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Val Pobbie
 



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Am 20./21.April 2007 und am 15.April 2013 begangene Route. Bis Teggia folgt man dem offiziell markierten Wanderweg, der durch das Val Marona und La Soliva nach Pian Cavallone führt. In Teggia wird in den äusserst wilden und schwierig zu begehenden Pfad nach Pobbie eingeschwenkt. Die weitere Wegstrecke über Corte Morgin bis nach Curgei gestaltet sich wieder deutlich einfacher.
Aus gegebenem Anlass folgende zusätzliche Hinweise: Eine gute physische und psychische Konstitution des Alpinisten ist unerlässlich. Eine entsprechende Ausrüstung einschliesslich Biwakmaterial ist unabdingbar. Wer Zweifel an seinen diesbezüglichen Fähigkeiten oder der Qualität seiner Ausrüstung hat, der nehme Abstand von dieser Unternehmung!

Anreise

In Cicogna, das vom öffentlichen Verkehr nicht bedient wird, findet man im Cà del Pitur Unterkunft.

Val Marona
Val Marona von Teggia, 20.April 2007


1. Etappe: Cicogna - Tregugno - Teggia - Pobbie (T6 ab Teggia; 2:30)


Von der Strassenkehre am unteren Dorfrand von Cicogna folgt man zunächst der Strada Sutermeister Richtung Pogallo bis zur Verzweigung in Vircolla. Hier wechselt man auf den offiziell markierten Wanderweg, der in interessanter Routenführung zur Brücke P.506 (Ponte Borlino) über den Rio Pogallo und dann über Corte Borlino und Tregugno (LK: Tregagno) gegen Teggia hinaufführt. Wer von Pogallo kommt, kann Tregugno auch ab der in der Landeskarte verzeichneten, nördlich von Tregugno über den Rio Pogallo führende Ponte del Calenesc erreichen. Diese Route ist anspruchsvoll, aber eindrücklich, man verfolgt sie anhand der Angaben der Landeskarte. Weitere Informationen finden sich bei der separat beschriebenen Route zur Alpe Pianezza. Vom Rio Pogallo bis Tregugno 0:30, T5.

Wenig nach der von weitem sichtbaren, renovierten Kapelle zwischen Tregugno und Teggia passiert man eine Kapellenruine. Genau hier findet man den Beginn des noch gut sichtbaren Pfades, der weitgehend schwach absteigend zum Rio Marona führt. (Kommt man aus dem Val Marona heraus, so kann man beim hintersten Stafel von Teggia durch steiles Gelände direkt zum Weg hinunterstechen, der von der Kapellenruine herüberführt.) An einer Stelle kurz vor dem Fluss ist der Pfad weggebrochen, einige Kletterschritte sind nötig (II). Der Rio Marona lässt sich in der Regel problemlos überschreiten. Jenseits erblickt man oberhalb die Reste einer winzigen Wegkapelle. Durch sehr steiles und feuchtes Gelände, das mit viel Laub bedeckt ist, erreicht man diese Kapelle auf einem Vorsprung. Von hier ist zunächst kaum eine Wegfortsetzung sichtbar: Man traversiert zunächst links aufwärts in den Hang hinein und findet unterhalb von Schrofen die Fortsetzung des hier wieder gut erkennbaren Pfades. Über umfangreiche und interessante Kunstbauten traversiert man nun aufsteigend gegen Pobbie weiter. Nach der Durchquerung einer Rinne trifft man erneut auf die Ruinen einer Wegkapelle. Ohne weiteren Aufstieg gelangt man nun auf das waagrechte Wegtrassee, das durch eine senkrechte Felswand hindurchführt. In der Mitte ist ein kurzes Stück des Weges weggebrochen, die Stelle muss sehr ausgesetzt kletternd überwunden werden (T6, II+, heikel). Über eine weitere, weniger ausgesetzte Kletterpassage erreicht man wenig später die Ruinen von Pobbie.

Kapelle
Wegkapelle Teggia - Pobbie, 15.April 2013


2. Etappe: Pobbie - Corte Morgin / Or dal Vin - Curgei (T4-; 2:00)

Von Pobbie folgt man dem anfangs undeutlichen, bald besser erkennbaren Wegtrassee bis unterhalb der Ruinen von Corte Morgin. Man überquert den Rio Pobbie und folgt zunächst dem schwach erkennbaren Pfad Richtung Varola bis zum nächsten Rücken, über den man weglos zu den Ruinen von Il Casà, 1129m, aufsteigt. Alternativ - und empfehlenswerter - aber etwas weiter, steigt man zu den sehenswerten Ruinen von Corte Morgin (P.993 IGM) auf. Weglos weiter aufsteigend gelangt man zu einer zweiten grossen Ruinengruppe. Hier führt ein waagrechter Pfad zur dritten Ruinengruppe, Or dal Vin, P.1082 IGM. Der Pfad setzt sich - erst steigend (Abzweigung nach La Pascola), dann fallend zum Rio Pobbie fort. Jenseits findet man einen allmählich besser werdenden Pfad durch zwei Rinnen, der zu den Ruinen von Il Casà leitet. Hier trifft man auf den vorzüglichen Weg nach Fontane Gemelle, das seinem Namen vollauf gerecht wird, und in einem sumpfigen Quellgebiet liegt. Beim Quellgebiet wird man verleitet auf den gut sichtbaren und deutlich ausgeprägten Pfad einzuschwenken, der sanft absteigend direkt nach Varola führt und in der Landeskarte nicht verzeichnet ist. Weiter oben findet man hingegen den verzeichneten Pfad nach Pian la Carica, der sich, wiederum in der Karte nicht vermerkt, in akzeptabler Qualität durch den Buchenwald bis nach Curgei fortsetzt.

Corte Morgin
Corte Morgin, 15.April 2013

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