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Vallemaggia
 



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Langes, bewohntes Haupttal zum Lago Maggiore. Mit Ausnahme der Zonen ob Riveo und Cevio sind alle Informationen bei den separat beschriebenen Seitentälern Val di Cròat, Valle del Ria Grande, Val Grande e Valle di Chiegg, Val di Gei, Valle del Salto, Val di Coglio, Valle di Giumaglio, Val Cabiói, Valle del Chignolasc, Valle di Lareccio e Val Nocca, Valle di Lodano, Val Busài, Valle del Soladino, Val di Sascòla, Valle di Campo, Valle di Bosco Gurin und Val Bavona erwähnt. Der Oberlauf des Tales ist als Val Lavizzara beschrieben.

  Vallemaggia
  Vallemaggia von Cortino di Càpoli, 20.Oktober 2012
Oberhalb von Giumaglio befinden sich die Monti di Giumaglio: Wenig bevor man in Berzona anlangt, passiert man die Ruinen von Cáman. In Berzona selbst unterscheidet man: Ticc di Padrött (den südlichen Teil), Ticc dal Giovanín (den östlichen Teil, mit der Capèla da Giovanín), Rüstich (den nördlichen, auf ex-Gemeindegebiet von Someo liegenden Teil), Tècc di Börgn (den zentralen Teil mit der in der LK verzeichneten Capèla da Berzona), Tècc di Polói und Tècc di Mündi (den westlichen, höhergelegenen Teil). Folgt man dem in der LK verzeichneten waagrechten Pfad von Ticc dal Giovanín nach Nordwesten, so passiert man der Reihe nach die nicht in den Karten verzeichneten Ruinensiedlungen von Prèda Piána, Pianásc und Zanèla. Geht man von Rüstich auf noch erkennbarem Pfad ins aufgegebene Gronda, so passiert man ausserdem Curtavéll, bevor Camino (Alp da Camín) erreicht wird. Von hier lässt sich auf Wegresten Pianastrino erreichen; auch eine Verbindung durch wildes Gelände nach Ròzz ist bekannt, Details fehlen jedoch. In Tècc di Mündi beginnt der meist noch erkennbare, aber auf langen Strecken mit Haseln überwucherte Pfad nach Motto (Mött); Schnittspuren weisen nicht immer den richtigen Weg. Reste eines Pfades, der abschnittsweise stark überwuchert führen über eine Abfolge von Bändern von hier nach Camino. Eine Verbindung von Motto nach Costa ist wahrscheinlich, aber nicht bekannt.

Oberhalb von Someo befinden sich die Monti di Someo. Die Landeskarte liefert zwar wertvolle Hinweise über die Zone, ist im Detail jedoch nur bedingt brauchbar, konkret sind viele Ortsnamen verschoben: Gepflegt werden heutzutage noch die Aufstiegswege von Someo via Madairöö (LK: Ör Grossee) - Capèla d'Visièe (ca 740m) - Rüvóira d'Fora - Ròzz nach Monti dell'Alna und von Someo via Capèla della Ganna (ca 560m) - Capèla da Rüvóira (P.721) - Carpagnón d'Zótt (LK: Carpagnone) - Carpagnón ad Int (P.878, LK: Sinda) nach Carpagnón, in dessen Nähe sich die Wege nach Lavódum und nach Capèla dal Mátar (ex-P.985) - Rinsc (LK: Sinda) verzweigen. Sinda befindet sich hingegen bei P.1063. Kaum mehr begangen wird der Pfad von Madairöö (LK: Ör Grossee) vorbei an Braulínt (LK: Löi, kein Besuch erwünscht) und via Curtaséll (LK: Rüvóira) nach Lavódum. Ör Grossee befindet sich hingegen östlich der Capèla d'Visièe. Aufgegeben sind die Pfade von der Capèla della Ganna nach Braulínt (LK: Löi) und nach Rüvóira (LK: Malun).

