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Bocchetta di Saltir
 



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Am 02. bzw. 30.April 2005 begangene Route. Die gewählte Jahreszeit erwies sich als optimal in Bezug auf die noch kaum vorhandene Vegetation und die Sichtbarkeit der alten Pfade.
Aus gegebenem Anlass folgende zusätzliche Hinweise: Eine gute physische und psychische Konstitution des Alpinisten ist unerlässlich. Eine entsprechende Ausrüstung einschliesslich Biwakmaterial ist unabdingbar. Wer Zweifel an seinen diesbezüglichen Fähigkeiten oder der Qualität seiner Ausrüstung hat, der nehme Abstand von dieser Unternehmung!

Anreise

Orfalecchio wird auf dem Schluchtweg in 3:00 oder von Ompio in 4:00 erreicht.

Bocchetta di Saltir
Bocchetta di Saltir von der Alpe Saltir, 30.April 2005


1. Etappe: Orfalecchio - Alpe Rodüra (T4; 2:00)

Von Orfalecchio steigt man auf einem Pfad an der Ruine der alten Kirche vorbei bis zu einer Plattform bei 815m auf dem Rücken ob Orfalecchio. Sie stellt vermutlich die auf der Landeskarte etwas nach Südwesten verschobene Gebäudesignatur dar. Über den einfach zu begehenden Rücken steigt man durch einen Buchenwald nun weglos weiter auf. Bei ca. 1060m, am Beginn einiger Felsen, trifft man auf eine nur in der Gegenrichtung gut erkennbare orange Markierung. Sie weist in die südliche Flanke. Über ein Felsband umgeht man einen Felsvorsprung und steigt im anschliessenden steilen Buchenwald wieder gegen den Rücken, wobei man auf Wegfragmente trifft. Einige Felsen auf dem Rücken werden nun abwechselnd rechts und links umgangen bis zu einem Steinmann bei ca 1230m. Hier beginnt die eher flache Traverse auf durchgehend vorhandenem Pfad bis zu den aussichtsreichen Ruinen der Alpe Rodüra, P.1319 (IGM). Der Bach vor den Ruinen scheint nicht ständig wasserführend zu sein. Der südliche Pfad, welche die Landeskarte zwischen Orfalecchio und Rodüra wiedergibt, ist auf weiten Strecken verschwunden und führt durch markant schwierigeres Gelände. Einige obligatorische Passagen sind schwierig aufzuspüren, von einer Begehung ist daher eher abzuraten.

Alpe Rodüra
Alpe Rodüra, 02.April 2005


2. Etappe: Alpe Rodüra - Bocchetta di Saltir (T4-; 1:00)

Von den Ruinen folgt man zunächst einem gut sichtbaren Wegtrassee Richtung Südwesten, es verliert sich jedoch bald. Entlang des auf der Landeskarte verzeichneten, tatsächlich aber verschwundenen Pfades steigt man durch Buchenwald bis auf die grosse Wiese der Alpe Rodüra, ca 1450m. Hier nimmt man den Anfang des noch gut erhaltenen Pfades in die Bocchetta di Saltir wahr. Man folgt diesem Weglein durch ausgedehnte Erlenbestände und lichte Buchenwälder. Dort wo es kurz unterbrochen ist, benutzt man die vielen vorhandenen Schnittspuren an der Vegetation als Orientierungshilfe. Wenige Minuten vor der Bocchetta, die mit einem kleinen Steinmann gekrönt ist, muss in einer Rinne etwa 15 Meter aufgestiegen werden, was schwierig erkennbar ist. Gelangt man auf anderen Routen hierher, so ist es wichtig zu wissen, dass der Übergang nicht im tiefsten Punkt zwischen den Tre Croci und La Teia zu suchen ist, sondern im einem wenig entfernten, nördlicher gelegenen Sekundärsattel, der ca 20m höher liegt.

Bocchetta di Saltir
Die letzten Meter in die Bocchetta di Saltir, links Tre Croci, 02.April 2005


3. Etappe: Bocchetta di Saltir - Bèttola (T5; 3:00)

Von der Bocchetta di Saltir folgt man dem gut sichtbaren Wegtrassee, das sich in interessanter Routenführung über Rampen und Bänder durch wildes Gelände zur Wiese von Saltir hinabwindet. Auf ca 1450m trifft man auf die Ruinen der Alpe Saltir, wo sich biwakieren lässt, doch gibt es Wasser nur beim etwa 100m tiefer gelegenen Funtanin. Man verfolgt weiter den Pfad, der nach einigen Kehren durch eine Erlenzone über den Funtanin übersetzt. Dieser Bach ist ständig wasserführend, was für mehrtägige Touren im Bereich der Corni di Nibbio von besonderer Bedeutung ist. Nach einer kurzen Gegensteigung gelangt man nach Asaa, wo sich die Vereinigung mit dem Pfad von der Bocchetta del Lavatta befindet. Der zumeist gute Weg senkt sich durch wildes Gelände in den Grund des Kanals, der von der Bocchetta del Lavatta herabkommt. Auf der orografisch linken Talseite folgt man gelben Markierungen bis zur markierten Abzweigung, ca 760m, nach Bèttola. (Die Route nach Nibbio ist im Aufstieg bei der Bocchetta del Lavatta beschrieben.) Während man bis vor wenigen Jahren noch eine deutlich höher gelegene exponierte Passage nutzte, geht man heute auf den Resten der alten Weganlage anhand grüner Markierungen mit einiger Gegensteigung direkt auf den felsigen Rücken vor Ör Piciocch. Jenseits auf einem Wegtrassee sofort wieder hinunter in das Tobel von Ör Piciocch, wo man auf einen nun deutlicheren Pfad stösst, der unter anderem mittels zweier Drahtseile zu den Ruinen der Alpe Corte leitet, wo die "Via panoramica Val d'Ossola" einmündet. Von hier steigt man nicht weiter ab, sondern quert nach links und trifft in Kürze auf das obere Ende der alten Miltärstrasse, ca 650m, der man bis Bèttola folgt.

Torrione di Bèttola
Torrione di Bèttola, Abendstimmung, von Asaa, 30.April 2005

In Bèttola steht kein öffentlicher Verkehr zur Verfügung. Man geht zu Fuss in 45 Minuten entlang der Strasse zum Bahnhof Cuzzago.

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Weitere Fotografien

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