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Valle del Ria Grande
 



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  Pianosto
  Pianosto, 13.Januar 2012
Häufig besuchtes Seitental des Vallemaggia. Eine Fahrstrasse führt von Monte Brè bis auf die Alpe Vegnasca, wo sich Teile der Skianlagen von Cardada-Cimetta befinden. Das Tal befindet sich im näheren touristischen Einzugsbereich von Locarno und wird auf der offiziell markierten Wanderroute Cimetta - Pianosto - Avegno recht häufig besucht. Die Monti Al Noce, Piano, Monasté und Pianosto werden zudem landwirtschaftlich genutzt.

Von Avegno gelangt man auf verschiedenen Varianten nach Cima di Ronco, wo der offizielle Wanderweg seinen Ausgangspunkt hat. Auf überraschend interessanter Weganlage mit einigen Kunstbauten gelangt man zur Kapelle auf ca 560m. Wenig höher wird eine Verzweigung erreicht: Links der direkte, in der aktuellen LK verzeichnete Pfad; rechts die alte, kürzlich wieder hergerichtete Mulattiera für das Vieh, die weit gegen Brusiscio ausholt, einen Ruinenplatz auf ca 660m passiert und offenbar nur in der Erstausgabe der LK50 von 1951 verzeichnet war. Die Varianten vereinigen sich wieder in Scaladri. Bei der Kapelle ca 900m erreicht man eine erste eher undeutliche, aber (inoffiziell) markierte Abzweigung nach Al Noce, 40m höher die zweite Abzweigung. Hier gelangt man auf gutem Pfad und offiziell markiert via Al Noce und Piano nach Pii ins benachbarte Val Grande. Einst führte bei der vorgenannten Abzweigung auch ein Weg in die andere Richtung, nämlich in die Zone Erta; besser geht man heute über Sambiee. Bei der Kehre ca 980m kann man geradeaus weitergehen und erreicht bereits nach wenigen Schritten die Gebäude von Sambiee. Einst führte der Talweg östlich von Sambiee weiter hinauf; aus disem Grund findet man hinter den Häusern verblasste offizielle Markierungen, die auf ein schönes, von Steinmauern umsäumtes, aber aufgegebenes und mit Haselsträuchern überwachsenes Wegtrassee leiten, das nach Monasté leitet. Folgt man dieser Weganlage nicht bergauf, sondern überquert es lediglich, gelangt man etwas absteigend unter eine Felswand, die gelegentlich beklettert wird (bis hierher inoffizielle Markierungen und Schnittspuren). Noch etwas tiefer trifft man auf einen recht grossen, aufgegebenen, aber gut erhaltenen Stall, in phantastischer Lage unter einen riesigen überhängenden Block gebaut, der auch in der aktuellen LK noch verzeichnet ist. Setzt man die Traverse - nun horizontal - fort, so gelangt man auf den in der vegetationsfreien anfangs gut sichtbaren Pfad, der mit vielen kleinen Treppenstufen sich durch vorwiegend grasiges Gelände in die Zone Erta hineinschlängelt. Er wird bald undeutlicher, schliesslich - gegen die Koordinate 703 und die Höhenkurve 1300m hin - verliert er sich vollständig. Weglos gelangt man ohne nennenswerte Probleme wieder hinauf zum offiziellen Wanderweg von Pianosto nach Alpe Vegnasca.

Etwas höher oben führen inoffiziell markierte Varianten via Alpe Faeda oder die in den Karten getilgten Ruinen der Alpe Ciabött ebenfalls durch die Zone. Von Alpe Faeda gelangt man weglos über P.1636 zur Alpe Costa Bella im benachbarten Val Grande. Schliesslich kulminiert das Tal in der touristischen Zone der Cimetta und der Cima della Trosa, über die dazwischenliegende Bassa di Cardada gelangt man ins Val Resa.

Zur orografisch linken Talseite: Der Flurname Caurg (Cavürgh) deutet auf einen begangenen Durchschlupf hin, mutmasslich gab es einst einen direkten Pfad von Avegno di fuori nach Costa, dazu ist jedoch nichts bekannt. Von Costa führt ein nicht verzeichneter Pfad durch die Zone Ovigh della Costa nach Al Söö und Alpe Vegnasca. Der Talgrund des Valle del Ria Grande ist sehr wild und abweisend. Dennoch ist anzunehmen, dass Verbindungspfade zwischen Costa/Monteggia einerseits und Sambiee/Erta andererseits existierten. Es konnten jedoch (bisher) keine Reste davon aufgespürt werden. Südlich schliesst das separat beschriebene Val di Cròat an, wo die heutzutage üblichen Zugänge nach Costa erwähnt sind.

Sentiero Avegno - Scaladri  
Sentiero Avegno - Scaladri, 13.Januar 2012
 
 
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