Scinc  
Scinc, 17.Oktober 2014  
Oberhalb Riveo befinden sich die Monti di Riveo. Auch hier leidet die Landeskarte unter einer Namensverschiebung: Der Hauptzugang nach Sign und Umgebung erfolgt heutzutage von Someo auf den in der LK verzeichneten Pfaden. Die Zugänge von Riveo resp. P.376 an der Talstrasse über den Sasso di Crasc hinauf nach Rinsc di Sotto werden kaum mehr begangen und sind bescheiden. Von Rinsc di Sotto kann man nach Sinda, P.878, weitergehen (Weg vorhanden), oder auf kaum mehr vorhandenem Pfad via Crasc ad Fora nach Crasc gelangen. Alle diese einstigen Siedlungen liegen - im Gegensatz zu den Angaben auf der LK - schon lange in Ruinen. Von Crasc kann man auf erhaltenen Wegen entweder nach Corte dei Lenzuoli (ex-P.823) oder via die nichtverzeichneten Gebäude von Curtitt nach Löida, P.1004, weitergehen. Andere Wege führte einst von Crasc und von Curtitt hinauf nach Scinc (LK: Rinsc): Das Felsband unterhalb Scinc wird dabei durch eine steile Rinne überwunden (Weganlage noch erhalten). Der Weiterweg von Scinc hinauf nach Santone führt in interessanter Führung durch eine weitere Felsstufe.

Der von Riveo via Corona, Corte dei Lenzuoli (ex-P.823), Arbuee (ex-P.948), Löida (P.1004), Chiapp (ex-P.1128, LK: Corte dei Lenzuoli) nach Curt Braiái (P.1195, LK: Löida) führende Weg ist mehrheitlich in gutem Zustand und wird gepflegt. Die Ortsbezeichnungen der Landeskarte sind zumeist am falschen Platz eingetragen. Ex existieren eine Reihe ehemaliger Abzweigungen: Auf 500m zur Ruine von Cioss Tünzin (ex-P.529), auf 680m zu den Ruinen von Tartogna (ex-P.751, LK: Pianèzz), in Corte dei Lenzuoli (823m) nach Crasc, in Arbuee (948m) hinunter nach Pianèzz (P.888, LK: Chiapp) und zu den oberen Ruinen von Alvöra (ca 810m, beim Knick der Gemeindegrenze). Von Arbuee (948m) nach Osten zu den merkwürdigerweise nie in den Karten verzeichneten Gebäuden von Curtitt (900m, LK: Piano delle Ganne). Alle Abzweigungen sind aufgegeben, aber noch erkennbar. Von Curt Braiái geht man weiter zu den Häusern von La Ganna (ex-P.1211), wo sich zwei Möglichkeiten ergeben: Via die Ruinen von La Bola (gleich oberhalb Ganna gelegen) gelangt man auf undeutlichem Pfad hinauf zum Wanderweg von Sign nach Bignasco, den man in der Nähe von Scèp erreicht. Alternativ geht man von La Ganna horizontal nach Malun di Sotto (ex-P.1294, unter der ehemaligen Werksseilbahn) und Lualt. Alternativ kann man eine wenig höhere Traverse wählen, so passiert man den grossen Stall von Malun di Giülianítt (einst ebenfalls mit 1294m kotiert) und Malun di Mezzo (ex-P.1323).

Über die höhergelegenen Zonen dieser Region, insbesondere eine Verbindung von Alpe Carpögna nach Alpe Carpagnasca ist bis anhin noch nichts bekannt.

