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Mulattiera Orfalecchio
 



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Am 28.April 2005 und am 30.Dezember 2010 begangene Route. Die gewählten Jahreszeiten erwiesen sich als günstig in Bezug auf die wenig vorhandene Vegetation und die Sichtbarkeit der alten Pfade. Die beschriebene Route stellt den einfachsten Zugang nach Orfalecchio dar. Im Herbst 2008 wurden die Route neu hergerichtet und mit einigen neuen Ketten versehen. Dennoch handelt es sich um keinen offiziellen Wanderweg und die Route bleibt offiziell unmarkiert.
Aus gegebenem Anlass folgende zusätzliche Hinweise: Eine gute physische und psychische Konstitution des Alpinisten ist unerlässlich. Eine entsprechende Ausrüstung einschliesslich Biwakmaterial ist unabdingbar. Wer Zweifel an seinen diesbezüglichen Fähigkeiten oder der Qualität seiner Ausrüstung hat, der nehme Abstand von dieser Unternehmung!

Anreise

Das Rifugio Ompio wird auf einer Fahrstrasse von San Bernardino Verbano, Fraktion Santino erreicht. Wegen des vorherrschenden Vandalismus sei ausdrücklich davor gewarnt, hier eigene Fahrzeuge abzustellen. Man nutze ein Taxi oder einen der schlecht beschilderten Wanderwege von Candoglia, Mergozzo oder Rovegro.

Val Camiasca
Im Val Foièra, 28.April 2005


1. Etappe: Rifugio Ompio - Corte Buè (T2; 1:30)


Vom Rifugio Ompio folgt man der gut beschilderten und markierten Mulattiera, die über den Sattel bei P.1110 führt, das Valle di Basseno traversiert und mit etwas Auf und Ab zum Wegweiser führt, der sich - in Sichtweite von Corte Buè - auf dem Rücken befindet, der sich von den Denti delle Gigante (P.1384) nach Nordosten absenkt.

Corte Buè
Corte Buè, 28.April 2005


2. Etappe: Corte Buè - Orfalecchio (T4; 2:30)

Vom Wegweiser traversiert man waagrecht und findet einen mit roten Punkten markierten Pfad, der eine Rinne quert und auf die obersten Ruinen von Corte Buè trifft, ca 1000m. Auf guter Mulattiera überschreitet man eine erste Rippe und traversiert das Val delle Scale (Ketten) zur zweiten Rippe, auf der sich höher oben eine Stütze der ehemaligen Seilbahn Mergozzo - Orfalecchio befindet. Man setzt die waagrechte Traversierung zunächst fort, bis ein einfacher Abstieg anhand verschiedener Farbmarkierungen möglich wird und erreicht den Riale Camiasca (Ketten). Die nun folgende waagrechte Traverse ist nicht immer ausgeprägt, besonders in der Vegetationsperiode, und weist einige exponierte Abschnitte auf. Man erreicht schliesslich die nächste Rippe mit den Resten einer weiteren Stütze der genannten Seilbahn, ca 930m. (Auf dieser Rippe befinden sich tiefer unten die Ruinen der Alpe Camiasca, ca 670m.) Man setzt die Traverse nun absteigend fort und gelangt in Kürze an eine Verzweigung: Beide Wege führen weiter Richtung Orfalecchio und vereinigen sich nach ca 10 Minuten wieder. Der westliche führt über eine aussichtsreiche Rippe mit weiteren Ruinen einer Seilbahnstütze, der östliche führt durch Buchenwald und entspricht der alten Mulattiera. Von der Vereinigung auf dem auf der Landeskarte erkennbaren Sekundärrücken geht es in vielen Kehren hinab in den Grund des Val Foiera, den man auf einer Höhe von ca 710m erreicht. Man überquert den Riale und trifft auf die Fortsetzung der Mulattiera, die zunächst nur schwach absteigt und lange der orografisch linken Flanke des Val Foiera folgt, bis sie in vielen Kehren hinab zum Schluchtweg am Ufer des Rio Valgrande führt. Über den in diesem Abschnitt einfachen Schluchtweg gelangt man vollends hinüber nach Orfalecchio. Dabei umrundet man P.624 mit sichtbarer Plattform und letzter Stütze der Seilbahn nach Orfalecchio. Ist man in Gegenrichtung unterwegs, so identifiziert man die Abzweigung vom Schluchtweg ins Val Foiera anhand der Eisenleiter, bei der man schon etwa 30m zu weit ist, und etwas zurückgehen muss (Farbmarkierungen).

Orfalecchio
Orfalecchio, Kirchenruine

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