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Strette del Casè
 



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Am 12.August 2007 resp. 11.Juni 2009 begangene Route.
Aus gegebenem Anlass folgende zusätzliche Hinweise: Eine gute physische und psychische Konstitution des Alpinisten ist unerlässlich. Eine entsprechende Ausrüstung einschliesslich Biwakmaterial ist unabdingbar. Wer Zweifel an seinen diesbezüglichen Fähigkeiten oder der Qualität seiner Ausrüstung hat, der nehme Abstand von dieser Unternehmung!

Anreise

Pogallo wird über die Strada Sutermeister in 1:30 ab Cicogna erreicht.


1. Etappe: Pogallo - Alpe Cavrua (T3; 2:00)

Man begibt sich in Pogallo zu den letzten intakten Häusern am Weg Richtung Baldesaut. Indessen schlägt man nicht diesen nach Baldesaut führenden Pfad ein, sondern steigt auf den Rücken vor der Rinne, die zwischen Pogallo und Pogallo di dentro (P. 865) liegt. Hier findet man eine Wegspur vor, die bald von einer rostroten Markierung begleitet wird. Sie steigt bis auf eine Höhe von ca 870m über den Rücken an, um dann in ein waagrechtes gutes Wegtrassee überzugehen, welches die Rinne quert und zu den obersten Ruinen von Pogallo di dentro führt.

Den rostroten Markierungen folgend schwenkt man auf einen nahezu durchgehend gut erhaltenen Pfad ein, welcher etwas eintönig durch die ausgedehnten Buchenwälder bis zur freien Fläche der Alpe Cavrua hinaufzieht, wo die alternative Route von Cicogna via Alpe Vogogno einmündet.

Alpe Cavrua
Ruinen der Alpe Cavrua
Foto: Ferruccio Rossi, in-valgrande.it


2. Etappe: Alpe Cavrua - Corona di Ghina (T5+/II; 2:00)


Im Wald am unteren Rand der Lichtung findet man den Pfad, der zunächst deutlich absteigend den Grund des nachfolgenden Tobels gewinnt. Durch einen Buchenwald gelangt man an ein plattiges Tobel, das anhand rostroter Markierungen über Felsgesimse überwunden wird. In der nachfolgenden schuttigen Rinne wird rund 20m aufgestiegen, bevor man auf die Fortsetzung des Wegtrassees gelangt. Der weitere Wegverlauf gestaltet sich eher mühsam. Durch viel Vegetation und über manchen Kletterabschnitt müht sich die nicht immer deutliche Pfadspur mit einigem Auf und Ab bis zum Rand der Prati di Ghina, der grossen Wiese unterhalb der Corona di Ghina. Man steigt in eher verschlungener Wegführung anhand von Pfadresten und verblassten rostroten Markierungen, die im Sommer bei hohem Vegetationsstand kaum sichtbar sind, bis auf die Grathöhe der Corona di Ghina. Man erreicht sie unmittelbar südlich der Stelle, wo der eher ausgeprägte Sporn, der das Becken von Seriago von demjenigen von Ghina abtrennt, an den Grat anstösst. Die Orientierung in diesem Abschnitt ist nicht einfach, vorhandenen Steinmännern ist darüberhinaus zu misstrauen. Ferner mündet ungefähr bei der Höhenkurve 1800m die alpine Variante des Sentiero Bovè von der Cima Sasso kommend - gemeinsam mit der Route aus dem Val Caurì - ein.

Prati di Ghina
Prati di Ghina, 11.Juni 2009



3. Etappe: Corona di Ghina - Bocchetta di Campo (T5/II-; 2:30)

Hat man die Corona di Ghina (an der richtigen Stelle) erreicht, so wird die Orientierung sehr viel einfacher. Anhand von Pfadresten, Resten von Kunstbauten und verblassenen rostroten Markierungen folgt man der Route mit viel Auf und Ab durch die Strette del Casè. Dabei steigt man zunächst durch einen mit Handlauf versehenen Felsspalt auf die Seite des Val Caurì (Vallone di Ghina) hinab, gelangt über einen Sattel, eine Rampe und eine Rinne wieder auf die Grathöhe, traversiert durch Erlen pogalloseitig zu einem Sattel weiter hinten im Grat um schlussendlich die Traverse auf der Caurì-Seite (Vallone delle Strette) mit dem Aufstieg durch eine hohe, teilweise kaminartige Rinne (II-) abzuschliessen. Man steht nun in der Forcella di Ghina und gelangt über einen Pfad in Kürze waagrecht zum Rifugio Bocchetta di Campo.

Strette del Casè
In den Strette del Casè
Foto: Ferruccio Rossi, in-valgrande.it

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