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Catto
 



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Catto kannte einst drei Zugänge von Cicogna, nämlich via La Gana, via Manughèn und via die Strada Sutermeister. Der vermutlich einst häufig genutzte Zugang via Manughèn ist heute kurz vor Catto unterbrochen und nur durch heikle Kletterei überwindbar. Von ihm ist abzuraten. Alle drei Zugangsmöglichkeiten sind hier als Alternativen dargestellt.
Aus gegebenem Anlass folgende zusätzliche Hinweise: Eine gute physische und psychische Konstitution des Alpinisten ist unerlässlich. Eine entsprechende Ausrüstung einschliesslich Biwakmaterial ist unabdingbar. Wer Zweifel an seinen diesbezüglichen Fähigkeiten oder der Qualität seiner Ausrüstung hat, der nehme Abstand von dieser Unternehmung!

Anreise

In Cicogna, das vom öffentlichen Verkehr nicht bedient wird, findet man im Cà del Pitur oder in Corte Merina Unterkunft.

Catto
Catto, 7.Juni 2009


1. Variante: Cicogna - In Culet - La Gana - Catto (T4; 1:00)

Heutzutage die einfachste, beste und schnellste Möglichkeit um von Cicogna nach Catto zu gelangen: Man verlässt die engen Gassen von Cicogna durch die Via delle alpi und steigt auf einem schönen Hohlweg zu den verlassenen Gebäuden von In Culet (P.819 IGM). Hier trifft man auf den Anfang der zunächst absolut waagrechten dahinziehenden Mulattiera Richtung La Gana und Alpe del Braco. Die Mulattiera besass offenbar einst eine ungewöhnliche Breite von zirka vier Metern und war mit vielen eindrücklichen Kunstbauten ausgestattet. Leider verfällt sie mehr und mehr, immerhin wird gelegentlich noch die Vegetation zurückgestutzt. Man schlägt nun nicht die markierte Abzweigung nach Braco ein, sondern bleibt der waagrechten Mulattiera treu und erreicht in Kürze die Ruinen der Alpe La Gana (P.838 IGM). Beim letzten Gebäude beginnt der gute und ausgeastete Pfad, der zunächst eine Felswand absteigend durchquert, dann - auch durch wildes Gelände hindurch - mit einigem Auf und Ab, zum Schluss allmählich undeutlich werdend, zu den verstreuten Ruinen von Catto (P.827 IGM) führt.

Alpe La Gana
Alpe La Gana, 16.April 2013


2. Variante: Cicogna - Vircolla - Manughèn - Catto (T6; 1:15)

Dieser Zugang weist über lange Abschnitte keinerlei Höhendifferenz auf und bewältigte auch schwierige Passagen absolut waagrecht. Dies und die Tatsache, dass dieser Weg exakt beim Niveauwechsel der Strada Sutermeister in Vircolla abschwenkt, lässt die Vermutung aufkommen, es habe sich möglicherweise um eine alte, direktere Variante des Sutermeister-Bauwerks bzw. der Versuch des Baus einer solchen, gehandelt. Details dazu sind jedoch nicht bekannt.

Man folgt der Strada Sutermeister bis sie zum ersten Mal abfällt, wenige Meter vor der Verzweigung der Wanderwege in Vircolla. Man geht auf einem stark verfallenden Trassee waagrecht weiter und erreicht die Ruine von Manughèn (Foto unten). Auch hier führt die Weganlage absolut waagrecht weiter, durchquert eine Felswand und umrundet einen Vorsprung, danach gelangt man in das von Alpe La Gana herabkommende Tobel. Der Weiterweg ist ab hier stark erschwert resp. nicht mehr möglich. Das Trassee durchquert eine (oft nasse) Wand und ist vollständig abgerutscht. Es empfiehlt sich, auf die weitere Begehung zu verzichten. Es ist jedoch gut möglich in der Rinne nach Alpe La Gana aufzusteigen: Dazu überturnt man im unteren Teil einige Blöcke und Felsstufen (II), im oberen Teil kämpft man sich durch dichtstehende Vegetation und trifft schliesslich auf den gut erkennbaren Weg von La Gana nach Catto, wenig nördlich der Ruinen von Alpe La Gana.

Manughèn
Manughèn, 16.April 2013


3. Variante: Cicogna - Strada Sutermeister - Catto inferiore - Catto (T4-; 1:30)

Man folgt für lange Zeit der Strada Sutermeister von Cicogna Richtung Pogallo. Nach der Verzweigung in Vircolla (nach Tregugno) senkt sich die Strada ein erstes Mal. Danach folgt ein langer waagrechter oder leicht steigender Abschnitt. Am Ende dieses Abschnitts - bevor sich die Strada erneut, diesmal gegen Calenesc abzusenken beginnt - erblickt man (bei wenig Vegetation) wenig über der Mulattiera die Ruinen von Catto inferiore. Man steigt zu ihnen weglos hinauf. In der Nähe einer Ruinengruppe entdeckt man im Laub eine bemerkenswerte, breite Treppe, die (heutzutage) jedoch keinerlei Wegfortsetzungen aufweist. Über den steilen, aber gutmütigen Rücken steigt man an verschiedenen anderen Ruinengruppen vorbei bis nach Catto (P.827 IGM) auf.

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Weitere Fotografien I

Weitere Fotografien II

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