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Valle del Salto
 



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Sehr langes, eher wenig besuchtes Seitental des Vallemaggia. Es wird vom Ri dal Salt durchflossen und verzweigt sich in Pè dl'Öir (P.746) in seine beiden Quelläste Val di Foo und Val Brusada, die beide hier ebenfalls beschrieben werden. Südlich schliesst sich das benachbarte Val di Gei an, nördlich das Val di Coglio.

  Piano dei Nicc
  Valle del Salto vom Passo Deva, 28.Oktober 2014
Von Maggia gelangt man auf dem orografisch linken Talweg an der Capèla dala Piòda (P.476) vorbei nach Ovia, wo der erste von drei verschiedenen Pfaden nach Aiarlo abzweigt: Er ist offiziell markiert und führt via Ovia d'Zóra, Scirésgia (LK: Sciresa), Moranzöö (LK: Moronzolo), die Capèla dal Sc'opòo und an Sc'opòo (P.1213) vorbei nach Cürt ad Fora, dem Stafel P.1383 von Aiarlo. Am Talweg werden wenig später die Ruinen von Cropètt passiert und man erreicht Pè dal Öir Sgioaa (P.655), wo der zweite Pfad nach Aiarlo beginnt: Er ist etwas bescheidener und führt via Sgioaa di Gönn (ca 990m), Sgioaa di Pascíll (ca 1010m) und Sgioaa d'Zóra (P.1112) nach Motón (P.1360), dem untersten Stafel von Aiarlo. Der Talweg führt unterhalb Pontíd (LK: Puntitt) hindurch und erreicht Cassinèla (P.777), wo ein dritter Pfad via Sgioaa nach Aiarlo führt. Das wilde Valle da Rinsg wird auf einer neuen Stahlbrücke überschritten. Noch bevor die Gebäude von Rinsg d'Zótt (ca 760m) erreicht sind, zweigt wenig nach dem über einen Spalt führenden Brücklein mit dem Namen al Pontígn der Weg hinauf nach Rinsg dala Noémi (P.840) ab. Von hier kann man einem Rundweg folgen, der via Rinsg di Palèzz (P.874), Ca d'Mingìna und Rinsg d'Zóra zurück nach Rinsg dala Noémi führt. Am Talweg wird sodann Rinsg Garzöö passiert und man erreicht das kleine Staubecken von Pè dl'Öir (P.746). Wenige Meter unterhalb sind die Reste eines kühnen Brückenschlages über den Ri dal Salt erkennbar. Auf der Staumauer verzweigen sich die offiziellen Wanderwege nach Canaa und Maiásc (LK: Maiasco).

Bereits wenige Meter zuvor zweigt rechts der gepflegte, aber wilde und interessante Pfad hinauf nach Chignoi ab. Er setzt sich in deutlich bescheidenerer Qualität, aber mit Farbmarkierungen versehen zu den Ruinen von Chiatt (P.1060) und nach Lüngh (P.1249) fort. Einst führte dieser als Santée di Vèlt bekannte Weg weiter via Mezàgn (LK: Madàgn) zur vergessenen und in Ruinen liegenden Alpe Vèlt am von Ciapin herabkommenden Bach und bis nach Alpe Deva, Details fehlen. Von Chiatt (P.1060) kann man auf verschwundenem Weg über die Rippe hinabsteigen zur Ruine von Brüsgiáda (ca 880m), über den Ri di Brusada übersetzen und auf dem noch recht gut erhaltenen, aber nicht mehr begangenen Santée dala Brüsgiáda zu einer Stelle etwas oberhalb der Capèla da Maiasc gelangen. Wenig unterhalb der Kapelle befindet sich die Bergstation (Stazzión da Maiásc) der einstigen Seilbahn Maggia - Maiasc. Sie war in Betrieb von den 1940er Jahren bis ca 1968 und diente der Forstbewirtschaftung. Der offizielle Wanderweg führt vollends hinauf zur Lichtung von Maiásc di Bèrba, verläuft dann aber abseits der Gebäude zu den Ruinen von Maiásc di Gèna und weiter nach Pioèe, Alpe Deva und Bög (LK: Böcc) zum Passo Deva über dem Val Verzasca. In der Nähe von P.1029 im Talgrund befinden sich die Ruinen von Pozzöi, über deren Zugang nichts bekannt ist. In Bög zweigen zwei verschiedene offizielle Wanderwege ab: Der eine führt direkt zur Alpe Masnee, der andere via Laghetto Pianca dorthin. In Masnee erreicht man die Via Alta Vallemaggia, die von Scimarmòta di sopra via Masnee und Passo Deva zur Madom da Sgióf leitet.

