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Valle d'Usèdi
 


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Steiles, nicht sehr häufig besuchtes Seitental der Leventina. Eine Fahrstrasse führt nur bis Grumo.

Von Grumo gelangt man auf einem interessanten gepflasterten Weg auf den grossen Absatz mit den Monti
von Usèdi: Segno, Löita, Garnéi und das weitgehend in Ruinen liegende Mun. Ein Alternativzugang in schlechtem Zustand führt vom Val Chironico über Rièi nach Mun oder Garnéi und ist dort beschrieben. Ein verfallener weiterer Zugang bestand einst von Arla durch die Schlucht des Ri del Cascinello bis 900m um dann nach Norden umbiegend Löita zu erreichen. Es entzieht sich meiner Kenntnis in welchem Zustand sich dieser Pfad heute befindet.

Von Mun gelangt man auf zwei Varianten in die Alpe Gasca (P. 1789) und nach Piano di Sobrio: Der untere Pfad über P.1650 ist in sehr gutem Zustand und empfehlenswerter. Der obere via Lanciagrande ist weniger direkt, und von nicht ganz so guter Qualität. Bei der Hütte der Alpe Gasca (P.1789) findet sich ein Routenbuch mit manch interessanten Einträgen, die Hütte selbst ist geschlossen. Hier zweigt auch der alte Pfad ab, welcher zum Laghetto im Val Chironico führt.

Am Piano di Sobrio teilen sich die Wege: Der untere Pfad - beginnend bei der unteren Hütte - führt eben zum Ri del Cascinello, wo einige Ruinen stehen. Nach dem Bach besteht rechts eine Abzweigung, sie führt um ein Felsband herum zur Hütte von Cantina vecchia. Man kann von der Cantina über eine Steintreppe auf die Ebene von Lagasca steigen, und dann auf einer Wegspur die Hütte von Pianzél am oberen Pfad erreichen.

Val d'Usèdi
Val d'Usèdi, Cantina vecchia, Pizzo di Mezzodì, 01.Oktober 2005
Foto: Manuel Haas

Vom Ri del Cascinello erreicht man - geradeaus weitergehend - die Senda alta, einen kühnen alten Pfad durch eine sehr steile, von Felsabsätzen und ausgedehnten Erlenfluren geprägte Flanke. Die Route wird alljährlich von den Jägern mit nicht unerheblichen Aufwand geputzt und so gelangt man ohne grössere Schwierigkeiten auf die Forcarella d'Afata, die den Übergang ins Val Fòuda vermittelt. Ferner ist es möglich, von der Cantina vecchia direkt in den oberen Teil der Senda alta zu gelangen. Eine geputzte Trittspur erlaubt diesen Durchgang.

Zurück nach Piano di Sobrio: Der obere Pfad - beginnend bei der oberen Hütte - führt in bescheidener Qualität zur Hütte von Pianzél. Von hier ist es möglich auf den Poncione la Fòpa zu steigen, um über den Grat bis auf die Cima Bianca weiterzugehen. Ab Pianzél setzt sich der nun markierte Pfad auf die Terrasse von Pareti fort, von wo die durchgehenden Markierungen über Schutt und Felsbänder auf die Bassa di Cógnora weiterleiten, die den Übergang zur Capanna Cógnora und ins Val Vegornèss oder zum Pizzo di Mezzodì vermittelt.

Auf der orografisch rechten Talseite befinden sich die Ruinen von Nocengo, die von P.799 an der Fahrstrasse Chironico - Sacco erreicht werden. Von hier gab es einst eine Wegfortsetzung ins mittlere Tal. Der Ri del Cascinello wurde bei 1210m überquert, und man erreichte Garnèi. Auch von Cossüm bestand ein Pfad, der sich mit dem erstgenannten bei Segueda vereinigte. Die Route ist gemäss den Aussagen der einheimischen Jäger völlig verbuscht, ich habe sie noch nicht rekognosziert. Der Pfad nach Pèrn ist beim Val Fòuda erwähnt.

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