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Valle San Giacomo



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Vom Liro durchflossenes, auch als Valle Spluga bekanntes Tal, das vom Splügenpass (Passo della Spluga) nach Chiavenna führt. Aktuell ist nur die interessante Zone um Cimaganda beschrieben. Weitere Informationen folgen im Verlaufe der Zeit.

Sentiero Alpe Peloso  
Sentiero Alpe Peloso, 22.April 2016  
In Cimaganda überschreitet man den Torrente Liro und folgt einem Trassee bis zu einem Wasserreservoir am Fuss der senkrechten Felswände, die jeden Durchstieg nach Peloso versperren zu scheinen. Linkerhand tritt man in eine breite, etwas steinschlägige Rinne ein und folgt ihr rund 200 Höhenmeter aufwärts bis zu einer deutlichen gelb-roten Markierung an ihrem südlichen Rand. Über eine oft nasse, ungünstig geschichtete, aber nur 2 Meter hohe Felsstufe gelangt man nun an den Beginn des atemberaubendes Weges nach Peloso: Nach Überschreitung eines Sattels traversiert man über hohen Abgründen ins Vallesegna bis zu einem Grastrichter, der oben durch eine überhängende Wand begrenzt wird. Durch diese Wand traversiert der mit Farbmarkierungen versehene Weg rechts aufwärts und tritt danach in die senkrechten Felsfluchten ob Cimaganda (Parete Peloso) ein. Der nun gute, aber sehr ausgesetzte Pfad überwindet auch diese Wand schräg rechts aufwärts. Eine weggebrochene Wegkehre ist dabei kletternd zu überwinden (II). Schliesslich erreicht man auf ca 1350m den gutmütigen Laubwald oberhalb der Felswände. Weit nach Norden ausholend wird das unerwartet stattliche Holzgebäude der Alpe Peloso (ex-P.1497) entlang von nur sporadisch erkennbaren Wegresten und gelben Farbmarkierungen erreicht. Einst mündeten hier andere Wege von La Squadra (P.924 IGM, wenig südlich von Vhò) und Tecchi (P.1339) ein, ein weiterer Weg führte durch das furchterregende Vallesegna hinüber nach Ambiazzedo, Details fehlen. Wenig nach Süden ausholend erreicht man die Ruine des oberen Stafels (P.1581 IGM). Über den Rücken, Schwierigkeiten stets nach Norden ausweichend, werden die Holzruinen der Alpe Preda, zuletzt über eine schöne Mulattiera, erreicht. (Cimaganda - Alpe Peloso - Alpe Preda 3:30, T5-/II+)

  Avero
  Avero, 15.April 2016
Auch der alternative Zugang von Vhò nach Alpe Preda ist nicht ganz trivial: Beim Bach südlich von Vhò (und nicht dort wo ihn die Landeskarte verzeichnet) findet man den Beginn der recht guten Mulattiera die in vielen Kehren in einen schönen Lärchenwald ansteigt und dann allmählich zu den Gebäuden der Alpe Tecchi (P.1339) hinaufführt. Auch der steile Weiterweg über den mittleren Stafel (P.1439 IGM) bis zum oberen Stafel (ca 1510m) ist gut erkennbar. Hier führt nun links ein Wegtrassee an einem Eisenkreuz vorbei zum Torrente Tarda. Danach tritt man in einen flachen Lärchenwald ein und verfolgt das sich allmählich verlierende Trassee bis zur einstigen Verzweigung Preda/Cascina. Vom einstigen direkten Weg nach Preda ist kaum mehr etwas vorhanden, besser steigt man durch zumeist gutmütigen Wald zu den Ruinen von Cascina hinauf, dabei ist jedoch knapp unterhalb der Ruinen eine recht ruppige Stufe zu überwinden. Von Cascina gewinnt man weitere 50 Höhenmeter und traversiert schliesslich auf Tierspuren hinüber nach Alpe Preda. (Vhò - Alpe Tecchi - Alpe Cascina - Alpe Preda 3:30, T4+)

Ein offiziell markierter und häufig begangener Panoramaweg führt von Alpe di Bondeno (Fahrbewilligung im Restaurant in Gualdera erhältlich) über den Motto di Bondeno, das einst ganzjährig bewohnte Avero, Motto und Alpe di Olcera nach Dàlo am Übergang zum Val Bregaglia. Selten begangen ist hingegen der ebenfalls offiziell markierte Pfad von Cimaganda über Zoccane nach Avero: Wie in der Landeskarte verzeichnet existieren drei verschiedene Zugänge von Cimaganda und Lirone zur Blockhalde von Cimaganda. Markiert ist nur der nördlichste. Bei der Vereinigung dieser drei Pfade zweigte einst die alte Mulattiera durch die Schlucht von Avero ab. Ihre Treppenanlagen hinauf zum Rücken, hinter welchem die Schlucht liegt, ist aus verschiedenen Perspektiven vom Wanderweg erkennbar. Ein Abstecher bis hierher, wo man senkrecht über der Wallfahrtskirche von Gallivaggio steht und in die Schlucht hineinblickt ist lohnend. Vom Weiterweg durch die Schlucht ist jedoch dringend abzuraten, die Weganlage ist wiederholt über hohen Abgründen abgerutscht, das Gelände heikel und abschnittsweise lebendig.
Der heutzutage genutzte Wanderweg führt hingegen hinauf bis unter die aufgegebene Mine des Valle Schena und traversiert dann hinüber zum von weitem sichtbaren Holzkreuz bei P.1526 IGM. Von hier senkt er sich etwas ab und gelangt an den sehenswerten Holzhäusern von Zoccane vorbei hinauf nach Avero. (Cimaganda - Valle Schena - Zoccane - Avero 3:00, T3)

Einst existierten weitere direkte Wege durch die abweisenden Flanken hinauf, so von Vignola nach Alpe di Olcera, von Prestone nach Alpe di Bondeno oder von Pietra nach Gualdera, Details dazu fehlen bisher allesamt.

Valle San Giacomo  
Blick ins Valle San Giacomo von Scarlazé, Val Bregaglia, 14.April 2016
 
 
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