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Val Verzasca
 



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Langes Haupttal zum Lago Maggiore. Im Sommer - hauptsächlich im Talgrund - sehr stark besucht. Die Seitentäler Val della Porta, Val Carecchio, Val Pincascia, Val d'Agro, Val Mött, Val d'Efra, Val Vegornèss, Val Redòrta, Val d'Osura, Valle del Cansgell, Val d'Orgnana, Val di Corippo, Valle di Mergoscia und Val Resa sind separat beschrieben.

Val Verzasca  
Val Verzasca von Piano del Vald, 22.Oktober 2012  
Oberhalb San Bartolomeo befinden sich eine Reihe noch genutzter Monti. Die Landeskarte liefert nur eine erste Übersicht über das bestehende Wegenetz. Von Gana existiert ein guter Pfad nach Cortoi. Er mündet bei 1130m in den von Cortoi nach Alpe Viciüm führenden Weg, wo auch die Reste einer direkten Weganlage von Cornöv (LK: Corte Nuovo) einmünden. Von Collo und Cöll führten einst Pfade nach Ör und weiter nach Rancone. Von Collo und Gana ebensolche nach Corte da Cane. Sie werden nur noch schwach frequentiert, werden aber noch gepflegt: Von Cöll oder Collo geht man - weitgehend weglos - in die Zone Tronscia, wo man unter den senkrechten Felsfluchten das nach Ör und Rancone führende Weglein entdeckt. Von Gana geht man auf den Weg nach Collo, bis er zu fallen beginnt, und setzt die waagrechte Traverse auf zumeist ausgeprägtem Pfad fort, passiert den Ruinenplatz Paradis (oder Bedeglia genannt) und gelangt schliesslich nach Corte da Cane. Noch vor Paradis münden zwei direkte Varianten von Collo ein. Von der Costapiana führte einst ein direkter Pfad durch das Valle del Molino nach Odro: Bei der Kehre ca 940m des Wanderweges Vogorno - Bardughè geht man zunächst waagrecht nach Osten in den Wald hinein, und trifft auf einen teilweise recht augeprägten Pfad der auf die Kuppe ca 1000m führt, hinter welcher sich das Valle del Molino befindet. Etwas höher beginnt das ausgeprägte, nur teilweise ausgeastete Wegtrassee, das schwach ansteigend einen Ruinenplatz im Valle del Molino erreicht, ca 1060m. Schnittspuren führen von hier westlich des Riale del Molino bis auf die freien Flächen östlich Pioda. Über ein Bändersystem kann man - nicht ganz einfach - zum Riale hinabsteigen und ihn unter dem unteren von zwei Heuseilen überqueren. Jenseits über Treppenreste hinauf, um in Kürze die Weidekuppe ca 1290m oberhalb des Agriturismo von Odro zu erreichen. Der von der Costapiana unterhalb Baldiróm (P.853) ins Valle del Molino führende Pfad setzt sich bis Stavello fort. Er ist nicht einfach zu begehen: Auf etwa 800m tritt man mit Hilfe von Mauern, Tacche und einigen Kletterschritten (III-) in den Talgrund des Valle del Molino. Die nächste Stufe wird ganz links im Bachbett überwunden (II/III, je nach Wasserstand). Danach verlässt man das Bachbett sofort und steigt am südlichen Rand der nach Osten hinaufführenden Rinne (in der LK gut erkennbar) entlang, bis man auf einen Pfad trifft, der über ein schmales Band die südliche Begrenzungsrippe erklimmt. Man folgt ihr bis man in einfaches Gelände gelangt, und traversiert auf schwachen Wegresten nach Stavello hinauf (Costapiana - Stavello, 1:30, T5+/III). Die östlich des Hauptweges nach Odro beschriebenen Pfade sind beim Val della Porta erwähnt.

