in der Landeskarte verzeichneten Ruinen von Taìul di Dentro und Sóstan. Setzt man die Traverse auf anfänglich kaum mehr erkennbaren Wegresten fort, so gelangt man über ein Band zu den Ruinen von Sasselli (P.1050), wo die zu tief hängende Hochspannungsleitung zu beachten ist. Von Sasselli kann man - nicht einfach - zwischen Platten hindurch entlang weniger Schnittspuren zur Maggia hinabgelangen, die bei 980m überschritten wird und die Strassenkehre ca 1010m durch mühsame Vegetation erreichen. (Veia - Taìul - Sasselli - Fahrstrasse ob P.978, 1:30, T6-)

Von Cortignelli leitet ein Pfad über Zotói nach Badolesc. Es existieren zwei Varianten, um nach Badolesc zu gelangen. Sie verzweigen sich auf 1220m. Die untere Variante führt über Felsbänder in die Zone Coste und nach einer Kehre gerade hinauf zu den Ruinen von Badolesc (Schnittspuren, Treppenreste). Die obere entspricht der Wegzeichnung der Landeskarte und ist besser erhalten, aber im Sommer von hohem Farn bestanden. Bei den Ruinen P.1357 von Badolesc existierte früher eine Abzweigung zu den Ruinen von Piendralta, der Weg ist heutzutage verschwunden. Ein im Sommer teilweise von hoher Vegetation bestandenes Wegtrassee setzt sich durch ein plattiges Tobel zur Ruine P.1389 fort, wo heutzutage der Weg definitiv endet. Es ist indessen möglich weglos in das schluchtartige Tälchen des Ri di Veia einzudringen und über eine der beiden Rinne gegen P.1872 anzusteigen, womit man die beim Val Lavizzara erwähnte Zone von Corte Vecchio erreicht. In San Carlo di Peccia führt ein anderer, sehr steiler, aber gepflegter Pfad über Piode zur Bergstation der Kraftwerksseilbahn. Weglos gelangt man von hier in Kürze zu den Ruinen von Canicc. Der Weiterweg über den Rücken nach Piendralta ist möglich, aber heikel, Details fehlen.

Badolesc  
Badolesc, 20.Juli 2010  
Der Zugang ins Val Cornera wurde 2010 etwas hergerichtet: Ostsüdöstlich der Gebäude von Sant'Antonio sticht man in den Wald hinein und folgt einer sanften Mulde am Fuss der Hänge von Öir. Sobald man sich dem Ri di Rünee nähert, nimmt man links den Beginn des alten Pfades wahr. Er führt in ordentlicher Qualität an verschiedenen Ruinen vorbei bis auf eine Höhe von ca 1550m, am Beginn eines langen Drahtseils. Man kann nun entweder dem Drahtseil folgen und anschliessend zur Ruine P.1640 traversieren, oder aber in der Mitte des Drahtseils nach rechts abbiegen, um über eine lange Abfolge von Tacche ebenfalls zur Ruine von P.1640 zu gelangen (anspruchsvoller). Zunächst über den Rücken auf dem die Ruine P.1640 steht, später in diagonalem Aufstieg erreicht man - im Sommer sehr blumenreich - die geschlossene Jägerhütte P.1879. Von hier gelangt man in zunehmend offenem, aber steilem Gelände auf den allmählich verfallenden Pfad des Sentiero dei Vanisc, der den Übergang ins oberste Val Lavizzara erlaubt. Ebenfalls möglich ist der Aufstieg über den Rücken mit den P.1824 und 2105, in dem man nach dem langen Drahtseil nach links hält.

Weitere Fotografien Badolesc, Cornera

Von Scepà, bei P.1572, am nördlichen Tunnelportal führte einst ein Pfad am Gebäude von Vadlaa vorbei bis Cavarghiasc (P.1733). Details dazu sind mir nicht bekannt. Indessen führen von Casgioléir recht gute Pfadspuren, die sporadisch mit orangen Markierungen versehen sind, über Cavarghiasc auf die Alpe dei Sassi und nach Pisóm. Sie setzen sich bis auf den Übergang des Sentiero dei Vanisc fort. Alte Karten verzeichnen vor Pisóm eine Abzweigung, die zu einer Ruine im Bereich von Sasso (ca 1868m) führt. Vermutlich war diese Ruine auch einst von Ghiéiba via Ri del Rosso erreichbar, Details fehlen. Von Pisóm lässt sich weglos, aber ohne grössere Probleme auch die Bocchetta di Pisone erreichen. Von Cavarghiasc, wie auch von der Hütte P.1672 führen Pfadfragmente zum Corte della Pianca und zum Corte della Ganna der Alpe Valamaió. Die Ruinen von Maturell lassen sich auf solchen von P.1672 oder von Corte della Bolla via Starlaresciöö erreichen. In die darüberliegende Flanke führten einst dort endende Pfade hinein.