Val Brusada  
Val Brusada von Sèla (Sella), 19.November 2014  
In Maiásc di Bèrba beginnt ein eher undeutlicher Pfad, der mit verblassten roten Markierungen versehen ist, hinauf nach Maiásc ad Zótt, Maiásc ad Zóra und Sèla (LK: Sella). Von Maiásc ad Zóra führte einst der Santée dal Marsc hinüber nach Fóo d'Zótt (nördlich P.1093), Details fehlen. In Sèla zweigt der gute Pfad nach Sommaiásc (LK: Sommasesco) ab. Der weitere Verlauf des Talweges, das Val della Sponda traversierend, hinüber nach Marsciöi ist recht bescheiden, aber mit verblassten Markierungen versehen. Rund 60m oberhalb von Marsciöi steht auf einer Kuppe das hergerichtete Gebäude von Mátar. Hier beginnt der unterhaltene Pfad zur geschlossenen Jägerhütte von Alpe della Sponda (P.1467), wo sich der Weg teilt: Links geht es bescheiden, aber in der Jagdsaison gemäht und regelmässig begangen bis zur Alpe Rebi (P.1619). Rechts gelangt man auf vorzüglichem Pfad nach Cöll (LK: Collo), das auch direkt von Sèla über den Rücken erreichbar ist. Der gute Pfad setzt sich auf dem Rücken oberhalb Cöll fort bis nach Pianca, wo der offizielle Wanderweg nach Alpe Masnee in wenigen Metern erreicht wird. (Marsciöi - Sponda - Cöll - Pianca - Masnee 2:30, T3)

Um zum orografisch rechten Talweg des Valle del Salto zu gelangen geht man in der Regel zur Capèla dala Piòda (P.476) und setzt auf der kühner Steinbogenbrücke Pont dal Salt zur Capèla di Pidèll auf die andere Seite des Ri dal Salt über. Indessen kann man auch von der Pfarrkirche San Maurizio ("La Gésgia") von Maggia über die Treppen des Santée dal Scinc und an der Capèla dal Scinc vorbei hinauf nach Vöip (LK: Voipo) und zur Capèla di Pidèll gehen. Von hier führt der sehr gute und offiziell markierte Talweg via Pidèll (ca 510m), Braiaa (P.592), die Capèla d'Torzèd (P.770), Talpígn (P.863, LK: Ceir) und Cèir (P.875) nach Canaa d'Fòra (ca 880m). In Braiaa besteht eine Abzweigung nach Braiaa dal Gióv und Braiaa d'Dint. Einst konnte man über den gefährlichen Santée di Scàll weitergehen, um Cassinèla (P.777) auf der linken Talseite zu erreichen, Details fehlen. Bei P.680 führt ein guter Weg über La Dóva (LK: La Doa) nach Maréna. Dort rechts abzweigend gelangt man weiter nach Cagitt, wo ein verfallener Pfad von Talpígn (LK: Ceir) einmündet. Vom Sattel in Cagitt führt ein überwucherter Pfad geradewegs gegen P.1344 hinauf, wo er in guter Qualität nach Setmeo weiterführt und ins Val di Coglio eintritt. Die Verbindung von Maréna zur Capèla d'Torzèd (P.770) ist in sehr schlechtem Zustand. Wenig unterhalb Talpígn (P.863, LK: Ceir) befinden sich die hergerichteten Gebäude von Cèir dala Ròsa di Marchènt; weit unterhalb von Cèir (P.875) die Ruinen von Cèir d'Zótt. Das von Setmeo herabkommende Tal wird als Valle da Cèir (LK: Val Campo) bezeichnet. Das östliche Paralleltal ist hingegen das Val Camp. Von Canaa d'Fòra führen die Reste eines Weges in dieses Tal und ereichen die unweit von Canaa gelegenen Ruinen von Ronsgialígn, die auch als Tècc dal Nèiro bekannt sind.

  Alpe della Sponda
  Alpe della Sponda, 28.Oktober 2014
Der offizielle Wanderweg führt nun von Canaa d'Fòra hinunter nach Canaa d'Zótt (ca 800m) und zum Staubecken in Pè dl'Öir (P.746). Unmarkiert und deutlich schlechter setzt sich der alte Talweg ab Canaa d'Fòra gegen das Val di Foo fort: Über Canaa d'Dint (P.914), Pisciòla (ca 960m), die Capèla di Níri (ca 1060m), Fòo d'Martígn (P.1093) resp. Fòo dala Margaritína (ca 1030m, unterhalb des Weges), Fòo d'Zótt (nördlich P.1093), Trièpp und Crös da Marsciöi (Zusammenfluss von Ri dal Láur und Ri da Marsciöi) erreicht man Marsciöi. Einst verband der Santée di Símat Canaa d'Dint mit der Capèla da Maiásc ohne nach Pè dl'Öir (P.746) absteigen zu müssen, Details fehlen. Von Pisciòla führte früher ein Pfad hinauf zur Stallruine von Rovöira (P.1192) und weiter nach Fòo d'Zóra (P.1473). In der Nähe von Fòo d'Zótt beginnt der nach Fòo d'Mézz (ca 1200m), Fòo d'Zóra (P.1473) und Alpe Morisciöi führende Weg, Details fehlen. In Triépp setzt der Pfad nach Gramaléna und Sascéll Biancígn (LK: Sassel Bianco) an, von wo man einst in die vergessene Alpe Láur (P.1514, LK: Laor) weiterging.

Von Crös da Marsciöi erreicht man das verfallende Antrona auf wenig deutlichem Weg. Die Zugangswege von Gramalena und von Marsciöi sind indessen noch bescheidener. Schliesslich kann man auch auf sporadischen Wegresten von Antrona zur Alpe Láur (P.1514) hinaufsteigen und über den Sattel zwischen dem Poncione Pinacascia und dem Pizzo Verde recht mühsam ins Val di Coglio wechseln. Noch höher oben, beim Sättelchen P.2213, wo die Via Alta Vallemaggia hindurchkommt, führte früher ein Weglein hinüber zu den Ruinen von Camana (P.1962) im Val d'Osura, Details fehlen.

Laghetto Pianca  
Laghetto Pianca, 28.Oktober 2014
 
 
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