  Dügn
  Dügn, 18.Oktober 2009
Von Sambugaro führen recht gute Pfad hinauf in die beiden noch genutzten Monti Vesügn und Dügn, die auch durch einen Verbindungspfad via Costa miteinander verbunden sind. Früher gab es auch einen Pfad von Sambugaro via Orto delle Vacche nach Dügn, Details fehlen. Von Dügn setzt sich der Pfad in bescheidener Qualität über P.1181 zum Rücken vor dem Pru di Pisciora fort (ca 1230m, alter Heubock). Etwas weiter oben weist ein Steinmann auf den Beginn des einstigen Verbindungspfades nach Valdell hin. Aufgrund der Vegetation und von Lawinenschäden ist seine Begehung jedoch nur noch sehr bedingt ratsam. Stattdessen kann man - ebenfalls mit einigen erlenbedingten Mühen verbunden - gegen P.1357 steigen, wo man in die Medee di Föpia gelangt.

Revöira wird auf zwei verschiedenen, in der Landeskarte verzeichneten Pfaden von Sambugaro erreicht, die sich beide im guten Zustand befinden. Der Zugang von Aquina via Scanduraschia ist ebenfalls noch vorhanden, aber weniger ausgeprägt. Von Revöira führt ein guter Pfad hinüber nach Casa di Dentro, wo sich interessante Gebäude befinden, und schliesslich hinab nach Motta. In der Zone Piantagione dei Valdell existiert ein ganzes Wegenetz, das heute nicht mehr gepflegt wird und allmählich verfällt. Es wurde einst zur Wiederaufforstung angelegt. Vom einstigen Verbindungspfad nach Mondina existieren nur wenige Reste. Von Revöira geht man auf gutem Pfad, an der Abzweigung zum TV-Masten (P.1121) vorbei, nach Valdell (P.1245). Über mehrheitlich offenes Gelände erreicht man P.1357, wo sich der Einstieg in die Medee di Föpia befindet. Diese Wildheuerflanke wurde in früherer Zeit bis unter den Gipfel der Föpia hinauf intensiv genutzt. Man findet daher an diversen Stellen Spuren menschlichen Wirkens (Heuseile, Heuböcke). Die einfachste Route führt durch das auffällige Couloir hinauf, welches bei ca 1850m auf dem Südwestgrat der Föpia endet. (Von hier sind Querungen gegen Rozzera möglich.) Man quert auf Grasbändern in die Wandmitte zurück, und steigt durch Couloirs auf den Ostgrat der Föpia aus. - Auf ca 1500m ermöglicht eine lange Querung auf abschüssigen Grasbändern zu P.1530 zu gelangen, wo ein Weglein beginnt, das nach Rozzera hinabführt.

Alnasca - Föpia  
Alnasca - Föpia, 22.Oktober 2012  
Von Brione und von Motta führen Pfade mit diversen Varianten nach Rozzera hinauf, vgl. Landeskarte. Der Pfad von Motta ist weniger gebräuchlich und teilweise von der Vegetation beeinträchtigt. Im oberen Teil führt er durch wildes Gelände, fixe Seile und Tacche helfen durch die Steilstufen. Beim obersten noch genutzten Gebäude in Rozzera beginnt der interessante Pfad, welcher durch das Valegg della Rozzera zum Rifugio Scorpion (nähe P.1707) hinaufführt. Wegspuren und Farbmarkierungen führen weiter zu P.1860 und in einer langen Traverse unter die Südwand des Poncione d'Alnasca. Von hier kann man - entlang diverser Seile - anspruchsvoll durch das Valegg del Pian zu P.2106 hinaufsteigen, wo man das Val d'Agro erreicht. Oder aber - sehr anspruchsvoll und heikel - über äusserst abschüssige und exponierte Grasbänder zur Alpe Agazzoi (P.1733) traversieren.