  Rosso
  Rosso von Piatto Cröis, 12.September 2003
Foto: Manuel Haas
Auf dem Talpfad, der auch eine verfallende Entsprechung auf der gegenüberliegenden Seite hat, erreicht man Corialmètt und Zotta der Alpe della Bolla. Wenig nach Zotta erreicht man eine Verzweigung: Rechts auf nicht immer deutlicher, aber markierter Pfadspur auf den Passo del Sasso Nero, wo man ins obere Val Sambuco gelangt. Geradeaus auf einer Pfadspur in die Bocchetta del Lago Nero, wo der Abstieg ins Val Bavona möglich wird. Letztgenannter Übergang ist auch direkt mit dem Passo del Sasso Nero durch einen markierten Pfad verbunden. Biegt man bei der Verzweigung von Zotta links ab, so gelangt man auf gut markierten Pfadfragmenten zum Lago della Zòta und zum Übergang des Cavallo del Toro (P.2486), der es ermöglicht, über sehr steile Grashänge nach Piatto della Froda zu wechseln.

Zur orografisch rechten Talflanke: Gegenüber von San Carlo di Peccia, beim Kreuz oberhalb der Gebäude von Piano di Ganna, setzt der noch recht gut erhaltene Pfad nach Corte Sonadello an. Das erste kurze Teilstück war noch in der vorletzten Ausgabe der Landeskarte verzeichnet. In Corte Sonadello befindet sich eine Verzweigung: Geradeaus geht es auf ausgeasteter Route durch ein Erlenmeer nach Piatto di Sonadella, 1816m (ohne Signatur, Namen und Kote in der LK). Links der Hütte ist das Gelände offen, man erreicht die Ruine von Matür di Sonadella, 1918m (ebenfalls nicht verzeichnet in der LK). Man kann nun waagrechts nach Ostnordosten auf den Resten eines Weges durch eine Felswand traversieren (kurze Stelle II) um zu den Ruinen von Motto di Sonadella, 1982m (auch diese nicht in der LK vermerkt; Standort wenig südwestlich P.1946) zu gelangen. Oder aber ab Matür auf den Resten eines im steilen Gelände noch erkennbaren Weges von Westen her auf den Pizzo della Vena Nuova steigen. Vermutlich stellte P.2195 einst einen Übergang zwischen Sonadella, Sovénat und Brünesc her, Details dazu fehlen allerdings. (Piano di Peccia - Sonadella - Motto di Sonadella, 3:00, T4+/II)

Weitere Fotografien Sonadella

Motto di Sonadella  
Motto di Sonadella, 25.September 2013  
Geht man in Corte di Sonadella hingegen nach links, so gelangt man - ebenfalls durch ein Erlenmeer - und durch eine Wand hinüber nach Corte d'Arcön. Dieser Pfad wird von den Jägern nur noch notdürftig freigehalten, man mündet auf 1520m auf dem Rücken von Corte d'Arcön, das auch direkt von Volpiano erreicht werden kann: Beim südöstlichsten Haus von Volpiano beginnt ein mässig ausgeprägter Pfad, der allerdings im Verlauf des Sommers gemäht wird, und durch interessante Passagen nach Monte dell'Ovi führt. Bevor man die von P.1536 herunterkommende Rinne überquert zweigen rechts die Pfadreste ab, die oberhalb hoher Felswände, durch hohes Gras hindurch, diagonal nach Arcön ansteigen (heikel, T6). Steigt man hingegen bei der Verzweigung der Pfade gerade über den Rücken an, so gelangt man steil, aber problemlos zur Ruine von Costa, 1393m. Man kann von hier, etwas mühsam, zum Ende der Forststrasse bei P.1536 weitersteigen. Weitere Hinweise zur Zone um Monte dell'Ovi findet man beim Val Lavizzara.

Weitere Fotografien Arcön

Vom Umspannwerk in Piano di Peccia gelangt man auf eher gutem Pfad ins Tal der Alpe Sovénat. Der Pfad verschwindet kurz nach Corte di Fondo, taucht wenig später aber wieder auf und führt über Corte di Mezzo nach Piatto di Sovénat. Rechts hinüber führt eine Abzweigung zu den Gebäuden von Nuiee und Piatéi (P.1927). Es ist möglich, die Costa di Cröis in der Nähe von P.2103 (Rabisell) zu überschreiten, um nach Piatto Cröis zu gelangen. Details dazu sind mir nicht bekannt. Über die über der Alp liegende Bocchetta di Sovénat, die früher sogar über einen Pfad verfügte, kann man - nicht einfach - ins Val Bavona eindringen.