  Crasc ad Fora
  Crasc ad Fora, 27.September 2013
Von Visletto führt ein hochinteressanter Weg in 1272 Treppenstufen hinauf nach Grèd. Über ihn und Grèd ist im Giornale del Popolo vom 1.Februar 2013 ein lesenswerter Artikel von Giuseppe Brenna erschienen. Von Grèd führen die Reste eines Pfades hinüber nach Alvöra, im schwierigen Gelände wenig nach Grèd ist er noch gut erhalten, im gutmütigen Buchenwald danach verschwunden. Einst führte ein Weg von Grèd über Crös nach Piano. Er ist teilweise noch erhalten, führt jedoch durch anspruchsvolles und oft sehr exponiertes Gelände; seine Begehung bleibt dem Experten vorbehalten: Link des einzigen hergerichteten Gebäudes in Grèd beginnt ein gut erkennbarer Weg an einigen Ruinen vorbei bis zu einer einzelstehenden Stallruine. Unmittelbar oberhalb dieser Ruine beginnt ein nicht immer deutliches Wegtrassee, das diagonal den Hang ersteigt und gegen den Sporn von Crös leitet. Dort, wo man auf das erste Felsband des Sporns trifft, lasse man sich nicht von einer Mauer linkerhand in den Felsen verleiten, sondern umgehe den gesamten Aufschwung rechts und kehre rasch über ein Band und unter einem Baum hindurch auf eine Wiese oberhalb des Aufschwungs auf den Sporn zurück. Von der Wiese kann man die hier fotografierte Weidemauer in unglaublicher Position inmitten der Abgründe der Coronaccia erblicken. Am oberen Rand der Wiese befindet sich links ein Stacheldraht, der den Durchgang der Tiere in Richtung Coronaccia verhinderte. Man steigt indessen rechts über eine kurze, einfache Felsstufe (II-) hinauf, und trifft auf dem weiteren Verlauf des Sporns auf Treppenreste, die zu einer anderen, flachen Wiese führen. Wenig links ausholend gelangt man nun in den eigentlichen Crös, eine zumeist nasse Rinne, die oben mittels eines Mauerrests und eines Eisenbügels (Foto unten) nach links verlassen wird (III-, Seil vorteilhaft). Eine kurze Traverse führt in einfacheres Gelände im Buchenwald (Steinmann). Vom Steinmann verleitet ein recht deutliches Trassee über hohen Abgründen nach Norden zu traversieren. Besser steigt man rechtshaltend hinauf, gelangt in eine Rinne, die wiederum nach links verlassen wird, woraufhin man einen mässig steilen Buchenwald erreicht, über den man - auf Trasseeresten - den Fuss der abschliessenden Felswand erreicht, über der die flache Zone von Piano liegt. Dem Fuss der Felswand nach Norden folgend, wird nun der Eingang zum Crös dei Tirli erreicht. Auf einem sehr schmalen Band mit einem Weglein traversiert man inmitten der Wände des Crös dei Tirli bis zu einer Mauer, die einst den Tieren den Weiterweg versperren sollte. Die etwa ein Meter hohe Mauer muss an sehr exponierter Stelle überstiegen werden. Danach setzt man die Traverse im nun wieder leichteren Gelände fort, und wählt bei einer Rippe den höheren Übergang von zwei Möglichkeiten. So gelangt man zum Bach, der auf der LK den Grund des Crös dei Tirli darstellt, etwa 1330m. Über eine steile, bewaldete, teilweise aber auch von Felsen unterbrochene Rampe, die auf der LK gut erkennbar ist, steigt man schliesslich nicht ganz einfach nach Piano hinauf, das westlich von P.1473 und etwas südlich der Gemeindegrenze erreicht wird. In Kürze wird von hier Piano di Sopra erreicht. (Visletto - Grèd - Piano di Sopra, 4:00, T5-)

Jägern sind weitere Routen durch diese Zone bekannt, so beispielsweise von Grèd durch die Coronaccia nach Inscign. Nicht möglich ist hingegen der Aufstieg von Grèd entlang des Ri di Grèd nach Scèp. Die Zone Sassoi kann jedoch vom Steinmann nach dem Crös erreicht werden.

Sentiero Crös  
Sentiero Crös, 25.April 2013
 
 
Weitere Fotografien Monti di Someo

Weitere Fotografien Monti di Riveo

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Weitere Fotografien Grèd II

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