Auf der orografisch rechten Talseite befinden sich zwischen Lavertezzo und Corippo einige aufgegebene Monti im steilen Gelände. Diese Zone wird sehr selten besucht: Von der Ponte dei Salti in Lavertezzo führt ein nicht besonders ausgeprägter Pfad wie in der LK vermerkt zum Rustico in Mött Coa. Östlich liegt der Graben des Valegióm, der mit Hilfe alter Seilreste gequert werden kann. Setzt man die Querung fort (nur sporadisch Wegreste), so gelangt man zu den Ruinen von Bianco, die auch von der Ponte dei Salti via Crona auf einem noch erkennbaren Pfad erreicht werden können. Auf der weiteren Traversierung sind nun wieder regelmässig Reste der einstigen Weganlage vorhanden. Über P.849 traversiert man auf der Höhenkurve 840m nach Croi, wobei der ausgesetzte Durchschlupf bei der Koordinate 123000 nicht verpasst werden darf (Weg vorhanden). Von Croi steigt man in das südseits gelegene Tobel hinab, durch welches die Gemeindegrenze Lavertezzo/Corippo verläuft und trifft auf einen recht guten Pfad durch eine fast senkrechte Wand, der bald in etwas einfacheres Gelände leitet. Dort wird der Pfad allerdings undeutlich. Schliesslich gelangt man waagrecht nach Ruöra ob Corippo. Bei der Begehung in Gegenrichtung stösst man vermehrt auf Orientierungsschwierigkeiten.

  Mött der Listra
  Mött der Listra, 22.Oktober 2012
Von Brione/Piee erreicht man auf blau markiertem, aber eher gutem Pfad durch das wilde Valegg di Gann, wo einige Ketten vorhanden sind, Piano del Vald (T4-). Hier trifft man auf den von Ganne über Tecc Bererta (P.1039) und nach Alpe di Sgióf - Corte di Starlaresc bis auf den Passo Deva weiterführenden offiziellen Wanderweg. Südlich dieses Wanderweges, nämlich auf ca 980m und ungefähr bei den Koordinaten 704900/125830, befinden sich die Ruinen von Mött der Listra unter einem Felsband. Reste von zwei verschiedenen Pfaden führen vom Wanderweg (Abzweigungen bei 960m und 1000m) mehr oder weniger horizontal hierher. Ein anderer waagrechter Pfad führt von Tecc Bererta (P.1039) direkt zum Weg durch das Valegg di Gann. Ferner existiert ein aufgegebener Pfad von Listra (am Talwanderweg gelegen) nach Coste am Wanderweg von Ganne nach Piano del Vald. Im Wald oberhalb Piano del Vald, bei der in der LK verzeichneten Ruine, beginnt entlang einer Wasserleitung der anfangs gut erhaltene und weiss markierte Pfad hinüber zum Viehweg der Alpe di Sgióf. Er wird in der Zone Scüsgen bei der Höhenkurve 1310m erreicht und ist auf dem sehr kurzen Abschnitt ab dem Valegg di Gann nicht mehr als solcher erkennbar (aber markiert).

Ein guter und offiziell markierter Pfad führt von Pianèsc via Matar nach Alpe di Sgióf, dabei handelt es sich um den alten Grossviehweg. Dieser Pfad steigt nach Matar rund 60 Meter in den Grund eines Tobels ab. Dort befindet sich eine Verzweigung: Nach rechts führt ein sehr ruppiger und steiler, aber interessanter Pfad direkt nach Corte di Starlaresc am Lago del Starlaresc di Sgiòf. Von hier führen verschiedene Pfade, siehe Landeskarte, auf den Passo Deva, die Grathöhe respektive die Cima del Masnee. Ein weiterer Pfad führt auf die Motte Belle und setzt sich bis zum Sattel P.2013 über der Alpe Scimarmòta fort, nach welcher aber kein Abstieg möglich sein dürfte.

Von Frasco führt eine asphaltierte, mit Fahrverbot versehene Strasse nach Monte Valdo. Gute Wege führen von hier nach Vèld und über Cazzài bis Corte di sopra. Motóm wird über einen bescheidenen Pfad über den Rücken, auf dem es liegt, sowohl von unten als auch von oben erreicht. Von Gerra (Verzasca) leitet ein guter Weg über Vèld und Conscina nach Corte di sopra, wo er sich als Pfadspur bis auf den Gipfel des Poncione della Marcia fortsetzt. Der Pfad Gerra/Croce - Vèld wird nicht mehr benutzt, er verfällt zusehends und ist nicht mehr gut erkennbar. Die Erreichbarkeit der weiter südlich gelegenen Monti (Mött, Vald di Balitt, Pianca und Piee dell'Oga) ist teilweise beim benachbarten Val d'Osura beschrieben oder nicht bekannt.

Bianco  
Winziges Hüttlein in Bianco, 26.Oktober 2010
 
 
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