Von Piano di Peccia (Pfadbeginn nach dem letzten Gebäude an der Fahrstrasse Richtung Cansgéi - Pisói) gelangt man auf neu hergerichtetem Pfad über die Ruine bei P.1492 nach Corte di Fondo der Alpe Piatto Cröis. Wenig über den Gebäuden mündet der akzeptable, neuerdings blau markierte Pfad ein, der von Corte di Fondo di Sròdan herüberleitet. Auf weiterhin recht gutem Pfad gelangt man nach Piatto Cröis, wo wiederum ein neu hergerichteter Pfad zu den Hütten von Pezze Grosse (P.2054) führt. Wie schon erwähnt lässt sich die Costa di Cröis zur Alpe Sovénat überschreiten (Details fehlen). Von Pezze Grosse kann man auch in die andere Richtung wechseln: Entlang von alten Pfadfragmenten gelangt man via Corte Candalign zur Alpe Sròdan und zum Rifugio Poncione di Braga. 300 Meter südlich von P.2033 passiert man eine sehr ausgesetzte Felswand mit Hilfe von Tacche, Drahtseilen und alten Eisenstiften. An Ort und Stelle ist die Jahreszahl 1818 eingemeisselt; der Autor zog es im Juli 2009 mangels Sicherungsmaterial vor, auf die Passage zu verzichten, daher fehlen letzte Details. Die Überschreitung der Bochetta di Foiòi ins Val Bavona ist anspruchsvoll.

  Rifugio Poncione di Braga
  Pizzo del Piatto di Röd, 13.September 2003
Foto: Manuel Haas
Der alte Pfad von der Brücke P.1070 im Talgrund zum Corte di Fondo di Sròdan ist kaum mehr erkennbar. Besser geht man über den Steinbruch und von da auf dem guten Hüttenweg des Rifugio Poncione di Braga. Wenn man zur Hütte möchte, findet sich entlang des Ri delle Spondelle eine sporadisch markierte Abkürzung. Sie ist wegen Verbuschung nicht besonders empfehlenswert. Interessanter ist folgende Variante: Vom Fenster des Tunnels unter der Piode del Masnee oder direkt vom alten Talpfad in Erta zweigt ein gut erhaltener Pfad durch wildes Gelände zur Corona del Masnee ab. Kurz bevor man die Ruine von P.1697 erreicht hat, zweigt rechts ein Pfad über eine Holzleiter zu den Gebäuden von P.1777 ab. Er setzt sich als schlechte Pfadspur über Corte di Mezzo bis auf die Alpe del Masnee (P.2123) fort. Von der Ruine P.1697 kann man entlang von Markierungen den Pfadspuren durch Alpenrosen folgen, um über das Gebäude P.1834 direkt zum Rifugio Poncione di Braga zu steigen.

Die über den sanften Alpweiden sich befindenden Übergänge der Bocchetta di Sròdan und der Bocchetta del Masnee lassen sich einfach, wenn auch pfadlos erreichen. Die Abstiege ins Val Bavona sind jedoch anspruchsvoll. Über die mit einer Markierung versehene Bocchetta della Froda gelangt man hingegen problemlos in die Gegend von Robièi.

Von Larecióm an der Talstrasse (bei P.1695) führte früher ein direkter Pfad zur Ruine von Cantoni di Sassello (P.2020). Er scheint nicht mehr vorhanden zu sein. Man kann der Fahrstrasse folgen, oder ab Starlareciöö in den markierten alten Pfad einschwenken, der über Chiügnöö direkt nach Piatto della Froda oder zum Filo della Tanèda führt. Von Piatto della Froda führt eine Markierung unterhalb der Hütten P.2247 durch, und erreicht über sehr steile Grashänge den Übergang des Cavallo del Toro (P.2486), wo man nach Zotta gelangt. Ein weiterer Zugang, den ich bisher noch nicht rekognosziert habe, führte einst von Corte della Froda über die Piodaa del Furnaa nach Piatto della Froda.

Castello - Rossa  
Pizzo Castello - Pizzo della Rossa, 28.Juli 2009
 
 
Weitere Fotografien I

Weitere Fotografien II

Weitere Fotografien III

Zur Übersicht